"Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

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Kreidehose
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"Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Kreidehose » 24.02.2019 19:40

Liebe Kollegen und Mitleser,

Ich bin erst seit ca. einem Jahr als volltätige Lehrkraft an einem Gymnasium aktiv. Während des Referendariats habe ich mich lediglich privat krankenversichert (bei dem bekanntesten Unternehmen mit "D").

Der Alltag nimmt einen als Berufsanfänger doch sehr mit. Daher bin ich nicht wirklich dazu gekommen, mich um eine Versicherung bzgl. einer Dienstunfähigkeit zu kümmern. Einige Kollegen behaupten, dass diese Versicherung "Quatsch" sei. Das Geld, was man einbezahlt, könne man auch selber beiseite legen. Die Rechnung geht denke ich jedoch nur dann auf, wenn man nicht bzw. sehr spät erst dienstunfähig wird (bzw. als solches vom Amtsarzt deklariert wird).

Die ganzen Vergleiche und das Lesen und Verstehen von Kleingedruckten ist doch sehr mühselig, weshalb ich überlege, einen Vermittler zu "beauftragen".

Meine Frage: Habt ihr Erfahrungen mit Vermittlern solcher Versicherungen gemacht? Ich weiß, dass einer hier im Forum bereits angemeldet ist. Ich würde jedoch gerne Erfahrungen und Empfehlungen von Kunden hören wollen.

Viele Grüße

Dienstunfall_L
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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Dienstunfall_L » 24.02.2019 21:46

Ich hatte keine private Absicherung, als ich durch Dienstunfall dienstunfähig wurde.
Was ich gelernt habe ist, dass nach einer privaten Haftpflicht die nächst wichtige Versicherung die Rechtsschutzversicherung zu sein scheint. (Bestimmte Bereiche decken bestimmte Mitgliedschaften ab, beruflichen Rechtsschutz zum Beispiel die Gewerkschaft.)

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Baumschubser
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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Baumschubser » 25.02.2019 09:51

Es gibt kaum noch richtige DU-Versicherungen, die wirklich ohne viele Bedingungen zahlen. Und wenn du eine gefunden hast, ist sie schlichtweg richtig teuer. Das Risiko für die Versicherer ist viel zu hoch, als dass du sowas billig angeboten bekommst. Schließlich wollen die am Ende Geld verdienen und nicht dir was auszahlen. Wir haben sowas für meinen Sohn gesucht und das ganze Unterfangen abgeblasen. Ich selbst hab sowas auch nicht und werde auch so überleben.

Torquemada
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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Torquemada » 25.02.2019 13:57

Baumschubser hat geschrieben:
25.02.2019 09:51
Wir haben sowas für meinen Sohn gesucht und das ganze Unterfangen abgeblasen. Ich selbst hab sowas auch nicht und werde auch so überleben.
Hängt ja auch davon ab, dass dein Sohn eben Risiken im Beruf hat. Für Lehrer lohnt das eigentlich immer.

Kreidehose
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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Kreidehose » 25.02.2019 17:32

Baumschubser hat geschrieben:
25.02.2019 09:51
Es gibt kaum noch richtige DU-Versicherungen, die wirklich ohne viele Bedingungen zahlen. Und wenn du eine gefunden hast, ist sie schlichtweg richtig teuer. Das Risiko für die Versicherer ist viel zu hoch, als dass du sowas billig angeboten bekommst. Schließlich wollen die am Ende Geld verdienen und nicht dir was auszahlen. Wir haben sowas für meinen Sohn gesucht und das ganze Unterfangen abgeblasen. Ich selbst hab sowas auch nicht und werde auch so überleben.
Genau das ist es ja, was mich davon abhält etwas abzuschließen und ich mich fragen, ob ein "Vermittler", mir eben eine Versicherung raussucht, die mir (im Fall der Fälle) wirklich etwas bringt. Selbst wenn diese 80€/Monat kostet, wäre dies bei einer Dienstunfähigkeit, wenn die Versicherung dann bspw. mit 1200€ monatlich greift, ja durchaus eine schöne "Sicherheit".

