ER abgelehnt bei drohender DDU

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Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

TelekomHeine hat geschrieben: 01.07.2018 14:19 Mein Problem ist aber, ob es tatsächlich so ist, dass von DDU bedrohte Beamte oder die "Problemfälle" aus der Vergangenheit, den ER tatsächlich beantragen können bzw. ob dieses Klientel nicht von dem ER ausgeschlossen ist.
So wie ich es verstanden habe, kann nur der in ER gehen, der "über" ist. Da Du aber keinen wegfallenden Arbeitsplatz besetzt, bzw. in keinem Bereich mit Rationalisierungsmaßnahmen eingesetzt bist, kannst Du keinen ER in Anspruch nehmen. Wer z.B. derzeit UoB hat, kann auch nicht nahtlos in den ER wechseln.
AndyO
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von AndyO »

Einer meiner Kollegen konnte vor 5 Jahren mit einem Hirntumor (mit 54 diagnostiziert) aus der Krankschreibung in die 55er gehen. Ihm wurden keine Knüppeln zwischen die Beine geworfen. Das Ehrenamt hätte er heute nicht mehr leisten können.
Torquemada
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Torquemada »

TelekomHeine hat geschrieben: 01.07.2018 13:45 Ich habe keinen ER beantragt, weil ich aktuell das 55. Lebensjahr noch nicht erreicht habe.

Fassen wir zusammen:

du wurdest 2017 reaktiviert, sitzt aber zu Hause UND erfüllst noch nicht die Hauptvoraussetzung für den ER. Wann wirst du denn 55 Jahre alt?
Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

AndyO hat geschrieben: 01.07.2018 16:33 Einer meiner Kollegen konnte vor 5 Jahren mit einem Hirntumor (mit 54 diagnostiziert) aus der Krankschreibung in die 55er gehen. Ihm wurden keine Knüppeln zwischen die Beine geworfen. Das Ehrenamt hätte er heute nicht mehr leisten können.
Das waren andere Randbedingungen zum VR nehme ich an, und er hatte auch einen Posten in einem Bereich mit Überhang, oder?
Heute wäre m.E. nur die DDU für ihn möglich (wegen dem Ehrenamt, o.ä.).

Kommt man aus dem Ruhestand (Reaktivierung) kann man in den ER nur dann gehen, wenn einem ein entsprechender Posten zugewiesen wird. Meinetwegen einer, von dem man weiß, dass er abgebaut wird, dann wäre das ein "Schleudersitz" in den ER. Aber direkt aus dem Ruhestand geht es m.E. nicht.
seppel
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von seppel »

@TelekomHeine:
wenn Du seit 2017 reaktiviert bist, kommen dann auch seit 2017 die normalen Bezüge?
Telekom-BRS
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekom-BRS »

was Amtsärzte manchmal erzählen, ist doch auch nur
was sie selber über drei Ecken mitbekommen haben.
Rechtlich ist alles nicht verwertbar - aber das ist dann
der Respekt vor Ärzten und schon einmal ganz bei einem
Amtsarzt.

Kenne auch nur wenige, die einem Amtsarzt widersprechen
würden - sonst geht der "Schuss" auch mal ganz schnell
nach hinten los. Denn deren Macht sollte mal lieber nicht
unterschätzen - ergo, immer brav Ja und Amen sagen
und wenn man raus ist, l... mich am A....
Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

Telekom-BRS hat geschrieben: 04.07.2018 21:55 Denn deren Macht sollte mal lieber nicht
unterschätzen - ergo, immer brav Ja und Amen sagen
und wenn man raus ist, l... mich am A....
Aha, und was macht der, wenn man von seinem Psychiater und Hausarzt konsequent und dauerhaft krank geschrieben bleibt?
Telekom-BRS
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekom-BRS »

Hallo Siggi09,
was meinst Du jetzt und wen meinst Du mit der, den
Beamten oder den Amtsarzt ?

Und das hat doch mit meinem Hinweis jetzt auch rein
überhaupt nichts zu tun, dass ein Beamter dauerhaft
krankgeschrieben bleibt.
Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

Telekom-BRS hat geschrieben: 05.07.2018 07:58 Hallo Siggi09,
was meinst Du jetzt und wen meinst Du mit der, den
Beamten oder den Amtsarzt ?
Ich wüsste nicht welche "Macht" der Amtsarzt haben soll und weshalb man immer schön ja und Amen zu ihm sagen soll, denn letztlich wird dem Amtsarzt nichts anderes übrig bleiben als die dauernde Dienstunfähigkeit festzustellen, auch wenn er den Beamten für einen kerngesunden Simulanten hält. Das meine ich.
Telekom-BRS
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekom-BRS »

der Amtsarzt hat die "Macht", dass er Dich nach der Untersuchung
für dienstunfähig erklärt.
Weil z. B. die Telekom ein Schreiben vorgelegt hat, dass keine
entsprechenden Arbeitsplätze in der näheren Umgebung innerhalb
eines "leidensfähigen" Arbeitsplatz mehr vorhanden ist.

Und es soll ja auch noch Beamte geben, die durch die Vorgehensweise
der Telekom krank werden aber halt nicht dienstunfähig sind.
Ja die gibt es auch noch...
Nicht immer davon ausgehen, dass alle Beamten vom Amtsarzt für
dienstunfähig erklärt werden wollen.
Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

Auch die hat er m.E. nicht. Mit den entsprechenden Gutachten der eigenen Fachärzte und ggf. mit Rechtsmitteln wird man seine Zurruhesetzung sicher vermeiden können. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich ein Amtsarzt dienstunfähig schreib, wenn ich quicklebendig und hochmotiviert vor ihm sitze, nur weil er meine Nase nicht leiden kann.

