Reha

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tommek
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Re: Reha

Beitrag von tommek » 07.08.2018 14:48

OliverNikel hat geschrieben:
06.08.2018 16:52
Hallo freshair,
siehe mal aus deinem Link folgenden Hinweis:
Bei medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung hat die versicherte Person Anspruch auf Behandlung in
zugelassenen Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nach Maßgabe von Abschnitt D. des Tarifs BT.

Medizinisch notwendig ist eine stationäre Reha, wenn der behandelnde Arzt eine Verordnung ausstellt. Solle die
Krankenkasse oder die Beihilfe nicht nachvollziehbare Gründe dagegen haben, wir eine Reha in der Regel immer
genehmigt.

Hast Du denn schon mal eine Reha gemacht und Zahlungen von 1000 - 1600 € gehabt. Ich kenne keinen der solche
Zahlungen aufbringen musste. Analog den Gesetzlichen gibt es bei einigen Privaten eine Selbstbeteiligung von
10 € pro Tag - aber bei den meisten Privaten ist das anders geregelt oder über eine Zusatzversicherung mit geringem
Beitrag gedeckelt. Eine solche Zusatzversicherung kommt auch für andere Fälle von Zuzahlungen auf, also nicht
eigens für eine Reha.
eine halbwegs gute REHA Einrichtung hat einen Tagessatz von 140 Euro für Zimmer und Vollpension. Dazu kommen Therapien und Arztrechnungen.
Die Beihilfe zahlt von (keine Vereinbarung mt SozVersTräger) von 120 Euro die hälfte, also 60 Euro. Die PKV zahlt nichts für Unterkunft, aber durch den Zusatztarif gibt es 20 Euro am Tag. Also insgesamt 60 + 20 = 80 Euro am Tag, Zuzahlung 60 Euro am Tag.. mal 21 Tage.. und du hast deine 1200 Euro Zuzahlung. Ganz übel wird es bei Pauschalabrechnungen.. denn hier zahlt z.B. meine PKV nur 20 Euro am Tag für ALLES, also Unterkunft und sämtliche Therapien und Arztrechnungen.. auch wenn diese gesondert in Rechnung gestellt werden.

Ich war in einer Johanniter REHA Klinik, hatte 80 Euro am Tag.. 40 Euro Beihilfe und 20 Versicherung = 60 Euro und somit 20 Euro Zuzahlung für jeden Tag.. Wohlgemerkt als Privatpatient.. die Zimmer waren "sehr einfach" und das Essen "man wurde satt".. Die maximale Zuzahlung der GKV Kollegen waren in 4 Wochen 10 Euro am Tag. Ich zahlte 20 Euro amt Tag, gleiche Unterkunft, Essen, Sozialleistungen.. Vorteil.. Privat versichert.. .. sprich .. vorteil Chefarztvisite und nur 30 Minuten warten.. Thats it... Die chefarztbehandlung wurde natürlich separat in Rechnung gestellt..

Daher sollte man auf die Versicherungsbedingungen schauen..

AndyO
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Re: Reha

Beitrag von AndyO » 07.08.2018 14:59

freshair hat geschrieben:
06.08.2018 13:11
...also auf jeden Fall vorher mit der PKV abklären, um "finanzielle Überraschungen" zu vermeiden...
Die kommen so oder so. Ein Urlaub in einer Kureinrichtung in Spanien wäre günstiger, mit Atemwege auch effektiver, dafür wird man aber nicht krank geschrieben. Geschweige denn, man erhält einen Zuschuss. Das Ganze ist darauf angelegt, den Patienten mitzahlen zu lassen. Die Zuzahlungshöhen der letzten Beiträge zeigen die Richtung. Rumfeilschen bringt da eh nix. Da will ich lieber einen geilen Kurort.

freshair
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Re: Reha

Beitrag von freshair » 08.08.2018 08:28

...wie hier schon mehrfach geschrieben....Post und Bahn sind Sonderfälle...der "normale" Beamte zahlt mit seiner normalen PKV drauf...und das erheblich...

...im übrigen "genehmigen" die PKV´s keine Reha´s sondern nur die Beihilfestellen nach positiven Gutachten des Amtsarztes...

...ich hatte im letzten Jahr ein solches Gutachten und die Genehmigung der Beihilfestelle, habe die Reha aber nicht angetreten, weil ich nach Rücksprache mit meiner PKV feststellen musste, dass mich die drei Wochen über 1000 € Zuzahlung gekostet hätten...

