Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

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Baumschubser
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Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Baumschubser » 25.07.2017 17:58

Ich benötige ein Atemtherapiegerät und stehe nach der Probezeit von 6 Monaten vor der Entscheidung, das Gerät zu kaufen oder zu mieten. Seitens der Beihilfe sind beide Varianten möglich, ich gehe mal davon aus, dass auch die PKV beide Vaianten problemlos bezahlen wird. Das macht die Entscheidung, wie man es nun richtig macht, nicht leichter.

Der Kauf des Gerätes würde einmalig 1023,40€ kosten, die Versorgungspauschale (also Miete) jährlich 654,50€.

Zum Kauf kann eine Zubehörpauschale ohne Wartung für 351,05€ bzw. mit Wartung 470,05€ jährlich gebucht werden. Reparaturen sind hier für 4 Jahre mit 50% dabei, danach gehts auf eigene Kosten.

Die Beihilfe hat mir bzgl. Kauf folgendes geschrieben auf Anfrage:

"Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass gem. §23 Abs. 4 SächsBhVO Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung von beihilfefähigen Hilfsmitteln beihilfefähig sind, soweit sie innerhalb eines Kalenderjahres über 100€ hinausgehen. Ein Filterwechsel z.B. ist regelmäßig als Maßnahme für den Betrieb und die Unterhaltung des Hilfsmittels und nicht als Reparatur zu qualifizieren"

Darf ich das so verstehen, dass hier auch die Zubehörpauschale, da sie über 100€ liegt und damit alle Fixkosten außer Reparaturen abgedeckt sind, ebenfalls von der Beihilfe übernommen wird?

Was ist mit Reparaturen oder einem Ersatz des Gerätes, wenns mal endgültig verschlissen ist? Gleiches Prozedere wie z.B. bei einer neuen Brille, dass man nach einem gewissen Zeitraum auf Rezept was neues bekommt?

Und als Letztes die Stromkosten, GKV-Patienten können diese abrechnen und bekommen sie erstattet. Zahlt sowas die Beihilfe auch?

Im Moment tendiere ich eher dazu, das Gerät einfach mit Full-Service für 654,50€ jährlich zu mieten. Im Vergleich zur Zubehörpauschale ist der Aufpreis gering, auch wenns zum Kaufpreis eher teuer wirkt.

Was meint ihr dazu?

Torquemada
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Torquemada » 25.07.2017 18:10

Solange die beiden wirtschaftichen Varianten nicht hieb- und stichfest durchkalkuiert werden können, würde ich zur Miete tendieren. Kaufen kann man doch später ein neues Gerät immer noch, oder?
Was ist, wenn so ein Gerät nach 26 Monaten den Geist aufgibt? Oder sind die so solide, dass sie wirklich X-Jahre funktionieren?

Baumschubser
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Baumschubser » 25.07.2017 18:22

Man geht von 5 Jahren Nutzung ohne große Probleme aus. So solide sind die Dinger wohl mittlerweile. Die ersten 4 Jahre wären in der Zubehörpauschale mit dabei. Wirklich kalkulieren kann man das natürlich nicht. Der Kaufpreis wäre auch nur hier jetzt für den Erstkauf so hoch, da das Gerät direkt von der Herstellerfirma ResMed kommt. Die Geräte gibts auf dem freien Markt teils deutlich günstiger.

Ansonsten stimmt dein Ansatz natürlich, man kann es nicht final durchkalkulieren. Es ist ja nicht nur das Gerät, auch Atemschlauch (rund 25€) oder Maske (rund 120-150€) können mal zerwürgt sein. Das kostet zwar kein Vermögen, aber man muss es sich dann ebenfalls erst wieder verordnen lassen, kaufen und jedesmal einzeln abrechnen.

Die Miete hat einen weiteren und möglicherweise entscheidenden Vorteil. Man bekommt nach einem gewissen Turnus, wenn sich Wartung und Reparatur nicht mehr lohnen, das dann aktuelle Gerät automatisch. Die Entwicklung geht ja auch hier weiter.

vossloch
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von vossloch » 26.07.2017 09:21

Aus Erfahrung würde ich zum Kauf raten. Das Gerät läuft problemlos, der Schlauch ist auch noch gut. Die Maske sollte so alle 2-3 Jahre gewechselt werden.
Die Filter sind sehr teuer (vom Gewicht her fast teurer als Gold).Der Riemen für die Maske ist nach 2 Jahren ausgeleiert. Ich habe das Gerät jetzt 5 Jahre im Einsatz
(ohne Wartung, nur immer gereinigt und Filterwechsel) jede Nacht und auch auf Reisen. Das Gerät ist mit Luftbefeuchter.

tommek
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von tommek » 27.07.2017 12:41

Hallo,

ich rate dringend dazu, mit der PKV zu sprechen, bevor man ein Gerät mietet oder anschafft. Je nachdem um was genau für eine Gerät es sich handelt, kann die PKV nämlich auf dem Standpunkt stehen, dass dieses GErät nicht im Leistungsumfang enthalten ist und man bekommt nichts.