Ansonsten sollte man auch für sich selbst klären, was man will und in welcher Situation man steckt. Das kann natürlich mit finanziellen Einbußen zusammengehen, aber es kann ja auch nicht der Anspruch sein bei vollen Bezügen, kerngesund, dauerhaft Zuhause zu sitzen. Schön wär's natürlich.
Telekom-BRS
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekom-BRS »

der Amtsarzt schreibt keine dienstunfähig - der Dienstherr schreibt
wenn schon einen dienstunfähig auf der Grundlage des Gutachten.
Und wenn dann der Dienstherr der Meinung ist und eine Dienstunfähigkeit
vermutet, kann nach § 44 Abs. 1 Satz 1 auf Grund dieser Vermutung
die Zurruhesetzung veranlasst werden.

Es ist doch ganz einfach, wenn einer eine Fahrzeitbeschränkung von
60 Min. für eine Wegestrecke hat und der Dienstherr gibt an, dass er
in diesem Radius keinen Arbeitsplatz findet und seine Suchpflicht
erfüllt hat, dann kommt die Zurruhesetzung auf Grund der Vermutung
der Dienstunfähigkeit.

Und da kannst du quicklebend und hochmotiviert vor dem Amtsarzt
auftreten und die "Wände hochkrabbeln".
Telekommi
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekommi »

Ist "ES" wieder da?
Siggi09
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Siggi09 »

Telekom-BRS hat geschrieben: 06.07.2018 17:09 Es ist doch ganz einfach, wenn einer eine Fahrzeitbeschränkung von
60 Min. für eine Wegestrecke hat und der Dienstherr gibt an, dass er
in diesem Radius keinen Arbeitsplatz findet und seine Suchpflicht
erfüllt hat, dann kommt die Zurruhesetzung auf Grund der Vermutung
der Dienstunfähigkeit.
Eine Fahrzeitbeschränkung fällt nicht vom Himmel. Wenn ich selbst der
Meinung bin, dass eine weite Anreise oder doppelte Haushaltsführung
für mich unzumutbar ist und dies ärztlich bescheinigt wird, dann muss
ich mich schon darauf einstellen, dass es zwei Möglichkeiten gibt. Und
eine davon wird wohl sein, dass man Zuhause bleibt - mit allen
Konsequenzen (DDU). Wenn ich arbeiten will (muss), dann muss ich mir
überlegen, ob es gesundheitlich machbar ist und wenn, dann kann ich
mir eben keine Fahrzeitbeschränkung attestieren lassen. Wie gesagt, bei
vollen Bezügen dauerhaft Zuhause sitzen bleiben zu dürfen kann ja wohl
nicht ernsthaft erwartet werden.

Deshalb verstehe ich auch nicht, warum DDU als Bedrohung empfunden
wird. Es ist doch eher Erlösung.

Warum ich jetzt vor dem Amtsarzt und dessen Macht Angst haben soll
habe ich allerdings immer noch nicht verstanden.
Telekom-BRS
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Re: ER abgelehnt bei drohender DDU

Beitrag von Telekom-BRS »

dibedupp hat geschrieben: 06.07.2018 17:22
Telekom-BRS hat geschrieben: 06.07.2018 17:09 der Amtsarzt schreibt keine dienstunfähig ...
Telekom-BRS hat geschrieben: 05.07.2018 15:08 der Amtsarzt hat die "Macht", dass er Dich nach der Untersuchung
für dienstunfähig erklärt.
.....
Was dnn nun? Mal hü mal hot?
Erstens kann der Amtsarzt in seinem Gutachten einen für dienstunfähig
erklären, wenn er der Meinung ist - das steht auch so schwarz auf
weiß in seinem Gutachten.
Zweitens hat der Hinweis der Dienstunfähigkeit von einem Amtsarzt
in einem Gutachten nichts damit zu tun, dass der Dienstherr wirklich
einen für dienstunfähig erklärt - das sollten doch die Leute auch
wissen, die hier aus dem Personalbereich kommen - gilt für dibedupp.

Drittens würde ich gerne mal wissen, was eine Fahrzeitbeschränkung
mit einer Dienst(un)fähigkeit zu tun hat. Leuchtet mir leider nicht ein.
Bleibt aber wohl das Geheimnis von Siggi009 und dibedupp.
Und viertens fällt eine Fahrzeitbeschränkung nicht so vom Himmel und
der Beamte sucht sich mal gerade ein Leiden aus, damit er vom Dienstherrn
ein wenig "gegängelt" werden kann.

Das ist aber das typische Verhaltensmuster von Einigen hier. Wenn ich
krank werde, bin ich selber schuld !!!
Und wenn dann der Dienstherr wieder mal Standort schließt und die
Leute wieder mal nach der Landverschickung zu anderen weit entfernten
Standorten zugewiesen werden, obwohl an näheren Standorten nachgewiesener
Weise Arbeitsplätze frei sind, dann ist das auch der Beamte selber schuld.
Das ist doch das gesamte Geschäftsmodell der VCS - leider bzw. gut, dass
es kläglich gescheitet ist und die Deutsche Telekom massenhaft Angestellte
wieder zurücknehmen musste und viele Beamte wieder in den Schoß der
Muttergesellschaft zurück gefallen sind.

Diese Dienstherren-Versteher lernen es erst, wenn Sie selber mal in einer
solchen Situation sind, dann auch mit Familie oder ggf. krank. Das sind
aber dann die Gleichen, die am Meisten hier rumjammern, wie schlimm
sie es doch getroffen haben !