...habe mir dann in diesem Jahr eine ambulante Kur verschreiben lassen...diese "kostet" in dem gleichen Kurort an der Nordseeküste Null Zuzahlung, wobei ich dann eine selbst ausgesuchte schöne und komplett eingerichtete 60m² Ferienwohung in Strandnähe habe...während ich meine Anwendungen mache (Menge und Zeitpunkt nach Verschreibung durch Kurarzt selbst gemanagt), macht meine mitgereiste Ehefrau kostenlos Urlaub...
Gruß aus Bochum

freshair
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Re: Reha

Beitrag von freshair » 08.08.2018 10:13

1. Verschreibung der ambulanten Bäderkur durch Hausarzt/Facharzt
2. Antragstellung Beihile (diese beauftragt den Amtsarzt)
3. positives Gutachten des Amtsarztes
4. Genehmigungsbescheid der Beihilfestelle
5. Kurort und Unterkunft aussuchen
6. Terrmin Bäderarzt, der dann VO ausstellt über Anwendungen (z.B. Krankengymnastik, Massagen...)
7. Termine z.B beim ansässigen Physiotherapeuten organisieren und Termine wahrnehmen
8. Freizeit genießen und Urlaub machen....

Alle ärztlichen Behandlungen und Verschreibungen sind durch Beihilfe/PKV gedeckt und werden ganz normal abgerechnet.

Die Beihilfe in NRW zahlt für Unterkunfts u. Verpflegungskosten einen Zuschuss von 60€ für bis zu 23 Tage (inkl. Anreise u. Abreise) und zwar unabhängig von Nachweisen. GGfls. zahlt die PKV auch noch 20 €/Tag. Wie das im Bund oder den anderen Bundesländers geregelt ist, muss man nachschauen.

Mit 60€/Tag bekommst du ausserhalb der Saison sehr gute Ferienwohnungen und wenn du eine preiswerte mit 40 €/Tag nimmst, hast du auch noch was für die Verpflegung. Also drei Wochen zusätzlichen "Urlaub" für wenig Geld. Und deine Frau/Freundin kannst du auch mitnehmen...
Gruß aus Bochum

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Re: Reha

Beitrag von 123sizilien » 22.10.2018 17:00

Ich habe es im letzten Jahr nun "durchgezogen".Habe für 4 Wochen Reha knapp 2000€ zubezahlt. Es war aber sinnvoll.
Es ist nur sehr deprimierend, dass andere Staatsbedienstete z.B. Soldaten, Beamte Telekom ect. bis auf den Eigenanteil von 10€ alles erstattet bekommen.

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Re: Reha

Beitrag von frank_nrw » 26.11.2018 11:40

Das kann ich auch nur bestätigen.. Will man keine böse Überraschung haben und ist kein Beamter im h.D. sondern krebst im mittleren Dienst rum, muss man sich echt monate vorher auf die Suche nach was leistbarem machen..

Die PKV Verträge sind zumeist nur wenig hilfreich und Beihilfe .. naja.. kommt auf Dienstherrn an..

Eine ambulante Kur mit den 60 Euro am Tag ist ne Sache, die man zahlen kann..

Ansonsten echt schwierig..

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Re: Reha

Beitrag von connigra » 26.11.2018 20:45

Bow, da schlägt es 13!!! Ehe ich 2000 € für eine Reha zuzahle, suche ich mir zugelassene Klinik für mein Krankheitsbild und mache einen stationären Krankenhausaufenthalt.
Ich war früher in verschiedenen derartigen Häusern - gemischte Anstalten nannte man das wohl, dort kamen Patienten zur Reha oder eben,so wie ich, zum stationäre Aufenthalt.
Ganz spontan fällt mir da Rheuma Zentrum Bad Abbach oder Baden Baden ein.
In diesen Einrichtungen wurde ich auch operiert.
Der einzige "Nachteil" gegenüber den Reha Teilnehmern: ich musste um 20 Uhr im Haus sein, die von der Reha durften bis 22 Uhr tanzen. Mich tangierte das weniger, da meine Priorität auf der medizinischen Behandlung lag und weniger mein Vergnügen im Vordergrund stand.

AndyO
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Re: Reha

Beitrag von AndyO » 27.11.2018 14:54

123sizilien hat geschrieben:
22.10.2018 17:00
Ich habe es im letzten Jahr nun "durchgezogen".Habe für 4 Wochen Reha knapp 2000€ zubezahlt. Es war aber sinnvoll.
Es ist nur sehr deprimierend, dass andere Staatsbedienstete z.B. Soldaten, Beamte Telekom ect. bis auf den Eigenanteil von 10€ alles erstattet bekommen.
Wo hast en das mit der Telekom her? Die Postbeamtenkrankennkasse gehört wohl eher zu den Geizhälsen! Ich war wegen Nebendiagnose Atemwege in Kur (nach Aufwand, nicht Tagessatz) und die haben sich geweigert, Inhalationen zu erstatten... Damals hatte ich die HUK als Beihilfe. Die haben gezahlt…
Und ja, wenn du ein Haus mit pauschalem Tagestarif nimmst, dann kannst du mit einer pauschalen Zuzahlung davon kommen. Nur waren die Kurorte mit diesen Sätzen halt vom Standort nicht die erste Wahl...

