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Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 10. Dez 2025, 15:22
von Gelöschter User 11424
von den Kollegen und dem Chef "bestraft" wird wenn man längere Zeit krank war?

Ich bin aufgrund einer chronischen Krankheit circa 30 Tage im Jahr (meistens am Stück) krank geschrieben. Nun war es wieder soweit und ich kam nach 4 wöchiger Krankheit zurück an meinen Arbeitsplatz. Ich wurde dann direkt am zweiten Tag mit Mehrarbeit bestraft. Ausserdem habe ich den Eindruck, dass Kollegen denken, dass ich arbeitsscheu bin. Begründung: hohe Anzahl an Krankheitstagen. Man wird auch nicht mehr begrüßt nach dem Motto: Willkommen zurück an Bord. Man fühlt sich wie ein Aussenseiter.

Nun strenge ich mich wieder zu 110% an und gebe Vollgas und merke auch, dass dies von mir erwartet wird. Leider weiss ich aber auch, dass mich die Krankheit früher oder später wieder aufsuchen wird und ich dann wieder ausfallen werde. Irgendwie ein Teufelskreislauf.

Im letzten Jahr hatte ich ein BEM Gespräch: ich habe 10 Dinge vorgeschlagen, wie man mir das Arbeitsleben leichter machen könnte. Vom Chef wurden im Endeffekt 9 von 10 Maßnahmen abgelehnt. Ein fürsorgliches Entgegenkommen war dies nicht.

Insgesamt habe ich den Eindruck: wer öfter Krank ist bzw. eine hohe Anzahl an Krankheitstagen hat, wird für seine Krankheit bestraft. Entweder durch Mehrarbeit, ungleiche Behandlung, ungleiche Verteilung der Arbeit, "links liegen" lassen. Ich fühl mich einfach schlecht, weil ich Krank bin und nicht arbeiten kann.

Ist das bei Euch auch so? Oder habt ihr eine Idee, wie ich besser damit umgehen kann/sollte?

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 10. Dez 2025, 21:48
von stuntmanmike
wieso machst du das noch laenger mit? wuerde mich in einer andere abteilung versetzen lassen. wenn es auf dauer nichts wird wuerde ich mich auf grund psychischer probleme und der situation am arbeitsplatz dauerhaft krankschreiben lassen. wenn man die sche immer weiter mitmacht aendert sich nie was

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 11. Dez 2025, 09:17
von Grillmeister
Hallo HansiHintermeier,

du spricht von einer Mehrarbeit für dich am zweiten Arbeitstag. Wie erkennst du, dass es sich dabei um Mehrarbeit handelt? Wird vielleicht der Karton mit den Sachen die keiner machen möchte herausgeholt und dir vor die Nase gesetzt? Oder sollst du zu deinen ursprünglichen Aufgaben einfach noch weitere übernehmen? Wird von dir erwartet, die liegengebliebenen Aufgaben jetzt eben durch "Überstunden" nachzuholen? Haben andere aus deinem Team auch bereits andere Aufgaben übernommen und du bist nun einfach mal "dran"?

Wenn du als einziger Mehrarbeit machst: grenzt du dich genug ab, dass du diese derzeit nicht übernehmen kannst (gerade wenn du dich gerade wieder einarbeitest nach 4 Wochen Abwesenheit)? Die Aufgaben wandern gern zu den Leuten, die nicht nein sagen (musste ich selbst auch lernen).

Die Erwartungshaltung von Kollegen/Vorgesetzten (m/w/d) kenne ich ebenfalls gut. Auch das Thema "hohe Anzahl an Krankheitstagen = Arbeitsscheu". Dies kommt gerade dann auf, wenn man regelmäßig wenige Tage ausfällt. Für die eigene Gesundheit versuche ich auch, diesen Eindruck von mir wegzuschieben bzw. zu ignorieren. Bei einer Erkrankung einmal im Jahr hoffe ich nicht, dass dein Kollegium so denkt.

Versuche, dich nicht selbst wegen deiner Krankheit fertig zu machen. Macht es auch nicht besser.

