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Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 24. Jul 2026, 08:23
von noexite1
Liebe Community,
mich würden mal eure Meinungen interesieren zu dem Thema. Ich hoffe ihr hattet die Gelegenheit es zu lesen: Eine Lehrerin hat sich 17 Jahre lang krankschreiben lassen und ihr volles Gehalt bezogen. Nebenbei soll sie noch als Heilpraktikerin gearbeitet haben. Wie geht so etwas? Ich hatte immer angenommen man muss zum Vertrauensarzt und wird dann in den Ruhestand versetzt. Was ja finanziell auch nicht so tragisch ist.
Wie ist eure Einstellung dazu?
Ich bin auf eure Reaktionen gespannt 8-)

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 24. Jul 2026, 10:38
von zeerookah
Beide, die Lehrerin und der zuständige Bearbeiter vom Schulamt, sind bei der Staatsanwaltschaft gelandet. Und die entscheidet, ob sie Anklage wegen Betrugs oder was auch immer erhebt.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 24. Jul 2026, 21:14
von stuntmanmike
keiner kennt die genauen details. jeder mit ein bisschen lebenserfahrung weiß, dass es in der presse oftmals schlicht falsch dargestellt ist.

angenommen es ist in etwa so wie beschrieben, dann wird es wohl nicht in ordnung gewesen sein heilpraktikerin gewesen zu sein. wobei man das auch nicht pauschal sagen kann. wenn ich wenige stunden die woche heilpraktikerin bin dann kann das auch in ordnung sein. es kommt drauf an mit was ich krank geschrieben bin. es ist was anderes vollzeit als lehrerin zu arbeiten oder paar stunden heilpraktikerin zu machen. nur als beispiel. vielleicht war sie krankegschrieben, weil sie mit den schülern nicht klargekommen ist? im grunde ist das doch alles spekulation. aber das ist dem durchschnittsbürger ja egal. er sagt einfach scheiss beamte :) denke aber, dass sie sich das nicht genehmigen hat lassen mit der heilpraktiker sache. das wird auf jeden fall ein problem denke ich. aber auch das spekulation.

17 jahre krank geschrieben naja wenn das der dienstherr mitmacht. ich würde auch nicht sagen bitte untersuchen sie mich amtsärztlich, damit ich weniger besoldung bekomme.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 25. Jul 2026, 14:19
von Hessen63
Mußte nach 5 Monaten zur Amtsärztin in die Postbetriebsarztstation

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 26. Jul 2026, 09:24
von blink182
Der Fall kam ja schon letztes Jahr auf, hier mal ein Medienbericht von vorgestern dazu:

https://www.stern.de/panorama/lehrerin- ... 01630.html

So oder so hätte die Dame m.E. schon seit ca. 16 Jahren nicht mehr ihre vollen Bezüge, sondern nur noch ein Ruhegehalt erhalten dürfen.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt wegen Betrugs, außerdem läuft ein (zurzeit ruhendes) Disziplinarverfahren.

Man darf gespannt sein, wie das ausgeht.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 26. Jul 2026, 10:27
von noexite1
Ich finde auch das hier sehr viel schiefgelaufen ist und man sich nicht nur auf die Pressemeldungen verlassen darf. Ich kann auch nicht beurteilen wie schlimm die Krankheit der Dame ist und ob sie jemals wieder dienstfähig wird. Es ist jedoch für einen normalen Arbeitnehmer schwer zu verstehen was da passiert ist. Ich hoffe das es lückenlos aufgeklärt wird und das man die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht und nicht nur bei vollem Gehalt suspendiert. 8-)

