Ruhestand für Beamte ab 2017

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Telekommi
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Telekommi » 10.06.2018 16:11

Könnte ja durchaus sein, dass man nach der Hälfte der Zeit erkrankt (schwerwiegender meine ich...) und deswegen nicht weitermachen/fertigmachen kann.
Aber der Gesetzgeber will den Vorruheständler nicht besser stellen als den aktiven Beamten, der wegen Krankheit in DDU gehen muss und deswegen 10,8% Verlust hat.
Ist auch meiner Meinung nach korrekt so.

Siggi09
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Siggi09 » 10.06.2018 17:39

Telekommi hat geschrieben:
10.06.2018 16:11
Aber der Gesetzgeber will den Vorruheständler nicht besser stellen als den aktiven Beamten, der wegen Krankheit in DDU gehen muss und deswegen 10,8% Verlust hat.
Ist auch meiner Meinung nach korrekt so.
Der DDU'ler bekommt bis zum 60 Lj. eine Hinzurechnung, die etwa den Betrag der 10,8% ausmacht. Der "gescheiterte" ER'ler steht dann also (unverschuldet) schlechter da - bis zum Lebensende.

Shoto
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Shoto » 10.06.2018 17:44

Servus Siggi09,

seit wann soll es eine Hinzurechnung geben?

Grüsse Shoto

Telekommi
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Telekommi » 10.06.2018 18:00

Shoto hat geschrieben:
10.06.2018 17:44
Servus Siggi09,

seit wann soll es eine Hinzurechnung geben?

Grüsse Shoto
Diese Hinzurechnung gab es schon immer, zumindest kenne ich es nicht anders.

Ja, da hat der Siggi natürlich recht. Da steht der aktive Beamte natürlich besser da.
Wenn ein Beamter in DDU geht bekommt er die noch fehlenden Jahre bis zum 60ten Lebensjahr zu 2/3 ruhegehaltsfähig hinzugerechnet.

Beispiel: Beamter, Alter 51, geht in DDU und hat 30 Dienstjahre. Bekommt von den fehlenden 9 Jahre bis zum 60zigsten noch 2/3, d.h. 6 Jahre dazu, macht dann 36 Jahre. Vom Ruhegehaltssatz werden dann die 10,8 abgezogen.

Shoto
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Shoto » 10.06.2018 18:08

Danke Telekommi für die ausführliche Erklärung. War mir nicht bekannt.

Beste Grüsse Shoto

dibedupp
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von dibedupp » 10.06.2018 18:14

Siggi09 hat geschrieben:
10.06.2018 17:39
Telekommi hat geschrieben:
10.06.2018 16:11
Aber der Gesetzgeber will den Vorruheständler nicht besser stellen als den aktiven Beamten, der wegen Krankheit in DDU gehen muss und deswegen 10,8% Verlust hat.
Ist auch meiner Meinung nach korrekt so.
Der DDU'ler bekommt bis zum 60 Lj. eine Hinzurechnung, die etwa den Betrag der 10,8% ausmacht. Der "gescheiterte" ER'ler steht dann also (unverschuldet) schlechter da - bis zum Lebensende.
Wenn och mit 55 wegen DU in den Ruhestand gehe, werden mir 3,3 Dienstjahre hinzugerechnet. Und die sollen die 10,8 % ausgleichen?

Telekommi
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Telekommi » 10.06.2018 18:41

dibedupp,
nee, das reicht natürlich nicht.
Siggi meinte glaube ich, dass man dem ER'ler die 10,8 abzieht, aber dem DDu'ler vorher noch was zurechnet, bevor man ihm die 10,8 abzieht. Daher steht er besser da. Wieviel muss man dann genau ausrechnen...

dibedupp
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von dibedupp » 10.06.2018 20:22

Wird Zeit, dass du dir wieder mal einen neuen Nick zulegst.

Bruddler
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Bruddler » 10.06.2018 20:46

Das stimmt m. E. schon, was Teamplayer schreibt.
Zu berücksichtigen ist jedoch zusätzlich, dass der DDU´ler dann auch noch keinen Bufdi oder 1000 Stunden oder sonstigen Spießrutenlauf machen muss, die dann nach 3 Jahren vielleicht doch nicht einmal anerkannt werden.
DDU (=krank) ist natürlich auch nicht ganz so einfach als ER.

Siggi09
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Siggi09 » 10.06.2018 22:34

dibedupp hat geschrieben:
10.06.2018 18:14
Wenn och mit 55 wegen DU in den Ruhestand gehe, werden mir 3,3 Dienstjahre hinzugerechnet. Und die sollen die 10,8 % ausgleichen?
Ja, in etwa. Rechne es aus. Die knapp 6% beziehen sich auf das letzte Bruttogehalt und gehen mit ein in das Ruhegehalt, die 10,8% werden vom ermittelten Ruhegehalt (so bei 63% vom Bruttogehalt) abgezogen. Hält sich etwa die Waage.