Torquemada
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Re: Reha

Beitrag von Torquemada » 27.11.2018 17:04

AndyO hat geschrieben:
27.11.2018 14:54


Wo hast en das mit der Telekom her? Die Postbeamtenkrankennkasse gehört wohl eher zu den Geizhälsen! Ich war wegen Nebendiagnose Atemwege in Kur (nach Aufwand, nicht Tagessatz) und die haben sich geweigert, Inhalationen zu erstatten... Damals hatte ich die HUK als Beihilfe. Die haben gezahlt…
Das mit der "HUK als Beihilfe" kapiert doch kein normaler Beamter....die waren quasi Ersatz für die Beihilfe, die du nicht bekommen konntest.

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Re: Reha

Beitrag von connigra » 27.11.2018 21:48

Die PostB hat schon einige gute Vertragskliniken mit denen sie direkt abrechnet.
Ich meine sogar, dass die Kasse Vertragskliniken nennt, die direkt abrechnen - sie dürfen nur keine Empfehlung aussprechen.
Ich finde das eigentlich ein Unding. Warum befragen sie nicht ihre Mitglieder um Erfahrungswerte weitergeben zu können, so wird doch immer alles zum Lotteriespiel.
Wirbelsäulenerkrankungen z. B Hotel Passauer Hof Bad Gögging Bayern - unsere Postler und Telekommler sind davon begeistert.Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert.
Die Ärzte haben aber auch Klinik - Verzeichnisse - einfach bei denen mal nachhaken.

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Re: Reha

Beitrag von AndyO » 29.11.2018 06:36

Torquemada hat geschrieben:
27.11.2018 17:04
AndyO hat geschrieben:
27.11.2018 14:54


Wo hast en das mit der Telekom her? Die Postbeamtenkrankennkasse gehört wohl eher zu den Geizhälsen! Ich war wegen Nebendiagnose Atemwege in Kur (nach Aufwand, nicht Tagessatz) und die haben sich geweigert, Inhalationen zu erstatten... Damals hatte ich die HUK als Beihilfe. Die haben gezahlt…
Das mit der "HUK als Beihilfe" kapiert doch kein normaler Beamter....die waren quasi Ersatz für die Beihilfe, die du nicht bekommen konntest.
So ist es. Beurlaubung zu T-Systems. Sollte nur verdeutlichen, dass die PBeakK kein "Leistungswunder" ist. Darmspieglung, die jeder gesetzlich Versicherte bei familiärer Vorbelastung ab 50 durchführen lassen kann, zahlen die auch nicht...

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Re: Reha

Beitrag von dibedupp » 29.11.2018 06:38

Also bei mir wurde die Darmspiegelung von PBeaKK und Beihilfe problemlos bezahlt.

Torquemada
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Re: Reha

Beitrag von Torquemada » 29.11.2018 06:59

dibedupp hat geschrieben:
29.11.2018 06:38
Also bei mir wurde die Darmspiegelung von PBeaKK und Beihilfe problemlos bezahlt.
Und wie war dann der Verlauf (Hausarzt? Diagnose bzw. Vermerk auf Rechnung des Facharztes?) ?

Wenn da einer einfach so die Rechnung einreicht, wird das nämlich automatisch beanstandet.

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Re: Reha

Beitrag von AndyO » 29.11.2018 11:04

Torquemada hat geschrieben:
29.11.2018 06:59
dibedupp hat geschrieben:
29.11.2018 06:38
Also bei mir wurde die Darmspiegelung von PBeaKK und Beihilfe problemlos bezahlt.
Und wie war dann der Verlauf (Hausarzt? Diagnose bzw. Vermerk auf Rechnung des Facharztes?) ?

Wenn da einer einfach so die Rechnung einreicht, wird das nämlich automatisch beanstandet.
Hatte ich schriftlich mit der PBeakK geklärt. Ist als Vorsorge mit 50 nicht im Leistungskatalog. Erst ab 55 wird gezahlt, obwohl die erste Vorsorgeuntersuchung 10 Lebensjahre vor der Erkrankung des Elternteils liegen soll (also bei mir mit 50)... Also musste ein Verdacht beim Facharzt herhalten. Und das bei so einem Thema...

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Re: Reha

Beitrag von connigra » 01.12.2018 13:44

Hallo zusammen,
auch ich habe regelmäßig seit Jahrzehnten Darmspiegelungen, laut Arzt sollte ich alle 2 Jahre die machen lassen. Weil die Zeit aber immer so schnell vergeht, wurde es mal auch 5 Jahre zum Teil wurden die sogar unter stationären Bedingungen durchgeführt.
All die Jahre bekam ich die problemlos bezahlt - da habe ich mir gar keine Gedanken wegen der Diagnosen gemacht.v.g.

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