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Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 17. Dez 2025, 16:15
von Tscharlie963
Hallo, ich habe heute meine Bezügeabrechnung für Januar 2026 erhalten. Ich bin Versorgungsempfänger. Es wurden mir 50 Euro Lohnsteuer mehr abgezogen. Ich kann den Grund nicht erkennen.An der Bruttosumme hat sich nichts geändert. Hat jemand eine Idee ?
VG
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 17. Dez 2025, 16:31
von Micha0815
Ja, es gibt technische Probleme beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) (BZSt), die zu einer fehlerhaften, zu hohen Lohnsteuerberechnung in den Gehaltsabrechnungen für Januar 2026 führen, insbesondere für Beamt:innen und Versorgungsempfänger:innen, weil wichtige Daten zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen nicht korrekt übermittelt wurden. Betroffene müssen nichts tun, die Korrektur erfolgt automatisch rückwirkend, und zu viel gezahlte Steuern werden erstattet. Papierbescheinigungen werden nicht akzeptiert, da die Korrektur nur elektronisch über das BZSt erfolgen kann.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 17. Dez 2025, 16:34
von Herm
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 18. Dez 2025, 17:23
von Ruhestand
Bin Versorgungsempfänger und habe heute meine Bezügemitteilung für Januar 2026 bekommen.
Also bei mir wurde der Behinderten Pauschbetrag nicht berücksichtigt. Natürlich habe ich den Antrag beim Finanzamt rechtzeitig gestellt und auch eine schriftliche Bestätigung bekommen. Also hängt es offensichtlich nicht nur bei den PKV Beträgen. Natürlich keine Informationen von der zuständigen Behörde, aber 90 Euro mehr Lohnsteuer.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 19. Dez 2025, 09:34
von BalBund
Zumindest die Bundesbeamten die beim BVA angeschlossen sind haben die Information bekommen. Der komplette Abruf beim BZSt ist gestört, deswegen können lohnsteuermindernde Merkmale nicht berücksichtigt werden.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 19. Dez 2025, 12:02
von Ruhestand
Mit etwas gutem Willen hätte man die Steuermerkmale aus Dezember übernehmen können.
Meine Schwerbehinderung und die private Krankenversicherung haben sich ja -leider- nicht in Luft aufgelöst. Immerhin ist es erfreulich, dass meine Steuerklasse nicht von 3 auf 5 geändert wurde und die Kirchensteuer berücksichtigt wurde.
Also Pensionär hat man keinen Flurfunk mehr und wird im Regen stehen gelassen.
Wenigstens den Hinweis, dass die Steuerabzüge falsch sind, hätte man auf der Bezügemitteilung anbringen können.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 20. Dez 2025, 10:18
von Admin
Ruhestand hat geschrieben: 19. Dez 2025, 12:02
Also Pensionär hat man keinen Flurfunk mehr und wird im Regen stehen gelassen.
Dann ist es ja gut, dass es so ein Forum gibt.

Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 21. Dez 2025, 10:16
von Allium
bei mir (GZD) steht tatsächlich im Kleingedruckten ein Hinweis zur fehlerhaften Abrechnung...
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 23. Dez 2025, 10:54
von Mikesch
Nachdem mir auch 50€ mehr Steuern abgezogen werden, habe ich mich schlau gemacht. Als Pensionär bekommt man ja nichts mehr mit…
Im u.A. Link oben wird alles erklärt. Unser Arbeitgeber hätte nur die ELStAM-Daten abrufen müssen und alles wäre gut gewesen. Aber wie das im besten Deutschland aller Zeiten so ist wo nichts mehr funktioniert…
Im Grunde ist es aber wurscht, da sich an der Steuerschuld nichts ändert und man dem Staat lediglich ein zinsloses Darlehen einräumt, da mit der Steuererklärung ja alles wieder ausgeglichen wird.
Oder, vielleicht kommt es ja auch zu einer Nachzahlung wenn unser Dienstherr mal die Technik im Griff hat.
Gearscht sind mit der neuen Steuergesetzgebung mit Wegfall des Pauschbeitrages allerdings Leute wie ich, die mit ihrer PKV auf Grund als Jahrzehntelanger Beitragszahler einen Spezialtarif ausgehandelt haben. Ich zahle nicht mehr als 1.200€/Jahr in die PKV und muss somit mehr Steuern zahlen.