Das ist leider der Zwiespalt den ich ebenfalls sehe: man soll seine Arbeit machen und keine Ausfälle produzieren. Entstehen doch welche, dann ist man systembedingt dazu angehalten, nach dem geringstmöglichen Restleistungsvermögen weiter zu arbeiten, da Frühpensionierungen vermieden werden sollen. Das beißt sich aber meist mit der Situation vor Ort, da das Kollegium -verständlicherweise- nicht dauerhaft für einen selbst mitarbeiten möchte. So sitzt man dann zwischen den Stühlen und bekommt sowohl vom Kollegium, als auch vom Dienstherrn/Amtsarzt den Druck, weiterzuarbeiten und gefälligst wieder gesund zu werden (übrigens eine super Empfehlung bei chronischen Erkrankungen!).

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 11. Dez 2025, 16:34
von Gelöschter User 11424
stuntmanmike hat geschrieben: 10. Dez 2025, 21:48 wieso machst du das noch laenger mit? wuerde mich in einer andere abteilung versetzen lassen. wenn es auf dauer nichts wird wuerde ich mich auf grund psychischer probleme und der situation am arbeitsplatz dauerhaft krankschreiben lassen. wenn man die sche immer weiter mitmacht aendert sich nie was
meistens bin ich nach 4 wochen wieder gesund. die krankheit kommt in phasen bzw in schüben. nach 4 wochen bin ich aber wieder soweit hergestellt dass ich arbeitsfähig bin. dass ich dann von den kollegen nicht beachtet werde oder ich aus teams ausgeschlossen werde...daran hab ich mich gewöhnt aber es ärgert mich trotzdem sehr. deswegen aber jetzt wegen psyche erneut zu hause bleiben das kann ich nicht. wenn ich krank bin, dann richtig und natürlich auch ärztlich attestiert

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 11. Dez 2025, 16:41
von Gelöschter User 11424
Grillmeister hat geschrieben: 11. Dez 2025, 09:17 Hallo HansiHintermeier,

du spricht von einer Mehrarbeit für dich am zweiten Arbeitstag. Wie erkennst du, dass es sich dabei um Mehrarbeit handelt? Wird vielleicht der Karton mit den Sachen die keiner machen möchte herausgeholt und dir vor die Nase gesetzt? Oder sollst du zu deinen ursprünglichen Aufgaben einfach noch weitere übernehmen? Wird von dir erwartet, die liegengebliebenen Aufgaben jetzt eben durch "Überstunden" nachzuholen? Haben andere aus deinem Team auch bereits andere Aufgaben übernommen und du bist nun einfach mal "dran"?

Wenn du als einziger Mehrarbeit machst: grenzt du dich genug ab, dass du diese derzeit nicht übernehmen kannst (gerade wenn du dich gerade wieder einarbeitest nach 4 Wochen Abwesenheit)? Die Aufgaben wandern gern zu den Leuten, die nicht nein sagen (musste ich selbst auch lernen).

Die Erwartungshaltung von Kollegen/Vorgesetzten (m/w/d) kenne ich ebenfalls gut. Auch das Thema "hohe Anzahl an Krankheitstagen = Arbeitsscheu". Dies kommt gerade dann auf, wenn man regelmäßig wenige Tage ausfällt. Für die eigene Gesundheit versuche ich auch, diesen Eindruck von mir wegzuschieben bzw. zu ignorieren. Bei einer Erkrankung einmal im Jahr hoffe ich nicht, dass dein Kollegium so denkt.

Versuche, dich nicht selbst wegen deiner Krankheit fertig zu machen. Macht es auch nicht besser.

Das ist leider der Zwiespalt den ich ebenfalls sehe: man soll seine Arbeit machen und keine Ausfälle produzieren. Entstehen doch welche, dann ist man systembedingt dazu angehalten, nach dem geringstmöglichen Restleistungsvermögen weiter zu arbeiten, da Frühpensionierungen vermieden werden sollen. Das beißt sich aber meist mit der Situation vor Ort, da das Kollegium -verständlicherweise- nicht dauerhaft für einen selbst mitarbeiten möchte. So sitzt man dann zwischen den Stühlen und bekommt sowohl vom Kollegium, als auch vom Dienstherrn/Amtsarzt den Druck, weiterzuarbeiten und gefälligst wieder gesund zu werden (übrigens eine super Empfehlung bei chronischen Erkrankungen!).


