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Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 29. Nov 2014, 09:01
von Andrea55
Hallo,

ich reichte letztens ein einzelnes Rezept ( höherer 3-stelliger Betrag ) mit Antrag bei der Krankenkasse ein und bekam nach ca. 2 Wochen eine Ablehnung der Übernahme der Pflegekosten mit der Begründung ich hätte keine Pflegestufe. Nein, die habe ich wirklich nicht.
Mein Anruf bei der Krankenkasse ergab, dass irrtümlich ein Antrag eines anderen Versicherten unter meiner Mitgliedsnummer bearbeitet wurde. Die Dame teilte mir weiter mit, dass zu meinem Antrag der Beleg fehle und ich somit auch nichts erstattet bekomme. Nach kurzem hin und her ( ich war mir absolut sicher das Rezept beigefügt zu haben ) sagte mir die Dame sinngemäß, das es einen Leistungsbetrug darstellt, wenn ich einen Antrag ohne Beleg einschicke. Außerdem könne ich jederzeit in die Gruppe A wechseln, dann hätte ich mit Antragstellungen nichts mehr zu tun. Sie sagte sie schickt mir die Aussage, das der Beleg fehlt zu. Einige Tage später erhielt ich ein Schreiben "der Beleg fehlt" beigefügt war diesmal die Rechnungskopie des Pflegedienstes des anderen Krankenkassenmitglieds. Jetzt habe ich den Namen, die Adresse, das Geburtsdatum des Anderen und weiß auch welcher Pflegedienst ihn mit welchen Leistungen unterstützt.
Ich rief wieder an: Jetzige Auskunft war, das mein Beleg nicht lesbar gescannt wurde und dann kommt ein Vermerk auf die Leistungsabrechnung "o. Beleg".
Wenn ich mich beschweren möchte muss ich das schriftlich machen. Sie am Telefon sind dafür nicht zuständig. Ein Erschrecken, das die vollständigen Daten des Anderen bei mir landeten war nicht erkennbar.
Ach ja, mein Antrag.... Ich bin nochmal zum Arzt und habe mir ein neues Rezept ausstellen lassen, habe von der Apotheke mir nochmal eine Quittung geben lassen und es anschließend mit einem ausführlichen, den Sachverhalt darstellenden Anschreiben an die Krankenkasse gesandt. 14 Tage später hatte ich dann das Geld auf meinem Konto.

Gruß

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 29. Nov 2014, 09:16
von Torquemada
Leider entwickelt sich die ohnehin schon problematische PBeaKK nicht besonders günstg. Wir freuen uns auf die turnusgemäße Erhöhung um 3,7 Prozent ab 2015.

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 4. Dez 2014, 00:56
von Cyber
und wir freuen uns das die PBeaKK mindestens um ein Drittel günstiger ist wie eine Private Versicherung. Und das beihilfeberechtigte Partner und Kinder für einen relativ geringen Betrag mitversichert werden können.

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 4. Dez 2014, 12:06
von Andrea55
Höflichkeit zum Beispiel kostet nichts und eine Entschuldigung für Fehler ist auch kostenfrei.

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 6. Mai 2019, 17:08
von dhs
Mein Erfahrungen mit der Postbeamtenkrankenkasse in letzter Zeit beim Einreichen von Erstattungsanträgen: :

Der Beitragszahler wird von der Postbeamtenkrankenkasse quasi auf eine zusätzlich krank machende Folterstreckbank gezwungen. Es zerren auf der einen Seite

die Postbeamtenkrankenkasse / Bundesanstalt für Post und Telekommunikation unter Mithilfe von GmbH & Co KG's Gutachten

auf der anderen Seite zerren

die Privatverrechungsstellen der Ärzte mit ihren eigenen Gutachten


Wenn man dann nicht freiwillig zahlt droht ein Labyrinth an Klageinstanzen . . .

Ich frage mich, wer hat sich eigentlich diese seltsame Konstruktion der Postbeamtenkrankenkasse ausgedacht?
Die Postbeamtenkrankenkasse ist weder eine Privatversicherung noch eine gesetzliche Versicherung, sondern irgendwas im niemandsland . . .

und so entsprechend fühle ich mich auch als Versicherter bei der Postbeamtenkrankenkasse

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 6. Mai 2019, 18:26
von zeerookah
dhs hat geschrieben: 6. Mai 2019, 17:08 Ich frage mich, wer hat sich eigentlich diese seltsame Konstruktion der Postbeamtenkrankenkasse ausgedacht?
Die Postbeamtenkrankenkasse ist weder eine Privatversicherung noch eine gesetzliche Versicherung, sondern irgendwas im niemandsland . . .
Die Postbeamtenkrankenkasse ist eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts und eine betriebliche Sozialeinrichtung der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost.
Mit Wirkung vom 1. März 1913 verfügte das Reichspostamt die Einrichtung einer Krankenkasse bei jeder Oberpostdirektion. Sie trugen den Namen „Krankenkasse für Unterbeamte im Bezirk der Kaiserlichen Postdirektion in ...“. Daraufhin nahmen 41 Kassen – ausgestattet mit der Mustersatzung vom 22. Februar 1913 – ihre Tätigkeit auf. Die Mitgliedschaft war nur für Beamte des einfachen Dienstes (damals unterer Dienst genannt) und Angehöriger dieser Beamten möglich. Sie waren keine Krankenkassen, sondern betriebliche Sozialeinrichtung. Der Kassenbeitritt war freiwillig.

