Dienstgespräch mit Folgen

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BBack008
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von BBack008 » 03.01.2020 08:03

Zitat: "Zur Selbstentlastung kann man auch, falls man sich nichts vorzuwerfen hat, ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst einleiten."

Ein sehr guter Hinweis!! Da könnten dann einige, die da irgendwas behaupten oder so pp. evtl. ganz schön in Schwitzen kommen. Ein Kollege hat das mal bei uns durchgezogen. Ergo: Nicht unterkriegen lassen.

Frank Reich
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von Frank Reich » 03.01.2020 13:45

Man könnte hier mutmaßen, ob der Vorwurf berechtigt ist und auch eingestanden wurde. Es ist jedenfalls merkwürdig, wenn wegen Vorteilsannahme zwar ein Eintrag in die Personalakte erfolgte, aber kein Disziplinarverfahren durch geführt wird. Worauf stützt sich dieser Eintrag dann? Auf Mutmassungen? Es geht schliesslich um eine Straftat und ein Eintrag in die Personalakte könnte auch rechtlich angegangen werden.

Ist der 'Vorwurf unbegründet, würde ich es mit den Folgen von Mobbing gleichsetzen mit den Folgen eines DU. Ist er begründet, dann würde ich es als Folge einer vorsätzlichen Tat sehen, die natürlich nicht als DU zu sehen wäre.
In beiden Fällen bleibt aber entweder das Vorgehen des Dienstvorgesetzten oder das des Betroffenen etwas rätselhaft.
es grüsst Frank Reich
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HansiHintermeier
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von HansiHintermeier » 03.01.2020 14:29

folgen von mobbing als DU. ist das so gemeint?
mobbing ist zu 100 Prozent kein DU, weil es kein plötzliches ereignis ist welches zum DU geführt hat

Frank Reich
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von Frank Reich » 03.01.2020 17:27

HansiHintermeier hat geschrieben:
03.01.2020 14:29
folgen von mobbing als DU. ist das so gemeint?
mobbing ist zu 100 Prozent kein DU, weil es kein plötzliches ereignis ist welches zum DU geführt hat
so die meisten Urteile, ja. Man könnte hier argumentieren, dass diese einmalige "Attacke" durchaus plötzlich auf den Betroffenen eintraf. Es wird auch in den bisherigen Entscheidungen dazu nichts analog dazu beschrieben, dass auch eine länger anhaltende Intoxikation kein plötzlich eintretendes Ereignis im eigentlichen Sinn ist, aber - bei entsprechenden Tätigkeiten - als Arbeitsunfall zu werten ist.

Aber im Zweifel gäbe es hier die Haftung bei Amtspflichtverletzung.
es grüsst Frank Reich
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Dienstunfall_L
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von Dienstunfall_L » 05.01.2020 10:21

Hier https://www.michaelbertling.de/beamtenr ... 060263.htm wird ein Hinweis auf einen Artikel gegeben, der bei der Problematik evtl. weiterhelfen kann.

bahnbiajotta
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von bahnbiajotta » 06.01.2020 17:47

Als Gegenargument

http://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/jportal/portal/t/buq/page/bssahprod.psml?doc.hl=1&doc.id=JURE190009582&showdoccase=1&doc.part=L&paramfromHL=true


Mobbing wird geahndet.Aber die Beweiskette muss sehr eindeutig sein.

bahnbiajotta
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von bahnbiajotta » 06.01.2020 19:10

Ich habe aber vergessen zu schreiben das Mobbing kein Dienstunfall ist.
Mr ging es nur um Mobbing

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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von HansiHintermeier » 16.01.2020 19:41

es gibt neuigkeiten:
das gesprächsprotokoll wurde dem kollegen zugeschickt. er ist mit dem inhalt nicht einverstanden, protokoll ist wohl seiner ansicht nach zu 10 Prozent falsch und unvollständig. er sollte mit seiner unterschrift das protokoll quitieren, was er nicht gemacht hat. nun wird es ohne seine einverstädnis in der personalakte abgelegt.

dürfen die (dienstvorgesetze stelle) das so einfach machen?

Niemand
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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von Niemand » 16.01.2020 19:48

Ja. Er kann ja eine Gegendarstellung schreiben, die dann auch in die Akte kommt.

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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von HansiHintermeier » 16.01.2020 20:00

ist bereits geschehen. ich frage mich gerade warum die erst ne unterschrift wollen und wenn man die verweigert, dann kommt es totzdem einfach so in die personalakte

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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von Niemand » 16.01.2020 20:08

Die Unterschrift ist als Nachweis gedacht, dass er das Protokoll nur gelesen hat. Wenn er die verweigert kommt wahrscheinlich ein Vermerk dran, dass er die Unterschrift verweigert hat. Überleg mal selber, wenn sowas nicht in die Personalakte dürfte, wenn der Beamte nicht unterschreibt, was das bedeuten würde.
Zuletzt geändert von Niemand am 16.01.2020 20:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Dienstgespräch mit Folgen

Beitrag von HansiHintermeier » 16.01.2020 20:20

ja du hast recht. gerade dein hinweis auf die gegendarstellung.

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