DStG kann ich nicht empfehlen

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stuntmanmike
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DStG kann ich nicht empfehlen

Beitrag von stuntmanmike »

Ich war jahrelang Mitglied in der DStG und habe sie dann irgendwann mal in einer Rechtsschutzsache gebraucht. Das war eine totale Katastrophe.
Zuerst einmal gab es nicht mal ein Formular, um die Sache zu beantragen, obwohl das ja eindeutig bei den Leistungen aufgeführt ist. Nach hin und her wurde mir dann ein Formular vom dbb zugeschickt, das ich ausfüllen sollte. Der Antrag wurde dann direkt abgelehnt. Begründung: keine Aussicht auf Erfolg – was lächerlich war.

Ich habe mich dann beschwert, und plötzlich wollte man es doch machen. Bis dahin hatte ich mir aber schon einen richtigen Anwalt gesucht.
Ich kann die Mitgliedschaft insgesamt nicht empfehlen. Im Zweifelsfall wird man im Regen stehen gelassen. Die DStG ist sicherlich kein verlässlicher Partner an der Seite eines Finanzbeamten.
Mainstream1
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Re: DStG kann ich nicht empfehlen

Beitrag von Mainstream1 »

Tja, oft merkt man erst bei Regen, dass der vermeintliche Schirm recht löchrig ist, wenn er nicht dann gar eingesammelt wird.

Besser statt Mitgliedsbeiträge zu zahlen, direkt eine entsprechende Rechtsschutzversicherung abschließen. Da gibt's grundsätzlich keine Probleme im Fall der Fälle.
MS
Pipapo
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Re: DStG kann ich nicht empfehlen

Beitrag von Pipapo »

Eine Rechtsschutzversicherung abschließen und aus der Gewerkschaft austreten spart im Jahr viel Geld.
JoeyDeMaio
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Registriert: 18. Dez 2020, 18:12
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Re: DStG kann ich nicht empfehlen

Beitrag von JoeyDeMaio »

Danke, genau diese Erfahrungen habe ich leider auch gemacht. Unterstützung gab es praktisch keine – schon gar nicht auf anwaltlicher Ebene. Auf konkrete Fragen habe ich keine belastbaren Antworten erhalten. Stattdessen hatte ich eher den Eindruck, dass man mir zusätzliche Steine in den Weg legt.

In meinem Fall ging es sogar so weit, dass Entscheidungen mitgetragen wurden, die für mich persönlich kaum nachvollziehbar sind – etwa eine tägliche Pendelstrecke von rund 180 km trotz gesundheitlicher Einschränkungen. Erst durch meinen eigenen Anwalt konnte eine Abordnung an einen anderen Dienstort erreicht werden.

Was ich ebenfalls schwierig finde: Trotz der bisherigen Erfahrungen schaltet sich die Organisation weiterhin ein und fordert regelmäßig Informationen an, ohne dass zuvor eine verlässliche Unterstützung erkennbar gewesen wäre.
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