Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

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Hanova96
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Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von Hanova96 » 10.09.2017 15:19

Hallo zusammen,

ich habe eine Verständnisfrage.

Und zwar wurde ich für 3 Jahre an einen anderen Standort abgeordnet und möchte nun dorthin pendeln.

Nun möchte ich hierfür Trennungsgeld beantragen.
Hat dies irgendwelche Auswirkungen auf die Pendler-Pauschale, also steuerlich gesehen?

Wenn ja wie wirkt sich das aus? Kann man hier schon was berechnen, wie hoch überhaupt das Trennungsgeld wird, bzw. ob die Pendler-Pauschale geringer ausfällt?

Informationen finde ich hierzu nicht.


Danke schon mal und Grüße!

Baumschubser
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Re: Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von Baumschubser » 10.09.2017 16:20

Trennungsgeld und Pendlerpauschale sind zwei völlig verschiedenen Dinge. Das eine bekommst du für die Trennung von deiner Familie und die damit entstehenden Mehrkosten, das andere ist eine Teilerstattung der entstandenen Fahrtkosten.

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Bananen-Willi
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Re: Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von Bananen-Willi » 10.09.2017 21:55

Die Ansetzbarkeit einer Pendlerpauschale hängt auch von der Entfernung zum (neuen) Dienstort ab. Unter Umständen erkennt das Finanzamt keine täglichen Fahrtkosten an, wenn die tägliche Entfernung zu weit ist und keine triftigen Gründe vorliegen. "Ich will in meinem eigenen Bett schlafen" zählt nicht zu triftigen Gründen :D

Doch selbst wenn eine tägliche Pendlerpauschale anerkannt wird, diese jedoch einen bestimmten Betrag übersteigt, der von FA zu FA abweichen kann, ist es dann ziemlich mühseelig, diese durchzubekommen. Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich dir sagen, dass es ziemlich eklig ist, wenn das FA Nachweise über die gefahrenen Kilometer verlangt. Ich geb dir also den guten Rat, dokumentiere deine Fahren so gut du kannst, und kuck dass du Belege dafür hast. Tankquittungen, Werkstattrechnungen mit Kilometerständen etc. Es kann durchaus sein, dass das FA deine Behauptung, täglich gefahren zu sein, nicht anerkennt, du könnstest ja zB. ne Fahrgemeinschaft gehabt haben. Mir wurden seinerzeit aus diesen Gründen zwei LJAs drastisch runtergerechnet, Widerspruch wurde unter Verweise auf damals aktuelle Finanzrechtsprechung abgeschmettert, so dass ich mir eine eigene Klage schenken konnte. Das ist jetzt mittlerweile ca. 15 Jahre her, dieser Part der Steuergesetze hat sich meiner Kenntnis nach nicht viel geändert...

dibedupp
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Re: Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von dibedupp » 10.09.2017 22:23

In 36 Jahren Berufstätigkeit hat das Finanzamt noch nie meine angegeben Kilometer überprüft.

Torquemada
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Re: Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von Torquemada » 10.09.2017 22:38

dibedupp hat geschrieben:
10.09.2017 22:23
In 36 Jahren Berufstätigkeit hat das Finanzamt noch nie meine angegeben Kilometer überprüft.
Da hst du Glück gehabt. Im Zeitalter der Routenplaner ist das vielfach "Routine". Selbst erlebt, meine Frau auch. Wir haben natürlich keine falschen Angaben gemacht, allerdings hatte der Finanzbeamte eine andere Route gewählt, die gar nicht ging.
Geschaut wird automatisiert auch auf die Plausibilität der Arbeitstage.

AndyO
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Re: Trennungsgeld und Pendlerpauschale - Steuerprobleme?

Beitrag von AndyO » 11.09.2017 11:21

Pendler-Pauchale gibt's nicht. Du kannst eine Entfernungsentschädigung von 30 Cent je gefahrenem KM ansetzten (unbegrenzt). Steinschläge und Unfallschäden können zusätzlich angesetzt werden, sofern keine andere Erstattung erfolgt. Ferner gibt es eine Versorgungspauschale von 12 Euro je Tag für maximal 3 Monate. Letztere lebt wieder auf, sobald du eine 4wöchige Dienstunterbrechung hast (Urlaub, Krankheit, etc.).

https://www.haufe.de/personal/personal- ... 54465.html

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