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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Siggi09 » 11.06.2018 13:53

Teamplayer hat geschrieben:
11.06.2018 10:32
Am besten lässt man sich vor dem ER eine Versorgungsberechnung
erstellen - sollte dann zeitnah gemacht werden.
Vielleicht mit dem Hinweis von zwei Berechnungen, einmal mit dem
Antrag auf ER und einmal, wenn zum gleichen Zeitpunkt eine DDU
eintreten würde...
Als ob man sich frei zwischen Beidem entscheiden könnte. DDU setzt
doch irgendwie krank sein voraus, oder nicht?
Ich weiß jetzt aber nicht, ob das vom Pers.-Bereich auch so gemacht
wird - da kennt sich dibedupp ja besser aus und kann mal schreiben,
ob beide Rechnungen erstellt werden bzw. erstellet werden können.
Theoretisch berechnen lässt sich das natürlich (kann man auch selbst machen,
wenn man seine ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten kennt), aber ob es sich so
"planen" lässt?
Fakt ist, dass man mit ER in jedem Fall besser steht als mit DDU. Hier
ist wären ca. 6 % der Unterschied - ich lasse jetzt mal eine unterschiedliche
Lohnsteuer außen vor, da diese Summen nicht ins Gewicht fallen.
Mit ER ist es meist wohl etwas besser, dafür muss man die Bedingungen
aber auch erfüllen und hat das Risiko, dass man das evt. nicht kann. Dann
nämlich ist ER lebenslang! deutlich schlechter. Wenn man krank ist, hat man auch
vor der Zurruhesetzung wegen DU entsprechend lange Ausfallzeiten (und
damit schon früher "frei"). Jedenfalls ist der Unterschied zwischen DDU und ER
durch die Hinzurechnung bei DDU (fast) vernachlässigbar, wenn es nicht auf die
letzten ~50 EUR / Monat ankommt. 6% (die 3,33 Jahre der Hinzurechnung von
55 - 60) mehr Ruhegehalt (65% statt 59%) auf z.B. 3000 EUR = 1950 EUR. Minus
10,8% = ~1740 EUR. Beim ER 59% Ruhegehalt von 3000 EUR = 1770 EUR ohne Abzug.
Der ER ist in diesem Beispiel 30 EUR/Monat besser. Verliert man die 10,8% liegt
man bei 1579 EUR.
Und wenn einer die Voraussetzungen für den ER nicht erfüllt, hat er
drei Jahre lang keinen Abzug bekommen ...
Die drei Jahre spielen kaum eine Rolle, wenn man danach womöglich über 30 Jahre
die 10,8% verliert.

Bei DDU bleibt das "Risiko" der Reaktivierung und wenn mich nicht alles täuscht, gibt
es auch unterschiedliche Möglichkeiten des Hinzuverdienstes. Dürfte bei DDU
geringer ausfallen, schließlich ist man ja nicht ohne Grund in DDU.

dibedupp
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von dibedupp » 14.06.2018 06:33

Heute in YAM. Bis einschließlich Oktober reicht das Budget, die im November oder Dezember gehen wollten, erhalten eine Ablehnung.

AndyO
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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von AndyO » 14.06.2018 06:41

dibedupp hat geschrieben:
14.06.2018 06:33
Heute in YAM. Bis einschließlich Oktober reicht das Budget, die im November oder Dezember gehen wollten, erhalten eine Ablehnung.
Solange das 2020 nicht passiert, ist ja alles gut. ;)

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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von Siggi09 » 14.06.2018 15:31

dibedupp hat geschrieben:
14.06.2018 06:33
Heute in YAM. Bis einschließlich Oktober reicht das Budget, die im November oder Dezember gehen wollten, erhalten eine Ablehnung.
Stimmt, man fragt sich, warum dann überhaupt Austrittstermine zu November und Dezember angeboten wurden. Wenn dann Anfang 2019 die Teamleiter aufgefordert werden die betreffenden Beamten in den VR zu gängeln, können die sagen: "Ich habe zwei Mal beantragt, Ihr habt abgelehnt. Jetzt will ich nicht mehr ..." - und das zu Recht.

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Re: Ruhestand für Beamte ab 2017

Beitrag von dibedupp » 14.06.2018 15:58

Wieso zwei Mal beantragt?



Und woher sollte der Dienstherr zu Beginn des Jahres wissen, wieviele einen Antrag stellen. Thoeretisch hätte das Budget auch bis Dezember reichen können, wenn im 1. Hj. weniger Anträge eingegangen wären.

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