Wechsel zum DB Jobservice

Forum für die Beamten der Deutschen Bahn.

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Joker01
Beiträge: 3
Registriert: 5. Jan 2026, 10:59
Behörde: Bahn

Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von Joker01 »

Hallo zusammen,
ich habe mich hier neu im Forum angemeldet, da ich doch einige Fragen habe.

Was mir auffällt ist, dass hier in dem Forum "Deutsche Bahn" sehr wenig los ist.
Gibt es kaum noch Beamte hier bei der Bahn?

Im Vergleich ist im Forum der Telekom doch deutlich mehr los.

Aber mal meine Fragen:

Ich beabsichtige, evtl. zum DB Jobservice zurückzukehren (bin seit über 20 Jahren in eine andere Behörde abgeordnet).
Gibt es noch Beamte, die beim DB Jobservice sind? Wenn ja, seid ihr abgeordnet, in einem Projekt oder sitzt ihr zuhause (wenn ja, seit wann)?

Ich habe - nach jetzigem Recht - noch 3 Jahre vor mir. Dann könnte ich mit 63 und DDU ohne Abschläge in Pension gehen.
Nur möchte ich natürlich die letzten 3 Jahre nicht ständig gegen irgendwelche irrsinnigen oder rechtswidrigen Aufforderungen seitens des Jobservice den Klageweg bestreiten.
Was sich in den letzten 20 Jahren bei Jobservice geändert hat, weiß ich nicht. So um die 2000er waren die Betreuer beim JS ja nicht sonderlich nett und die Rechtslage war ja ebenfalls noch nicht ganz klar und musste erst noch in vielen Bereichen gerichtlich geklärt werden.

Wer ist denn noch beim JS und was könnt ihr darüber sagen? Lassen die einen mit über 60 in Ruhe? Weil ich mit Abschlägen nicht gehen möchte. Da entgegen der Telekom, die Bahn sich nicht am engagierten Ruhestand beteiligt, werde ich noch ein bisschen da bleiben.

Als zweites möchte ich für mich gerne die Rechtslage abchecken und daher einen persönlichen Beratungstermin bei einem Anwalt buchen.
Diesbezüglich habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht. Es gibt zwar Anwälte, die sich mit dem Verwaltungsrecht beschäftigen - auch welche, die sich für den Bereich der übergeleiteten Beamten der Telekom spezialisiert haben, für die Deutsche Bahn habe ich aber nichts gefunden.

Hat jemand von euch eine Empfehlung für einen Fachanwalt, der sich mit der Thematik - speziell für die Bahn - auskennt? Wäre für Tipps dankbar. Da ich lediglich einen telefonischen Termin benötige, wäre der Sitz der Kanzlei egal.

Ich danke euch schonmal für etwaige, konstruktive Antworten.
Marky
Beiträge: 8
Registriert: 9. Dez 2013, 12:07
Behörde:

Re: Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von Marky »

Ja, es gibt noch Beamte – aber die meisten werden in mehr oder weniger sinnvolle Projekte gesteckt oder zwangsweise in andere Dienststellen versetzt.

In den letzten 20 Jahren hat sich daran leider nichts geändert. Im Gegenteil: Ich würde sagen, die Situation ist eher schlechter geworden. Die sogenannten Vermittler sind meist extern Eingestellte, die sich erst noch beweisen wollen. Rechtswidrigkeiten gehören hier fast schon zum Alltag – man denke nur an Bewerbungsaufforderungen oder die ständige Berufung auf Mitwirkungspflichten. Selbst für jemanden mit 60 Jahren findet sich noch eine Aufgabe.

Früher hatte ich einmal einen sehr guten Anwalt für Beamtenrecht, der sich sogar mit Fällen bei der Bahn auskannte. Leider ist er inzwischen selbst im Ruhestand.

Warum solltest du dir in den letzten drei Jahren vor der Pension das Leben noch schwer machen. Bleib in der Behörde – dort zumindest ohne die Schikanen des Jobservice.
Hemmschuh
Beiträge: 62
Registriert: 25. Jun 2015, 21:42
Behörde:

Re: Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von Hemmschuh »

Hallo.

Bei mir ist es wieder ganz anders.

Irgendwann hat sich JobService auf die Fahne geschrieben, nett zu sein. Oder wenigstens so zu tun.

Mfg
Joker01
Beiträge: 3
Registriert: 5. Jan 2026, 10:59
Behörde: Bahn

Re: Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von Joker01 »

Hallo zusammen und danke für die Antworten.

Ärgern kann man nur den, der sich ärgern lässt. Da habe ich das Gefühl, dass die Schwelle bei Bahnbeamten sehr hoch liegt.
Telekomiker klagen da viel viel mehr.

Die letzten 20 Jahre bestand mein Job in weiten Teilen als Zeuge vor Gericht zu stehen.
Da lernt man schnell, was sinnvoll oder unsinnig ist.
Von daher würde ich mir bei JS nichts gefallen lassen und bei nicht lösbaren Streitigkeiten, den Klageweg bestreiten.
In den meisten Fällen kann das jeder Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Es ist natürlich schöner, wenn man einen Fachanwalt hat, der sich mit übergeleiteten Bahnern auskennt.

Mal schauen, was ich mache. Aber viel Freude an mir hätten die beim JS nicht. Ich scheue nicht, den Klageweg zu bestreiten. Und in irgendein Projekt oder sonstiges würde ich auch nicht mehr gehen.
Hemmschuh
Beiträge: 62
Registriert: 25. Jun 2015, 21:42
Behörde:

Re: Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von Hemmschuh »

Ich würde jetzt nicht unbedingt so vorgehen.

Bei den Beamten der Telekom und der Post wurden die Dienstherrenfunktion direkt auf die Unternehmen übertragen.

Bei der Deutschen Bahn hat man dies anders gelöst und mit dem BEV gibt es noch eine Bundesbehörde für die Dienstherrenfunktion.
Und dort gibt es den besonderen Personalrat. Einfach dort bitte mal anrufen und sich alles erklären lassen.

Auch der Betriebsrat vor Ort hilft unter Umständen weiter.

Mit freundlichen Grüßen
filou
Beiträge: 35
Registriert: 15. Dez 2020, 23:52
Behörde: BEV

Re: Wechsel zum DB Jobservice

Beitrag von filou »

Ich habe dem JobService ( angefangen von der Restrukturierungsabteilung über DZA, DB Vermittlung, DB Arbeit) über 20 Jahre angehört und war auch mehrfach abgeordnet( Arbeitsamt, Zoll, BAMF). Die letzten 5 Jahre bis zur Zurruhesetzung im Juli 2024 war Ich zu Hause. Aufgrund der fake- " Pandemie" musste man sich auch nicht mehr 1x pro Woche " melden ".
2024 gab es noch einen (!) Bahnarzt des BEV. Die " Vorbereitung" auf die Zurruhesetzung ging problemlos über die Bühne.Ob das in 3 Jahren immer noch so ist.? Wer weiß...Alles Gute für Dich ! mfG
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