Dienstunfall_L hat geschrieben:
24.02.2019 21:46
Ich hatte keine private Absicherung, als ich durch Dienstunfall dienstunfähig wurde.
Was ich gelernt habe ist, dass nach einer privaten Haftpflicht die nächst wichtige Versicherung die Rechtsschutzversicherung zu sein scheint. (Bestimmte Bereiche decken bestimmte Mitgliedschaften ab, beruflichen Rechtsschutz zum Beispiel die Gewerkschaft.)
In deinem Fall, hätte dir also eine DU-Versicherung nichts gebracht?

In Bezug auf eine Rechtsschutzversicherung: Inwiefern ist es denn als Beamter sinnvoll eher einer Gewerkschaft beizutreten als bspw. über die HUK eine Privat-, Berufs- und Verkehrsunfallversicherung abzuschließen? Hier wären ja deutlich mehr "Bereiche" (auch der Private) abgedeckt.

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Baumschubser
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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Baumschubser » 25.02.2019 17:43

Weil nur in der Gewerkschaft auch Vorsatzdelikte mit abgesichert sind.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler

Beitrag von Dienstunfall_L » 25.02.2019 21:46

In deinem Fall, hätte dir also eine DU-Versicherung nichts gebracht?
Lässt sich schwer sagen. Jedenfalls hatte ich früher, als ich mal überlegt habe eine abzuschließen, die Vorstellung, dass solch eine Versicherung dann auch zahlt bis ans Ende. Dass dem gar nicht so ist, erfuhr ich nach meinem Unfall durch andere Verunfallte. Achte mal auf den Aspekt, wenn du dich erkundigst: Wie lange leistet die Versicherung?
Vielleicht liege ich nicht richtig.
Als mein Unfall passierte, stand ich eben nicht am Anfang des Berufslebens und wenn die Infos von mir richtig verstanden wurden, hätte eine Vers. nicht mehr so viele Jahre leisten müssen.

Ich bekomme von Menschen mit privaten Versicherungen und Unfällen mit, dass sie oft Probleme bekommen bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche. Es ist eine Zusatzbelastung, wenn man dann auch noch darum kämpfen muss.
Menschen mit mehreren privaten Versicherungen raten, sich eine RSV bei einem Anbieter zu suchen, der von den anderen Versicherungen unabhängig ist. (Aber wer weiß schon, wer in 20 Jahren von wem aufgekauft wurde oder mit wem fusioniert hat ...? 100%ig planbar ist da gar nichts.)

Ich würde ein unabhängiges Versicherungsbüro aufsuchen, bei dem ich mich beraten lassen würde.
Das Gespräch verpflichtet zu nichts und du kannst dir ja auch vornehmen, nach dem Gespräch wirklich nichts zu unterschreiben, wenn du dich *gefährdet* siehst.
Für die von dir nachgefragte Versicherung gibt es einige Gesundheitsfragen, bei deren Beantwortung man unbedingt sehr sorgfältig sein sollte. So einen Vertrag unterschreibt man daher vermutlich sowieso nicht direkt nach einem Beratungsgespräch.

LG

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von connigra » 25.02.2019 22:00

Hallo zusammen,

meine Kinder (beide Lehrer) sind im Lehrerverband.
Klasse was diese Mitgliedschaft bei einer geringen jährlichen Gebühr alles beinhaltet. Wir konnten einige andere Versicherungen kündigen.
Sogar eine Bauherrenhaftpflichtversicherung war eingeschlossen. Beim Autokauf konnten wir auch profitieren. Also dieser Verband ist jede Mark wert.
Aber eine BUZ ist hier halt nicht drin.:-)