leider weiss ich nicht, wie man hier mit der zitatfunktion einzelne sätze zitieren kann. die mehrarbeit war leider im gesetzlichen rahmen. und es waren aufgaben die mit mehr zeit verbunden waren. leider allerdings rechtlich absolut korrekt. ich finds halt nur sehr schade, dass man keine rücksicht nimmt bei jemanden, der 4 wochen wegen krankheit nicht da war. ganz im gegenteil: ich muss mir dann sprüche anhören wie: "du bist doch wieder gesund also kannst du die arbeit machen"

ich finds einfach schade, dass viele sich ein bild im kopf malen von dingen die nicht stimmen. wenn beispielsweise jemand 4 wochen wegen einer gebrochenen hand krank ist, dann bekommt er mitleid weil die krankheit ja offensichtlich ist und jeder die probleme nachvollziehen kann. wenn du aber wegen einer krankheit krank bist, die man nicht sehen kann, dann hat kaum einer mitleid mit dir, ganz im gegenteil: man muss sich noch dumme sprüche anhören. oder einfach nur dumme kommentare: ich war mal wegen einer knie op vor einigen jahren 3 monate krank. dann kam ich wieder und eine kollegin meine: " ich hatte auch mal was am knie aber ich war nach 4 wochen wieder fit" wenn ich so eine scheisse höre dann könnt ich durchdrehen.

na ja wahrscheinlich muss ich an meiner ressilienz arbeiten...

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 12. Dez 2025, 09:32
von Grillmeister
Das mit dem "du musst an deiner Resilienz arbeiten" höre ich auch ständig. Wird auch gerne als "einfache Lösung" für das eigene "Versagen" im Job (Belastbarkeit) herangezogen. Nur, so einfach ist das nicht. Selbst wenn man eigene Glaubenssätze ändert und Bewältigungsstrategien lernt, eine belastende Arbeitsorganisation bleibt eine belastende Arbeitsorganisation.

Von deiner Beschreibung her hört sich das wirklich nicht schön an und ich vermute auch, dass sich das zukünftig nicht ändern wird.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir dann nur raten, intern (oder extern) einen Stellenwechsel zu versuchen, BEVOR die Fehlzeiten zu stark ansteigen (also du neben deinem 1x jährlichen Ausfall noch weitere Zeiten entwickelst). Ich habe leider zu lange gewartet und werde bei externen Bewerbungen nach Einsicht in meine Fehlzeitenübersicht (es werden immer die letzten 3 Jahre angefordert) ausnahmslos abgelehnt (und auch nicht zum Amtsarzt geladen, um meine Krankheitsgeschichte zu erklären). Intern gibt es bei uns nicht so viel, von daher ist das auch keine Hilfe.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 12. Dez 2025, 23:02
von stuntmanmike
HansiHintermeier hat geschrieben: 11. Dez 2025, 16:34
stuntmanmike hat geschrieben: 10. Dez 2025, 21:48 wieso machst du das noch laenger mit? wuerde mich in einer andere abteilung versetzen lassen. wenn es auf dauer nichts wird wuerde ich mich auf grund psychischer probleme und der situation am arbeitsplatz dauerhaft krankschreiben lassen. wenn man die sche immer weiter mitmacht aendert sich nie was
meistens bin ich nach 4 wochen wieder gesund. die krankheit kommt in phasen bzw in schüben. nach 4 wochen bin ich aber wieder soweit hergestellt dass ich arbeitsfähig bin. dass ich dann von den kollegen nicht beachtet werde oder ich aus teams ausgeschlossen werde...daran hab ich mich gewöhnt aber es ärgert mich trotzdem sehr. deswegen aber jetzt wegen psyche erneut zu hause bleiben das kann ich nicht. wenn ich krank bin, dann richtig und natürlich auch ärztlich attestiert
mobbing würde ich nicht unterschätzen. auf dauer kann das richtig krank machen. dann ists aber schon zu spät

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 13. Dez 2025, 10:28
von Gelöschter User 11424
@Grillmeister und @stuntmanmike

ihr habt schon beide recht. ich habe zu 80 % diese kollegen und chefetage wie oben beschrieben. aktuell sind es die 20 % der kollegen mit den ich mich super verstehe und die immer ein offenes ohr für mich haben.

