Nachzahlung

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Rudolf_2
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Re: Nachzahlung

Beitrag von Rudolf_2 »

Neujahrs-Überraschung - voll und ganz gelungen!

Habe heute meine Bezügemitteilung für Januar 2026 erhalten - und war ziemlich baff, denn es wird nichts mit der bereits fest verplanten Erhöhung meiner Altersbezüge!

Von der noch im Dezember mir mitgeteilten 77,55 € NETTO-Erhöhung gemäß der offiziellen Abschlags-Berechnungen verbleiben mir nun nur noch ziemlich mickrige 33,58 € netto, weil man den Lohnsteuerabzug ab 01/26 mal eben um satte 58,67 € nach oben geschraubt hat!
Von diesen paar netto-Kröten gehen selbstverständlich auch noch zusätzlich die Erhöhung des Krankenkassenbeitrags, nebst Erhöhung der Pflegepflichtversicherung ab!
(Von allen anderen Erhöhungen, wie beispielsweise Versicherungsbeiträgen will ich erst gar nicht reden, da ich dadurch natürlich wesentlich weniger in der Tasche habe, als noch in 2025...!)

Dass in der Vergangenheit übrigens der Betrag meines Lohnsteuerabzugs scheinbar öfter wie "ausgewürfelt" (ähnlich der Wetterberichte) geändert worden ist, habe ich mittlerweile hingenommen, denn die BAnst hält sich da auf schriftliche Anfragen hin ziemlich bedeckt und antwortet nur mit Phrasen, die sich zudem auch nicht mit den von mir zu Grunde gelegten aktuellen Lohnsteuertabellen (Bea-StKl III) decken, aber zum jetzigen Zeitpunkt trifft es mich doch - auch in der Höhe ziemlich unvorbereitet...
Gruß
Rudolf
Selbstflieger
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Re: Nachzahlung

Beitrag von Selbstflieger »

Das Problem betrifft die meisten, wenn nicht alle Bundesbeamten und wurde auf der Homepage der BANST bereits kommuniziert und ist unter „Aktuelles“ nachzulesen :

4. Zu hoher Lohnsteuer-Abzug wg. techn. Probleme

Ab dem 1. Januar 2026 werden grundsätzlich die gesetzlich abzugsfähigen Beiträge zur privaten Basiskranken- und Pflegeversicherung elektronisch von den Versicherungsunternehmen an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermittelt. Aufgrund eines technischen Problems beim BZSt ist die Übermittlung bislang bundesweit nicht erfolgt. Ohne diese Daten wird die Lohnsteuer nach derzeitigem Stand zu hoch berechnet.

Konkrete Auskünfte zur Auswirkung auf die Auszahlungshöhe für die Abrechnung im Januar 2026 sind nicht möglich. Insoweit bitten wir, von Rückfragen abzusehen.

Nach der Datenlieferung erfolgt zur folgenden Abrechnung automatisch eine rückwirkende Korrektur und ggf. eine Erstattung Ihrer Lohnsteuer. Diese gilt es abzuwarten.
Rudolf_2
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Re: Nachzahlung

Beitrag von Rudolf_2 »

@Selbstflieger:

Nein, Du hast mich da etwas missverstanden, vielleicht habe ich mich aber auch nicht wirklich umfassend und deutlich erklärt!
Der jetzige Lohnsteuerabzug geht schon in Ordnung, da er in der Vergangenheit auf Grund nicht nachvollziehbarer Gegebenheiten eh immer zu niedrig angesetzt war!
Nur eben zum jetzigen Zeitpunkt habe ich nicht damit gerechnet, dass dieser nun plötzlich nach gut 14 Jahren(!) auf etwa die korrekte Höhe nach oben hin angepasst wird!
Die BAnst hat bislang auf Nachfrage nur Schwachsinniges schriftlich von sich gegeben und konnte mir die bislang erfolgten (als es noch "echte" Zinsen gab, für mich natürlich günstigen) Einstufungen nicht plausibel erklären!
Das, was ich also bislang nach den jeweiligen Einkommensteuererklärungen nachzuzahlen, oder sogar als Vorauszahlungen zu leisten hatte, wird sich jetzt (vielleicht) dem "Normalzustand nähern und den LSt-Abzug für den Fiskus lohnender machen. Unter´m Strich und auf´s Jahr betrachtet also keine wirkliche Änderung, wenn man von "über den Haufen geworfenen" Planungen absieht.
Das, was mich geärgert hat, ist einfach der scheinbar willkürliche Ansatz von Lohnsteuerabzügen, der sich mit wechselnden Änderungen (sowohl nach oben, aber zumeist irrig nach unten) seit meiner Pensionierung wie die Kurven bei Börsen-Notierungen durch meine Bezügemitteilungen zieht! Und wenn man die Verantwortlichen dann fragt, was, oder ob überhaupt, sie sich bei dieser Art von "Arbeit" denken, bekommt man den nachhaltigen Eindruck, dass "Denken" in deren Duden (falls es dort welche geben sollte) bestimmt geschwärzt wurde...
Gruß
Rudolf
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