Nun gut, wer nix zahlt, soll auch keine Steuervorteile haben, schade ist es trotzdem.
Alle Anderen werden dann dadurch zukünftig im Monat mehr in der Tasche haben, weil es ja keine Pauschale mehr gibt.
LG vom Mikesch aus z.Zt. Palermo
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 23. Dez 2025, 11:08
von Mainstream1
Mit welcher PKV kann man denn im Alter einen Spezialtarif "aushandeln"?
Zu der bisherigen Begünstigung bei dir, dürfte sich das doch früher durch die Steuererklärung berichtigt haben. Die Pauschale ist ja nur eine Vorabpauschale, die tatsächlichen Beiträge werden dann gegengerechnet....so meine Erkenntnis.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 23. Dez 2025, 18:13
von Günter
Stimme Mikesch zu. Ich habe die Steuerabzüge vom Gehalt und meine zu leistenden Vorauszahlungen für das gesamte Jahr 2026 mit dem voraussichtlich zu versteuernden Einkommen und der daraus resultierenden Steuer 2026 verglichen (ESt-Tabelle). Ergebnis: Steuerabzüge und Vorauszahlungen decken in etwa die zu erwartende Steuerschuld. Kann auf Berichtigung und den damit verbundenen Aufwand verzichten. Abgerechnet mit den Finanzamt wird ohnehin mit der Steuererklärung 2026. Ist doch schön, wenn dann was zurückgezahlt wird.
P.S. Meine Bezügemitteilung kommt von der Generalzolldirektion VG-SW in Saarbrücken. Auch kein Hinweis. Fehler sind Auswirkungen der Technikabhängigkeit und unkontrolliertes Vertrauen auf das Funktionieren derselben . Datenaustausch/Datenabgleich/KI und so, ohne geht es nicht mehr. Stellenabbau war und ist die Folge, macht ja alles die Elektronik und KI ? Wozu brauchen wir noch teueres Personal ?
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 23. Dez 2025, 18:18
von Mikesch
Wenn man aber keine Beträge angibt, erhält man aber meines bescheidenen Wissens nach die Pauschale. Durch die verpflichtende Meldung jetzt werden die tatsächlichen Beiträge und Erstattungen angesetzt.
Den besonderen Tarif habe ich bei der Continentalen, den habe ich vor meiner Pensionierung 2016 abgeschlossen. Die Krankenkassen wurden damals vom Gesetzgeber dazu verdonnert, für lange Beitragszahler auch günstige Versicherungsformen anzubieten.
Das ist ein Tarif mit 500€ Selbstbeteiligung und abgedeckt werden lediglich die Leistungen wie in der GKV. Eine Zusatzabsicherung ist nicht möglich. Kostet schon seit drei Jahren nur 137€, davor 130€ für 30%. Da ich schon seit über 10 Jahren nicht beim Arzt war, bzw. Klickerkram nicht eingereicht habe, erhalte 360€/anno zurück.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 23. Dez 2025, 18:39
von Günter
Wie sagen die Juristen: Hängt vom Einzelfall ab. Jeder muss die für seinen Fall die geeignete Lösung finden. Dein Beirag zeigt aber, dass es Aufklärungsbedarf gibt.
P.S. Nachtrag . GZD Saarbrücken gibt langatmige Erklärungen zur Bezügemitteilung November 2024, wo ein Satz genügt hätte. Und nun: Fehlanzeige!!! Schade.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 9. Jan 2026, 10:32
von Herm
Einige Bezügestellen Besoldung melden :
Dass die Lohnsteuerabzugsbeträge auch für die Bezügeabrechnung 02/2026 in den Statusgruppen Besoldung und Versorgung weiterhin fehlerhaft sind.
Die Differenzbeträge werden nachträglich durch Rückrechnung korrigiert.
Re: Bezügemitteilung Januar 2026
Verfasst: 9. Jan 2026, 16:21
von jemsor12
Herm hat geschrieben: 9. Jan 2026, 10:32
Einige Bezügestellen Besoldung melden :
Dass die Lohnsteuerabzugsbeträge auch für die Bezügeabrechnung 02/2026 in den Statusgruppen Besoldung und Versorgung weiterhin fehlerhaft sind.
Die Differenzbeträge werden nachträglich durch Rückrechnung korrigiert.
Es verbleiben ja noch drei Wochen im Januar. Vielleicht sind da noch Korrekturen möglich.