Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

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arme Sau
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Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von arme Sau » 18.10.2016 15:51

Ich füge nur den Link zur Berliner GDP ein.
Das Schreiben der Ehefrau eines Berliner Polizisten könnt ihr dort nachlesen !

https://www.gdp.de/gdp/gdpber.nsf/id/87 ... 4B0030F198

Berlin ist pleite und zeigt das auch gerne (Auf dem Rücken von Beamten und Angestellten !!) Um es nicht noch drastischer aus zu drücken :evil:
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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von Mikesch » 18.10.2016 23:43

Was ich mich allerdings frage, warum lassen sie sich das gefallen?
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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von NRW'lerin » 24.11.2016 10:32

Ich habe einige Freunde in Berlin, die auch Kollegen/-innen sind. Was da läuft, was sie erzählen, ist oftmals hanebüchen.
Aber was sollen sie tun? Kündigen? Versetzung?
Es fängt damit an, dass ein Hauptkommissar in Berlin so viel heraus hat wie ein Oberkommissar in mindestens 12 anderen Bundesländern.
Sie ärgern sich und machen ihren Dienst.
Man hat da Fuß gefasst, die Kinder sind dort geboren....sie haben da teilweise ihr Eigentum (Haus).

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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von Mikesch » 24.11.2016 12:52

Wenn ich überlastet bin, gehe ich zum Arzt. Wenn Krankheitsfälle statistisch auffällig sind, wird nachgefragt, erst recht, wenn kein Dienst mehr aufrecht erhalten werden kann.
Dann, nur dann ändert sich was.

Meine Erfahrung aus 45 Dienstjahren: Solange alles seinen Gang geht, ändert sich nichts! Warum sollte der Dienstherr etwas ändern, läuft doch...
Nur wenn die Kiste nicht läuft, dann werden sie aufgescheucht ;-)
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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von NRW'lerin » 24.11.2016 13:13

Da hast Du Recht, Mikesch. Aber geht man so schnell zum Arzt bzw. würde das bedeuten, dass einige Hunderte der Berliner Beamten von heute auf morgen sagen müssten: Ich bin krank, weil es dienstlich einfach nicht mehr geht.
Das machen nur wenige. Die Kolleginnen und Kollegen wollen einen "guten Job" machen, weil sie u.a. befördert werden möchten oder eine gute Beurteilung haben möchten, für die nächste Stelle oder Wunschdienststelle. Weil sie sich sagen: Ich bin zumindest glücklich/zufrieden, was die Kollegenschaft/die Vorgesetzten betrifft. Oder: Ich bin hier so unglücklich, dass ich jetzt mein Bestes gebe, dass eine andere Dienststelle mich haben will.
Daher erweckt es sicherlich den Anschein, dass es doch läuft, in Berlin.
Hinzu kommt, dass die, welche ihren Mund aufmachen zu o.a. Thema, ganz schnell die Meckerköpfe vom Dienst sind.
Das kann und will man nur mit Rückgrat und bestenfalls A 10 A 11.
Meine Meinung zu Berlin.

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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von Mikesch » 24.11.2016 18:07

Wie war das neulich bei der TUI? Stell Dir vor, es ist Dienst und keiner geht hin, alle krank ;-)
Geht doch :-)

Du hast natürlich auch recht :-)
Ab diesem Punkt wird es philosophisch, in wie wie weit bin ich bereit, mein Leben zu ändern...
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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von Baumschubser » 24.11.2016 18:39

Man muss sich am Ende aber immer sagen, dass man 1. nicht mit seiner Dienststelle verheiratet ist und 2. die Gesundheit vor geht. Ab einer gewissen Anzahl von Diensten bzw. Überstunden ist es einfach notwendig, die Notbremse zu ziehen. Scheiß auf Beurteilung oder Beförderung.

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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von Mikesch » 25.11.2016 00:35

Genau Baumschubser, das meinte ich auch mit meinem philosophisch...
In jungen Jahren kreisen die Gedanken eher um Beförderung, was denken Andere, man sieht sich in der Verantwortung, immer die Hoffnung, dass sich vielleicht auch durch Wohlverhalten etwas ändert.
Wird man älter, sehen die Prioritäten anders aus, ganz andere Dinge sind dann wichtig. Da ist es denn auch mal egal, wenn man weniger in der Tasche hat, Lebensqualität steht im Vordergrund.

Die von NRW'lerin angführten Gedanken sind Realität, nur ist es schwer, insbesondere jungen Leute zu vermitteln, dass die auf Kosten des eigenen Lebens gehen und nicht all zu selten in einer Frühpensionierung enden.
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Re: Sieben Wochen DIENST, AM STÜCK ! - Das ist Berlin

Beitrag von NRW'lerin » 29.11.2016 12:34

Hi Mikesch, jeder Mensch macht seine Erfahrungen. Diese sind auch enorm wichtig.
Wie bald die (jungen) Berliner Beamten sehen, dass es in Berlin absolut schlechter ist, als woanderswo, müssen sie selbst erfahren.
Vielleicht reicht auch vielen das, was sie bekommen, weil sie nicht vergleichen. Oder einfach happy sind, in der Hauptstadt ihren Dienst versehen zu können? Who knows....
Wir Diskutierende scheinen ein Stück älter an Lebens- und Berufserfahrung zu sein. Zum Glück!
Jeder ist seines Glückes Schmied.

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