BUZ : meine Tochter zahlt für 1000 € monatlich 40 €.( glaube da war sie 23 oder 24 Jahre alt) Der Schwiegersohn, hat diese erst mit circa 27oder 28 Jahren abgeschlossen zahlte dann schon einen höheren Beitrag.
Wenn ich denke, dass sie als Berufsanfängerin die ersten 5 Jahre keinen Cent bei Krankheit erhalten hätte, erübrigt sich jede Überlegung.
Auch heute, da sie momentan nur die Mindestpension im Krankheitsfall erhalten würde, lassen sie die zusätzlichen 1000 € beruhigt schlafen.
Was sind schon 40 € im Monat - ein gutes Essen. Lieber darauf verzichten und abgesichert sein.
Ich selbst wurde mit 30 Jahren frühpenioniert und habe 25 Jahre meine BUZ genossen - jede Mark damals war klasse investiert. Ich hatte dadurch keine finanzielle Nachteile all die Jahre.
Meine Versicherung lief bis zum 55. LJahr.Dann bekam ich noch eine einmalige Abfindung, da ich meine BUZ mit einer Lebensversicherung gekoppelt hatte.
Manche Versicherungen enden erst mit dem 60 LJ. Bis zum Lebensende gibt es meines Wissens keine BUZ.
Jeder muss selbst entscheiden, ob er Risikobereit ist oder die Sicherheit wählt.
Ich persönlich würde keinen Vermittler einschalten. Wir haben uns damals selbst informiert.
Wenn du einen einschaltest, lass dir Angebote geben und vergleiche aber selbst auch nochmals.
Wichtig bei dir, dass du die Dienstunfähigkeitsklausel drin hast.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Torquemada » 26.02.2019 07:02

connigra hat geschrieben:
25.02.2019 22:00

Wichtig bei dir, dass du die Dienstunfähigkeitsklausel drin hast.
Die heute quasi nicht mehr angeboten wird. Aber auch bei einer "normalen" BU zaht die Versicherung bei nachgewiesenen Erkrankungen. Ist halt lässtig, dass alle paar Jahre wieder überprüfen zu lassen. Stichwort wäre Lehrer mit psychischen Erkrankungen.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von connigra » 26.02.2019 15:31

@Torquemado:
Szenario: der Lehrer leidet an chronischer Stimmbandentzündung. Ergo kann er seine Lehrtätigkeit nicht mehr ausüben - sehr wohl aber in der Verwaltung arbeiten. (Stundenpläne erstellen usw.) Ob da eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen würde? Eine Dienstunfähigkeitsversicherung auf jeden Fall.
Als meine Kids diese DU abschlossen, wies jeder Makler auf die das MUSS der DU hin um abgesichert zu sein.
Das diese nicht mehr angeboten werden sollte - wäre für mich ganz neu.
hierzu ein Hinweis auch vom Finanztipp/b] vom 31.12.2018
Das Wichtigste in Kürze
Ob ein Beamter dienstunfähig ist, entscheidet sein Arbeitgeber. Das heißt aber nicht, dass er aus Sicht einer Versicherung als berufsunfähig gilt.
Deshalb sollten Beamte in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung eindeutig regeln, dass der Anbieter zahlt, sobald sie als dienstunfähig eingestuft sind.
Dafür gibt es die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Diese macht den Vertrag teurer, gibt aber Rechtssicherheit.
Beamte auf Lebenszeit erhalten bei Dienstunfähigkeit ein Ruhegehalt vom Staat. Dieses gibt es allerdings erst nach fünf Jahren Dienstzeit.
Vor allem für junge Staatsdiener ist daher eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig.v.g.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Baumschubser » 26.02.2019 18:08

DU-Versicherungen gibt es natürlich weiterhin. Was oben gemeint war, sind die Verweisungsklauseln. Und die sind heute enger gestrickt als vor vielleicht 20 Jahren.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 26.02.2019 23:40

Ich halte die DU-Versicherung lediglich für die ersten 5 Jahre ohne Anspruch auf Mindestversorgung für sinnvoll. Dann aber sollte sie nicht nur über lächerliche 1200 Euro abgeschlossen werden, denn diese Rente ist auch noch zu versteuern und die PKV möchte davon auch noch bezahlt werden. Dynamische Anpassung der Rente im Leistungsfall ist zwingend.

Würdest du dieses Jahr einen Versicherungsfall erleben, müssten von den 1200 Euro 78% versteuert werden, nächstes Jahr sind es 80%. Dies sollte auf jeden Fall mit eingeplant werden bei Betrachtung der Rentenhöhe.