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 28. Jul 2026, 09:02
von Paracelsus
Die Überschriften zu diesem Thema (17 Jahre krank bei vollem Gehalt etc.) bedienen natürlich den in unserem Land existierenden Empörungsjournalismus...
Gleichwohl kommt so was bei allen Nichtbeamten als Zumutung rüber und bestätigt die gängigen Vorurteile.
Bei der Telekom wird nach 90 Kalendetagen im Krankenstand bereits nach 75 Tagen (!) im Hintergrund bei HR eine Akte angelegt, in der das
DDU-Verfahren vorbereitet wird. Sobald die 90 Tage dann erreicht sind geht es los...
Ich bin gespannt wie das ausgeht.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 28. Jul 2026, 14:30
von Lea100
Ich musste nach einem Jahr AU zum Amtsarzt.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 28. Jul 2026, 21:46
von Grillmeister
Die Medaille hat immer zwei Seiten. Es wird sich zeigen, ob der Lehrerin Fehlverhalten nachgewiesen werden kann. Die Personalsachbearbeitung trägt jedoch auch die Verantwortung, bei langer AU Zeit eine amtsärztliche Untersuchung einzuleiten. Ist hier nicht passiert. Zumindest dies steht ja schon fest.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 28. Jul 2026, 21:49
von Grillmeister
Paracelsus hat geschrieben: 28. Jul 2026, 09:02 Die Überschriften zu diesem Thema (17 Jahre krank bei vollem Gehalt etc.) bedienen natürlich den in unserem Land existierenden Empörungsjournalismus...
Gleichwohl kommt so was bei allen Nichtbeamten als Zumutung rüber und bestätigt die gängigen Vorurteile.
Bei der Telekom wird nach 90 Kalendetagen im Krankenstand bereits nach 75 Tagen (!) im Hintergrund bei HR eine Akte angelegt, in der das
DDU-Verfahren vorbereitet wird. Sobald die 90 Tage dann erreicht sind geht es los...
Ich bin gespannt wie das ausgeht.
Lass mich raten: wenn man bei der Telekom einmal DU ist, dann schicken die einen nicht mehr erneut zur amtsärztlichen Untersuchung in der Hoffnung, einen auf ewig los zu sein?

"Sympathisch", scheint aber bestimmt eher die Ausnahme zu sein. Normalerweise, wollen die Dienstherrn einen doch zurück und nicht ein paar Jahrzehnte früher schon Versorgung zahlen + einen Ersatz einstellen.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 28. Jul 2026, 22:53
von zeerookah
Grillmeister hat geschrieben: 28. Jul 2026, 21:49 Lass mich raten: wenn man bei der Telekom einmal DU ist, dann schicken die einen nicht mehr erneut zur amtsärztlichen Untersuchung in der Hoffnung, einen auf ewig los zu sein?

"Sympathisch", scheint aber bestimmt eher die Ausnahme zu sein. Normalerweise, wollen die Dienstherrn einen doch zurück und nicht ein paar Jahrzehnte früher schon Versorgung zahlen + einen Ersatz einstellen.
Ab & zu wird schon einer zur amtsärztlichen Untersuchung geschickt :arrow:
Aber da kommt natürlich nichts bei rum, da die Telekom niemanden wieder haben will :idea:
Die Pension zahlt der Bund, da hat die Telekom nichts mehr mit zu tun :mrgreen:

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 30. Jul 2026, 09:49
von Grillmeister
zeerookah hat geschrieben: 28. Jul 2026, 22:53
Grillmeister hat geschrieben: 28. Jul 2026, 21:49 Lass mich raten: wenn man bei der Telekom einmal DU ist, dann schicken die einen nicht mehr erneut zur amtsärztlichen Untersuchung in der Hoffnung, einen auf ewig los zu sein?

"Sympathisch", scheint aber bestimmt eher die Ausnahme zu sein. Normalerweise, wollen die Dienstherrn einen doch zurück und nicht ein paar Jahrzehnte früher schon Versorgung zahlen + einen Ersatz einstellen.
Ab & zu wird schon einer zur amtsärztlichen Untersuchung geschickt :arrow:
Aber da kommt natürlich nichts bei rum, da die Telekom niemanden wieder haben will :idea:
Die Pension zahlt der Bund, da hat die Telekom nichts mehr mit zu tun :mrgreen:

Etwas offtopic, doch ich hoffe, dass ist okay :?: :mrgreen:

Und wenn in der amtsärztlichen Untersuchung festgestellt wird, dass die Person dienstfähig ist? Dann ist doch normalerweise eine Wiedereinstellung vorzunehmen - oder findet die Telekom dann "zwingende dienstliche Gründe" oder kündigt schon eine Versetzung ans andere Ende der BRD an in der Hoffnung, dass dann der Ruheständler doch lieber von einer Wiedereinstellung absieht?

