aus: http://blog.myenigma.com/2013/11/20/2/Edward Snowden und das Briefgeheimnis
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Doch für den Grossteil der Amerikaner ist die Schnüffelei der NSA auch im ‘befreundeten’ Ausland kein Skandal, sondern Kerngeschäft dieses Geheimdiensts. Ihre Sorge gilt nämlich fast ausschliesslich der Frage, ob der verfassungsmässige Schutz ihrer Privatsphäre respektiert wird.
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In demokratischen Staaten ist der Schutz des Postverkehrs ein Grundrecht. Artikel 13 der Schweizer Bundesverfassung lautet beispielsweise: Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs.
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Das Briefgeheimnis ist ein Grundrecht
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um Briefumschläge diskret zu öffnen, braucht es heute bloss etwas profundere Informatikkenntnis, um E-Mails auszuspähen und Spuren werden dabei keine hinterlassen. Solcherlei fällt den Suchalgorithmen der Geheimdienst-Supercomputer leicht.
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Einmal in diesen Prozess eingespiesen, werden die Hintergründe der Korrespondenzteilnehmer abgeklärt und ebenfalls erfasst.
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«Was ich als rechtschaffene Bürgerin oder eben aufrechter Bürger den ganzen Tag tue und lasse, geht niemanden etwas an.»
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Klar sind solche Verschlüsselungen nicht unknackbar, aber sie beschäftigen selbst Supercomputer während Monaten, wenn nicht gar Jahren und verhindern damit eine kursive Überwachung.
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Sollte also in nächster Zukunft eine Anfrage aus dem Bekanntenkreis ... eintreffen, die einen verschlüsselten SMS- oder E-Mail-Verkehr wünscht, so hat die Kollegin ... nichts zu verbergen, sondern macht einfach von einem verfassungsmässig geschützten Grundrecht Gebrauch.
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Suche mir nun einen neuen Messenger