Verbeamtung Amtsarzt

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BoomGirl
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Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von BoomGirl » 02.12.2018 21:06

Hallo,
nach dem Referendariat folgt momentan in Sachsen-Anhalt die Verbeamtung auf Probe. Dafür wird natürlich die amtsärztliche Untersuchung benötigt.
Nun zu meiner Frage: Ich bin zu 60% schwerbehindert und leide in Folge dieser Schwerbehinderung an einer Skoliose. Des Weiteren leide ich an Asthma (allergisch).
Ich gehe jedoch regelmäßig zur Physiotherapie (1-2x wöchentlich) und bin bezüglich des Asthmas gut eingestellt.
Meine behandelnde Ärzte sehen für die Verbeamtung keinerlei Probleme.

Wie schätzt ihr die Chancen einer Verbeamtung ein?

Folgt nach der Verbeamtung auf Probe dann nach der dreijährigen Frist nochmals eine amtsärztliche Untersuchung?

Vielen Dank für eure Hilfe :)

connigra
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Re: Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von connigra » 03.12.2018 17:50

Hallo Boomgirl,

pauschal und allgemein gültig werden Sie hierfür keine Auskunft erhalten können. Es kommt in Ihrem Fall immer auf die Amtsärztin und deren Einschätzung an.
Kollegen meiner Kids bekamen in meinen Augen wegen "peanuts" Dingen von der Ärztin im Gesundheitsamt gesagt: Sorry, nicht als Beamter geeignet, und sie hätten ja die Möglichkeit im Angestelltenverhältnis Karriere zu machen. Sie selbst wäre letztendlich auch Angestellte.

Tolle Ansage - man ist da schon etwas der Willkür ausgeliefert. Letztendlich bleibt beim negativen Bescheid immer noch der Klageweg.

Meine eigene Erfahrung - offen gestanden in einem anderen Zeitalter - also um die 1982, 83 herum. Mein Beamtenstatus wurde weitere Jahre auf Eis gelegt, ich blieb während dieser Zeit im Angestelltenverhältnis. Ich sollte in der Folgezeit beweisen, dass ich trotz meiner Erkrankung nicht mehr dienstunfähig sein würde wie andere, vermeintlich gesunde Kollegen. Mit meiner damaligen Erkrankung, hätte ich problemlos ständig einen gelben Schein bekommen, deshalb wollte das Amt sehen, ob ich trotz dieser Behinderung dienstfähig wäre.
Sie werden es auf sich zukommen lassen müssen.
Und immer schön dran denken, manchmal ist weniger oft mehr, wenn es um das Mitteilungsbedürfnis bei der Untersuchung geht.Alles Gute

BoomGirl
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Re: Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von BoomGirl » 03.12.2018 23:26

Vielen Dank für die Antwort!

Deine letzte Aussage zum Mitteilungsbedürfnis bei der Untersuchung irritiert mich jedoch. Ich bin doch beim Ausfüllen des Fragebogens verpflichtet solche chronischen Erkrankungen wie Asthma anzugeben oder nicht?

Dazu kommt ein Knoten am Kiefer, der schon seit mehreren Jahren regelmäßig vom HNO Arzt kontrolliert wird, es jedoch keinen eindeutigen Befund (nur Vermutungen verkalkter Lymphknoten) gibt. Diesen müsste ich im Fragebogen vermutlich nicht angeben oder?

connigra
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Re: Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von connigra » 04.12.2018 20:48

Hallo BoomGirl;

Chronische Erkrankungen die dokumentiert sind muss man natürlich angeben - das könnte sonst zu einem unangenehmen Bumerang führen.
Aber man muss ja nicht alles schwarz malen. Ich kann Asthma haben, die Erkrankung gut im Griff haben und alles ist ok. Genauso kann ich aber auch beim Arzt lamentieren: O je, o je .... und immer im Frühjahr gehts mir ja ganz, ganz schlecht.... - das meine ich damit.
Weniger ist halt manchmal mehr.
Interessiert der Knoten am Kiefer, der eventuell einfach mal ein geschwollener Lymphknoten war wirklich jemandem? macht er Beschwerden? Also, wenn nicht - dann vergessen wir den mal lieber.....!
Wobei ich halt mit der Skoliose schon Bedenken habe - hast du die im Griff? Da werden sicher Nachfragen bei den behandelnden Ärzten kommen.

Heute habe ich mich noch wegen deiner Geschichte mit meinen Kids unterhalten. Meine Tochter hat folgendes erzählt: in Ihrem Studienjahrgang war eine Kollegin, die wegen psychischen Problemen einen 3 monatigen Aufenthalt in der Psychiatrie hatte. Der Stress vom Studium hat sie fertig gemacht. Trotzdem hat sie nun eine Planstelle und ist ganz normale Lehrerin.
Frag mich wie das ging - ergo alles ist möglich......! v.g.

BoomGirl
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Re: Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von BoomGirl » 05.12.2018 00:44

Liebe Connigra,
vielen Dank für deine nette Antwort !

Natürlich werde ich dem Amtsarzt gegenüber so wenig wie möglich schwarz malen und werde dazu noch Bestätigungen meiner Fachärzte mitbringen, die alle keine Bedenken zur Ausführung des Lehrerberufs haben.
Der Knoten macht keine Beschwerden, wird jedoch einmal im Jahr kontrolliert, da er bei Größenzunahme routinemäßig lieber entfernt werden sollte.

Die Skoliose steht in Verbindung mit meiner Schwerbehinderung bzw. ist eine Begleiterscheinung, die ich jedoch dank Physiotherapie gut im Griff habe.

LG

connigra
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Re: Verbeamtung Amtsarzt

Beitrag von connigra » 05.12.2018 22:07

Hei Boom Girl,

die 2. Frage habe ich erst jetzt gelesen, ob nach der Verbeamtung auf Probe nochmals eine Untersuchung erfolgt?
Ä wieso 3 Jahre ? Eventuell ist es bei uns anders - wir sind halt Bayern.
Meine Kids mussten vor dem Ref. zum Amtsarzt (Gesundheitsamt). Dann 2 Jahre Ref, denke Beamter auf Widerruf waren sie da, dann kam die Planstelle - Beamter auf Probe also. Nach weiteren 2 Jahren werden sie dann Lebzeitbeamter, meine Tochter wird es wegen ihren Noten im REF jetzt bereits nach 1 1/2 Jahren, der Sohn ganz normal nach 2 Jahren.
Ich kann jetzt nur für meine Tochter sprechen, die also nun zeitnah ihren Lebzeitbeamten bekommt. Sie musste nicht nochmals zum Arzt.
Ich drück Ihnen die Daumen, dass alles glatt läuft.

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