aber lange wird das auf keinen fall mehr gutgehen. ich lass mich mal überraschen. die chefetage hat sich nun ab januar wieder eine änderung für meine arbeitsabläufe einfallen lassen. sie begründen es natürlich unter dem deckmantel der "unterstützung" allerdings schadet mir das eher als das es mir weiterhilft.

früher oder später werde ich beim amtsarzt landen...danach wird es entweder besser oder ich werde aufhören müssen oder man findet tatsächlich noch eine andere stelle. ich habe allerdings gehört (und das ist auch nachvollziehbar) dass es für höhere besolungsgruppen eher schwierig sein soll.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 13. Dez 2025, 17:42
von Grillmeister
HansiHintermeier hat geschrieben: 13. Dez 2025, 10:28 @Grillmeister und @stuntmanmike

ihr habt schon beide recht. ich habe zu 80 % diese kollegen und chefetage wie oben beschrieben. aktuell sind es die 20 % der kollegen mit den ich mich super verstehe und die immer ein offenes ohr für mich haben.

aber lange wird das auf keinen fall mehr gutgehen. ich lass mich mal überraschen. die chefetage hat sich nun ab januar wieder eine änderung für meine arbeitsabläufe einfallen lassen. sie begründen es natürlich unter dem deckmantel der "unterstützung" allerdings schadet mir das eher als das es mir weiterhilft.

früher oder später werde ich beim amtsarzt landen...danach wird es entweder besser oder ich werde aufhören müssen oder man findet tatsächlich noch eine andere stelle. ich habe allerdings gehört (und das ist auch nachvollziehbar) dass es für höhere besolungsgruppen eher schwierig sein soll.
Zu deinen Arbeitsabläufen: hat man dir alle geplanten Änderungen schon mitgeteilt? Oder wirst du am 05.01.2026 direkt mit dem Ergebnis überrascht? Es liest sich so, als wenn du zumindest teilweise schon weißt, was auf dich zukommt.

Wenn du schreibst, dass du "früher oder später sowieso beim Amtsarzt landest" dann wünsche ich dir, dass du vorher noch die Chance auf Veränderung bekommst - egal ob du dich von dir aus woanders bewirbst oder aus Sicht des Dienstherrn versetzt wirst. Darauf zu warten, dass die Gesundheit nicht mehr mitmacht ist keine gute Idee. Insbesondere, weil dir dann auch der Stellenwechsel durch eigene Bewerbungen versperrt sein könnte (siehe meine o.g. Ausführungen dazu).

Je nachdem in welcher Altersklasse du bist, kann es auch noch ein "langes durchhangeln" werden. Ich selbst bin in meinen "30ern" und in der Klinik wird einem da eher zu einem Jobwechsel geraten, als die "nächsten 30-35 Jahre" immer zwischen Dienstfähig und Dienstunfähig hin- und her zu schwenken. Angeblich ermögliche das Berufsleben wichtige Erfolgserlebnisse und positive Erfahrungen - hat die einer von euch schon gefunden? Ich suche noch danach :mrgreen:

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 08:36
von Gelöschter User 11424
@grillmeister

man hat mir nur änderungen mitgeteilt, die konkreten inhaltlichen tätigkeiten kenne ich aktuell noch nicht. das hängt damit zusammen, dass man mir etwas arbeit weggenommen hat, während ich krank war (4 wochen) ich hatte dann meine mitwirkungspflicht als beamter wahr genommen und mitgeteilt, dass mit nun ja arbeit fehlt. also bekomme ich nun ab januar eine andere tätigkeit (inhaltlich aber ähnlich wie bisher) allerdings muss ich mich da auch erstmal einarbeiten und es löst das problem auch nicht.

meine krankheit ist chronisch und nicht heilbar, die therapie besteht eigentlich nur darin, dass man lernen soll, mit der krankheit umzugehen und zu leben. es gibt aber auch hier gute phasen (kaum beschwerden) und schlechte phasen (starke beschwerden).

ich bin 51 jahre und will eigentlich eher DU werden als mir den stress zu geben, über jede klitzekleine änderung im dienst zu "verhandeln" irgendwann ist man auch in einem alter wo man merkt, dass man diesen kampf (gegen chef) nicht gewinnen kann und dann lieber aufgibt und sich das letzte bisschen gesundheit bewahrt.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 09:24
von Mainstream1
Ich sehe das so: Der Dienstherr wollte durch Verringerung des Arbeitsvolumens eine zeitweilige oder dauerhafte Entlastung herbeiführen (Fürsorgepflicht). Da ist es ausgesprochen kontraproduktiv, mitzuteilen, dass man jetzt " zu wenig" Arbeit hätte.