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 13:27
von dhs
Eine Sozialeinrichtung bedeutet für mich, dass auch die Fürsorgepflicht damit verknüpft ist.

Der Gedanke an eine Fürsorgepflicht für ihre Beitragszahler ist offensichtlich der Postbeamtenkrankenkasse seit geraumer Zeit abhanden gekommen. Die Postbeamtenkrankenkasse zwingt im Gegensatz zur Fürsorgepflicht uns Beitragszahler zu oft auf eine zusätzlich krank machende Folterstreckbank, um kurzfristig bei ihren Erstattungsleistungen Ausgaben zu sparen . . .

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 13:37
von Cyber
seit wann hat eine Krankenkasse einen Fürsorgepflicht :?:
Auch das wurde gerichtlich geklärt.
:arrow: VG Stuttgart 17. Kammer Aktenzeichen: 17 K 3937/05
------------------------------------------------------------------------------------------------
:arrow: Anspruch gegen Postbeamtenkrankenkasse nur im Rahmen der Satzung.
Leitsatz
:arrow: Die Postbeamtenkrankenkasse hat gegenüber ihren Mitgliedern keine Fürsorgepflicht.
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Ende der Botschaft :|

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 14:00
von dhs
Die Frage bei einer sich selbst so bezeichnenden Sozialeinrichtung nach der Fürsorgepflicht kann natürlich so beantwortet werden, sie hat keine Fürsorgepflicht.

Aus meiner Sicht ist diese Sicht allerdings sehr kurzsichtig. Auf lange Sicht wird selbst das Ziel der Ersparnis von Ausgaben so nicht erreicht werden.

Die Sicht allerdings "über den Tag hinaus" ist vor allem nach meiner Meinung bei den handelnden Politikern per se nicht gegeben.

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 17:22
von zeerookah
Der Kassenbeitritt war auch 1913 (also vor über 100 Jahren) schon freiwillig :idea:

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 17:39
von dhs
nach meiner Meinung ist es allemal besser, seinen Unmut zu äüßern
als sich über denjenigen zu echauffieren, der seinen Unmut äüßert.

Was ist denn die Alternative?
Nichts zu tun und schweigender duldender Untertan sein?
Das halte ich bei allem Wohlwollen für keine gute Alternative,
denn dann sind wir auf einem sehr schlechten Weg in den Obrigkeitsstaat . . .

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 17:45
von Torquemada
dhs hat geschrieben: 7. Mai 2019, 17:39 nach meiner Meinung ist es allemal besser, seinen Unmut zu äüßern
als sich über denjenigen zu echauffieren, der seinen Unmut äüßert.

Was ist denn die Alternative?
Nichts zu tun und schweigender duldender Untertan sein?
Das halte ich bei allem Wohlwollen für keine gute Alternative,
denn dann sind wir auf einem sehr schlechten Weg in den Obrigkeitsstaat . . .
Wenn du jetzt nicht mehr zu sagen hast als diese dauernden Wiederholungen, wird der Thread geschlossen. - mod

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 7. Mai 2019, 21:22
von Ruheständler
... ES scheint halt ein sehr komplexes Thema zu sein mit der PBeaKK und seinen Mitgliedern...

Neuer Geschäftsbericht online

Verfasst: 2. Aug 2019, 12:35
von ISDNforever
(Für Interessierte die Information)

Leider ist die Mitglieder-/Mitversichertenzahl wenig überraschend weiter gesunken.
31.12.2017 434514
31.12.2018 419126

Re: PBeaKK Abrechnungen

Verfasst: 13. Nov 2019, 11:35
von dhs
an der sinkenden Mitgliederzahl zeigt sich wie blind und kurzsichtig die Politiker, Gewerkschaftler, Manager bei der Errichtung der PBeaKK waren.

Eine geschlossene Krankenkasse, die keine neuen Mitglieder mehr aufnimmt ist vergleichbar mit einem Menschen, der in einen Raum gesperrt wird, in den kein neuer Sauerstoff gelangt . . .
Das Ende kann sich wohl jeder normal denkende Mensch leicht vorstellen.

Denkbar, dass bei der PBeaKK in absehbarer Zeit noch eine Handvoll an Krebs leidenden Menschen versichert sind. Aber wie sind diese Menschen dann versichert und zu welchen Beitragssätzen . . . ???