Erwähnenswert ist, dass der Dienstherr in den ersten 5 Jahren auch ein Unterhaltsbeitrag leisten kann, bis zur Höhe des Ruhegehalts. (§15 BeamtVG). Das vergessen Versicherungsverkäufer gerne zu erwähnen. Es ist unwahr, dass es in den ersten 5 Jahren grundsätzlich gar nichts gibt. Da hier jedoch bei der Bemessung des U-Beitrags die Verhältnisse des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, dürfte bei einer abgeschlossenen BU die Ansprüche auf U-Beitrag verwirkt sein.

Habe ich einen Anspruch auf die Mindestversorgung würde ich das ganz abhängig machen von der eigenen Situation bzw. der Lebensplanung. Die Versorgungslücke bei Lehrern mag zwar relativ groß sein, aber nicht jeder hat die gleichen Verpflichtungen finanzieller Art. Muss z.B. Wohneigentum bezahlt werden und 3 Kinder möchten studieren, ist es eine andere Situation als für den nur für sich verantwortliche, ewige Single, der in der geerbten Wohnung wohnt.

Im übrigen gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Gerne werden hier irgendwelche Horrorszenarien gemalt, die mit den Ängsten der zu versichernden spielt. Eine DU-Versicherung "erleichtert" aber die Entscheidung, die Zwangspensionierung hinzunehmen.

Lehrer gelten wohl als Hochrisikogruppe, was den Beitrag nochmals verteuert.

Zum Leistungsende hat ja connigra schon etwas geschrieben. Spätestens bei Erreichen des Regelpensionsalters -eher früher- ist Schluss mit der Zahlung. Dann ist die Lücke eh da, die man dann, den Versicherungsverkäufern nach, auch noch absichern muss. Gezillmerte, verbundene Versicherungen sind der feuchte Traum eines jeden Versicherungsverkäufers.

Von Rechtschutzversicherungen halte ich persönlich, ausgenommen einer Verkehrsrechtschutzversicherung, nichts. Die Rechtschutzversicherungsrichtlinien der Gewerkschaften sind sehr "speziell". Im Falle eines Falles kann es sehr wohl sein, dass man da auf einmal doch ohne Rechtschutz da steht. Eine RSV macht es auch nicht leichter, zahlungsunwillige BU-Versicherer zur Zahlung zu bewegen, denn da werden dann die Verfahren in die Länge gezogen.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Torquemada » 27.02.2019 08:52

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:
26.02.2019 23:40
I

Würdest du dieses Jahr einen Versicherungsfall erleben, müssten von den 1200 Euro 78% versteuert werden, nächstes Jahr sind es 80%.
Wie kommst du darauf? Es handelt sich um eine abgekürzte Leibrente, deren zu versteuernder Ertragsanteil von der realen Restbezugszeit abhängt.

https://dejure.org/gesetze/EStDV/55.html

Zahlt die Versicherung z.B. einem 40-jährigen für 23 Jahre die Rente, sind 24 Prozent der Ertragsanteil.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 27.02.2019 12:53

Die BU wird nur dann im Ertragsanteil besteuert, wenn es sich um eine reine BU handelt und diese nicht mit einer anderen Altersvorsorge-Versicherung gekoppelt ist.

Es gibt BU-Renten, die Schicht 1 zuzuordnen sind. Hier sind die Beiträge während der Einzahlungsphase steuerfrei gestellt. Diese sind so zu versteuern, wie ich geschrieben habe. Riester-,Rürup-,Lebensversicherungen sind bei diesen BU-Versicherungen kombiniert.

Die BU-Renten der Schicht 3 werden als bedingte Leibrenten besteuert. Besteuert wird auf jeden Fall. In der Schicht 3 doppelt, da die Beitragszahlung aus dem Nettolohn geleistet wird.

Vor Abschluss sollte man sich auf jeden Fall klar darüber sein, dass die Summe brutto ist.

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Re: "Junglehrer" überfordert bzgl. Versicherungen: Wer hat Erfahrungen mit Vermittler?

Beitrag von Torquemada » 27.02.2019 15:52

Sinnvoll ist eine reine BU/DU-Versicherung, die höchstens aus versicherungstechnischer Sicht eine Koppelung an eine reine Risikolebensversicherung hat. Diese sind zu versteuern, wie ich beschrieben habe.

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