Das hat auch mit der Mitwirkungspflicht nichts in dem nun hier vorgetragenen Sinne zu tun. Im Gegenteil, erstmal so die Arbeit aufnehmen und schauen, ob es hilft weniger belastet zu sein (im Rahmen der Fürsorgemaßnahme also mitwirken und die Gesunderhaltungspflicht hier eben auch sehen).

Einen Versuch wäre es sicher wert gewesen. Meine Auffassung.

Letztlich gibt ja auch die Teildienstfähigkeit mit einem Restleistungsvermögen zwischen 50 und 90%, das steht dann aber auf einem anderen Blatt

Insoweit sehe ich die Maßnahme des Dienstherrn, das Arbeitsvolumen (vorübergehend) zu reduzieren, als sehr geeignete Maßnahme im beiderseitigen Intresse an. Ich hätte das als positives Zeichen der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht und zur Möglichkeit der Genesung/Besserung angenommen!

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 10:52
von Gelöschter User 11424
@mainstream1

leider war es nicht so wie du schreibst. aufgrund meiner krankheit sind terminrelevante dinge liegengeblieben. diese arbeit haben dann 2 andere kollegen übernommen. ich hatte nach rückkehr also weniger arbeit, meine beiden Kollegen (einer davon mein lieblingskollege) mehrarbeit. Ich habe mich also gemeldet, weil ich die arbeit wieder zurück haben wollte. das hat man verneint. stattdessen gibt man mir nun andere arbeit und die kollegen haben weiterhin mehrarbeit. in diese andere arbeit muss ich mich aber wieder selbst reinarbeiten (mehrbelastung) und hat nichts mit fürsorgepflicht zu tun, da es weder ein BEM gespräch gab, noch irgendwas mit mir abgesprochen wurde. ich werde immer als letztes informiert und dann wird mir nur die dienstliche anweisung kundgetan. es findet keinerlei austausch statt. das verhältnis zwischen chef und mir ist nachhaltig zerrüttet. vielleicht aber noch zur ergänzung: der umgang durch einige kollegen und chef macht mich nicht krank! es ist die arbeit, die man anders verteilen müsste. meine vorgeschlagene arbeitsverteilung wurde aber abgelehnt. also wurde ich wieder krank. der schlechte/unkollegiale umgang mit mir ist nicht die ursache aber trägt auch nicht unbedingt zur verbesserung der situation bei. würde man die arbeit anders verteilen, dann würde ich auch weniger krank und es gäbe weniger unkollegialität. tja, was soll man nun machen? wenn ich ideen bringe, dann werden diese allergrößtenteils abgelehnt. wahrscheinlich würde ich mehr entgegenkommen von kollegen und chef bekommen, wenn ich allen meine diagnose/beschwerden mitteilen würde aber das ist das letzte, was ich machen werde.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 11:33
von Mainstream1
Vielleicht hilft ein Antrag auf Schwerbehinderung, falls unter 50%, dann eine Gleichstellung beantragen.
Ab Zeitpunkt der Antragstellung kann man schon die Schwerbehindertenvertretung mit ins Boot holen, um präventiv tätig zu werden. Manchmal hilft das.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 14:54
von Gelöschter User 11424
zum glück bin ich noch sehr weit weg von einer schwerbehinderung bzw einem grad der behinderung von 50%. wenn überhaupt würde ich 30% beantragen und dann gleichstellung. das ist aber zum aktuellen zeitpunkt noch zu früh. ich will erstmal alle notwendigen dinge mit dem amtsarzt besprechen. ich glaube wenn er in sein gutachten rein schreibt, dass ich nur diese und jene tätigkeitsgebiete ausüben soll, dann hat das ein sehr hohes gewicht, an das sich mein chef dann auch hoffentlich halten muss.

Re: Ist es eigentlich normal, dass man...

Verfasst: 14. Dez 2025, 15:31
von Micha0815
Geht es bei Deiner Erkrankung um Deinen Tinnitus? Warum machst du da ein Geheimnis daraus?