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 31. Jul 2026, 10:19
von zeerookah
Grillmeister hat geschrieben: 30. Jul 2026, 09:49 Und wenn in der amtsärztlichen Untersuchung festgestellt wird, dass die Person dienstfähig ist? Dann ist doch normalerweise eine Wiedereinstellung vorzunehmen - oder findet die Telekom dann "zwingende dienstliche Gründe" oder kündigt schon eine Versetzung ans andere Ende der BRD an in der Hoffnung, dass dann der Ruheständler doch lieber von einer Wiedereinstellung absieht?
Du wirst nur zu jemanden geschickt wo von vornherein fest steht, dass du weiterhin dienstunfähig bist.
Wenn jemand partout meint, er möchte wieder eingestellt werden, ja, dann wird er ans andere Ende von Deutschland geschickt. Da es ja die ganzen alten Dienststellen nicht mehr gibt. Die Telekom möchte den betreffenden ja auch nicht wieder bezahlen müssen.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 1. Aug 2026, 11:04
von TobiasS
Hoffentlich machen die Einträge hier die öffentlich die Runde. Ein Großteil der Aussagen zeigen mehr als deutlich wie groß der Realitätsverlust im Beamtentum eigentlich ist.

Bestes Beispiel von stuntmanmike:
"im grunde ist das doch alles spekulation. aber das ist dem durchschnittsbürger ja egal." -> Der sog. "Durchschnittsbürger" bezahlt das Ganze und hat daher auch berechtigtes Interesse zu erfahren, was mit seinem Geld passiert.

Re: Aktuelle Presse: 17 Jahre krankgeschrieben bei vollem Gehalt

Verfasst: 4. Aug 2026, 13:03
von Saxum
TobiasS hat geschrieben: 1. Aug 2026, 11:04 Hoffentlich machen die Einträge hier die öffentlich die Runde. Ein Großteil der Aussagen zeigen mehr als deutlich wie groß der Realitätsverlust im Beamtentum eigentlich ist.

Bestes Beispiel von stuntmanmike:
"im grunde ist das doch alles spekulation. aber das ist dem durchschnittsbürger ja egal." -> Der sog. "Durchschnittsbürger" bezahlt das Ganze und hat daher auch berechtigtes Interesse zu erfahren, was mit seinem Geld passiert.
Aussagen aus dem Kontext zu reißen ist eine unbillige Vorgehensweise, um sie zum eigenen Narrativ passen zu lassen. Die Aussage von stuntmanmike ist nicht so zu verstehen, dass es dem Bürger „egal" wäre – auch wenn der Begriff „Durchschnittsbürger" hier vermutlich nicht richtig gesetzt ist. Es geht um „Empörungs-Menschen" bestimmter Strömungen, denen die dahinterliegenden Fakten und Situationen nicht interessieren. Ihnen geht es einzig durch Spekulationen getrieben um die Empörung selbst. Das zeigt sich daran, dass es um das bloße Bedienen negativ besetzter Narrative geht – nicht um die Frage nach oder das Verständnis dafür, wo tatsächlich Fehler liegen oder wie Prozesse und deren Hintergründe beschaffen sind. Konkret auch wie hier durch das zusammenhangslose rausreißen von Aussagen aus dem Kontext oder zumindest fahrlässiges oder absichtliches Missverstehen. Ein Einzelfall ist keine Regel und auch so in dieser Form vermutlich nicht sachgemäß, daher liegt der Fall auch zu Recht bei der Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung. Denn die eigentliche und übliche Vorgehensweise wäre eine Teildienstfähigkeit oder Vorruhestandssetzung, nach tatsächlich festgestellter Dienstunfähigkeit oder eben eine Entlassung bei Dienstweigerung.