(NDS) Arbeitsplatzkonflikte / Abordnung zur Vermeidung DU - Positive Erfahrungen?

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Grillmeister
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(NDS) Arbeitsplatzkonflikte / Abordnung zur Vermeidung DU - Positive Erfahrungen?

Beitrag von Grillmeister »

Hallo liebes Forum,

in vielen Themen habe ich hier schon von Kolleginnen/Kollegen lesen können, dass diese froh waren, DU aus dem Dienst ausgeschieden zu sein. Um diese Ansicht soll es hier in dem Thema nicht gehen.

Mich würde interessieren, ob hier jemand positive Erfahrungen mit einer Abordnung (zur Vermeidung einer DU) an einen anderen Dienstherrn gemacht hat. Hintergrund ist, dass sich durch meine gesundheitliche Situation mittlerweile Arbeitsplatzkonflikte entwickelt haben, die sich unter dem Arbeitsstress in der Dienststelle (meiner Meinung nach) nicht so einfach auflösen lassen und eine Versetzung innerhalb der Kommune es auch nicht verbessern würde. GdB von 30 liegt vor und eine Gleichstellung ist beantragt.

Ich mache demnächst eine berufliche Reha und darf danach wieder beim Amtsarzt vorstellig werden. Bei der letzten Untersuchung wurde mir gesagt "mach die Reha und dann sehen wir weiter" und gleichzeitig mit zur Überlegung gegeben, ob nicht eine Abordnung an einen anderen Dienstherrn förderlich für die Gesundheit sein könnte.

Mich interessiert auch, ob so etwas in der Praxis überhaupt vorkommt, gerade bei psychischen Diagnosen (die angefragten Dienstherrn bekommen ja nicht die genaue Diagnose mitgeteilt, doch gerade dann könnte das ja auch eine Art "Sippenhaft" sein :/ ). Aus einem Gespräch mit einem PR während meiner Ausbildungszeit weiß ich noch, dass dieser mir sagte "Bewerber mit körperlichen Behinderungen/Einschränkungen immer gerne, doch Psyche ist sehr kritisch für die Verwaltung". Macht es dabei einen Unterschied, ob man eine Schwerbehinderung/Gleichstellung oder nicht hat? Ist vielleicht noch etwas weit gedacht, doch es wäre frustrierend, wenn der Amtsarzt dies in das Gutachten schreibt und meine Verwaltung keinen anderen Dienstherrn findet, der mich zur Abordnung übernimmt (und mich dann vor die Wahl stellt: komm wieder zu uns oder DU). Dann könnte ich in der noch anstehenden Untersuchung vielleicht eine andere Lösung anregen.

Ich hoffe meine Frage ist nicht zu sehr "Kristallkugel", und das Verhalten der Dienstherrn wird sich sicherlich auch unterscheiden. :?:

LG Grillmeister
abfallteil
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Re: (NDS) Arbeitsplatzkonflikte / Abordnung zur Vermeidung DU - Positive Erfahrungen?

Beitrag von abfallteil »

Hallo,

aus eigener Erfahrung kann ich dir da leider nichts sagen. Als ich aber schon in Pension war hat mein Mann mal mit einem neuen Kollegen gesprochen der wohl mitbekommen hat das ich u.a. wegen Mobbing pensioniert wurde. Psyche usw blablabla.
der "Neue" hat ihm dann erzählt das man gegen Mobbing eh nichts machen kann und er an seiner alten Dienststelle auch sehr darunter gelitten hat und deswegen den Weg der Versetzung gegangen ist. Der Dienstweg war dann ganz schön weit aber er war zuversichtlich doch noch etwas näher an seinen Wohnort zu kommen in ein bis zwei Jahren. Ihm hat es damals aber dort gut gefallen und er hat durchblicken lassen das er nicht in Pension gehen wollte. (war allerdings Bundesbeamter)
Also das gibt es durchaus. Mir hatte man damals auch eine andere Stelle angeboten die ich niemals angenommen hätte.
Ich würde an deiner Stelle überlegen was zu dir passen würde, worauf du Lust hättest und das dann bei der nächsten amtsärztlichen Untersuchung sagen und darum bitten das er das unterstützt. Vlt hast du Glück.
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :) Geschenk des Tages.
Allium
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Re: (NDS) Arbeitsplatzkonflikte / Abordnung zur Vermeidung DU - Positive Erfahrungen?

Beitrag von Allium »

Ich hatte das vor meiner Frühpensionierung wegen DDU auch überlegt, ob ich nicht eine Versetzungsoption annehmen soll- ich hatte auch schon alles mit der Personalabteilung besprochen, aber dennoch habe ich wegen Krankheit einen Rückzieher gemacht. Ich habe gemerkt, dass ich gar nicht in der Lage war, umzuziehen, eine neue Stelle anzutreten ect., ich habe dann den Weg in die DDU plus Psychosomatischer Reha genommen, es war der richtige Weg, denn wenn tatsächlich längere Therapien nötig sind, kann DDU den Druck rausnehmen.
In meinem Fall hatte ich auch Bedenken, dass wegen der Konflikte am Arbeitsplatz auch die nächste Stelle davon infiltriert wird, da mich die Kollegen und auch den Konflikt wegen Tratscherei längst kannten...die Frage war also, ob ich nicht vom Regen in die Traufe komme...man muss eine neue Stelle auch neutral antreten können, sonst sehe ich da wenig Erfolgsaussichten. Wenn überhaupt ist sowas denke ich nur mit einem Dienstort- und Dienstherrenwechsel möglich inkl. fachlich neuem Arbeitsbereich sprich es darf keinerlei Überschneidungen mit der alten Stelle mehr geben.
Grillmeister
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Re: (NDS) Arbeitsplatzkonflikte / Abordnung zur Vermeidung DU - Positive Erfahrungen?

Beitrag von Grillmeister »

Hallo zusammen,

vielen lieben Dank abfallteil und Allium für eure Beiträge. Das beruhigt mich schon und zeigt mir, dass solche Versetzungen / Abordnungen durchaus vorkommen.

Wisst ihr zufälligerweise, wie "weit" der Dienstherr nach einer anderen Tätigkeit suchen (muss)? Bei Bundes- oder Landesbeamten denke ich wird dies auch bundes- bzw. landesweit sein. Doch wie ist das wohl bei Kommunalbeamten (Gemeinde/Landkreis)? Da würde ich erst einmal davon ausgehen, dass der Dienstherr im eigenen Landkreis und bei den Nachbarlandkreisen nachfragt, da diese mit PKW noch zumutbar erreichbar wären. Doch dies hängt sicherlich auch von der "Ansicht" der jeweiligen Person im Personalamt zusammen. Es wäre nur schon sehr schade, wenn "nur" in der eigenen Verwaltung gesucht wird. Gerade, wenn ein Neuanfang ohne Vorbelastung benötigt wird :?:

Hat man euch die damalige Stelle dann direkt angeboten mit "nimm die oder DU" oder hat sich das dann ergeben, als ihr mit euren Ärzten die angebotene Stelle mit eurer gesundheitlichen Leistungsmöglichkeit abgeglichen habt?

LG Grillmeister
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