Apnoe Patient bekamm CPAP Gerät aufgrund schwerer Schlafapnoe. In der Klinik wurden mehrere Geräte empfohlen und erklärt. Ein im niedrigen Preissegment angesiedeltes GErät wurde gekauft, der Antrag gestellt. Die Beihilfe zahlte sofort, die PKV lehnte ab. Nicht im Leistungkatalog enthalten und aus Kulanzgründen würde man die Kosten erstatten, die ein Vetragspartner der PKV in Rechnung stellen würde.. 300 Euro Aufzahlung, da das CPAP Gerät 1400 Euro mit Befeuchter kostete, der "Vertragspartner" ein preiswertes für 800 Euro im Programm hatte.

Übrigens: Ein gesetzlich versicherter Mitpatient suchte sich ein Gerät für 2500 Euro aus und hatte 10 Euro Zuhalung..

Daher unbedingt die PKV fragen..

Baumschubser
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Baumschubser » 27.07.2017 18:17

Mit meiner PKV muss ich nochmals reden, fürs erste halbe Jahr ist das Gerät sowieso zur Miete. Die Firma Resmed hat aber darüber hinaus die Verordnung des Gerätes bereits bei der Debeka angemeldet und das weitere Vorgehen soll meinerseits nochmals mit denen abgestimmt werden.

unfall2
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von unfall2 » 01.08.2017 10:34

Baumschubser hat geschrieben:
25.07.2017 17:58
"Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass gem. §23 Abs. 4 SächsBhVO Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung von beihilfefähigen Hilfsmitteln beihilfefähig sind, soweit sie innerhalb eines Kalenderjahres über 100€ hinausgehen. Ein Filterwechsel z.B. ist regelmäßig als Maßnahme für den Betrieb und die Unterhaltung des Hilfsmittels und nicht als Reparatur zu qualifizieren"
Auch Stromkosten sind Betriebskosten und können demnach eingereicht werden. Dabei einfach den Verbrauch des Gerätes und die durchschnittliche Laufzeit angeben und die dann entstehenden Kosten mittels Stromrechnung nachweisen.

tommek
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von tommek » 02.08.2017 13:42

unfall2 hat geschrieben:
01.08.2017 10:34
Baumschubser hat geschrieben:
25.07.2017 17:58
"Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass gem. §23 Abs. 4 SächsBhVO Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung von beihilfefähigen Hilfsmitteln beihilfefähig sind, soweit sie innerhalb eines Kalenderjahres über 100€ hinausgehen. Ein Filterwechsel z.B. ist regelmäßig als Maßnahme für den Betrieb und die Unterhaltung des Hilfsmittels und nicht als Reparatur zu qualifizieren"
Auch Stromkosten sind Betriebskosten und können demnach eingereicht werden. Dabei einfach den Verbrauch des Gerätes und die durchschnittliche Laufzeit angeben und die dann entstehenden Kosten mittels Stromrechnung nachweisen.
Das ist richtig, die Beihilfe zahlt hier analog zu den für gesetzlich versicherten geltenden Regelungen einen Betrag. Hiervon allerdings nur den auf den Beihilfeanteil entsprechenden Betrag. Ob aber die PKV sich an den Kosten beteiligt, hängt von den Versicherungsbedingungen ab. In der Regel zahlen die für so etwas keinen Cent, Ausnahmen bestätigen hier aber die Regel.

Drum prüfe .. wer sich privat versichern will :shock:

Baumschubser
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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Baumschubser » 02.08.2017 15:27

Ja ok, das Ding verbraucht Strom für rund 50€ im Jahr. Wenn ich da auf 30% sitzen bleibe, macht mich das nicht wirklich ärmer. ;-)

fotoknipser
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Behörde: is doch eigentlich wurscht...

Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von fotoknipser » 22.08.2017 18:45

Wir haben die Variante mit dem mieten gewählt. Nach 12 Monaten bekommen wir einen Brief von der Firma, dann wird abgelesen wie lange es genutzt wurde (gibt eine Mindest-Stundenzahl), dann geht es ins Krankenhaus und es gibt eine neue Verordnung. Die reichen wir mit der neuen Rechnung ein und bekommen es erstattet.
Allerdings sind wir bislang nicht auf die Idee gekommen die Erstattung von Stromkosten zu beantragen. Wir sind beide froh dass wir wieder gut schlafen können - der eine mit Gerät und der andere weil die Schnarcherei aufgehört hat

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Re: Atemtherapiegerät kaufen oder mieten?

Beitrag von Baumschubser » 22.08.2017 19:09

Ich bin mit dem Ding auch sehr zufrieden. Bei mir ist das jetzt alles noch Probezeit, die geht bis Jahresende. Danach werde ich es weiter mieten und bin alle Sorgen los. Zusage von Beihilfe und auch meiner PKV habe ich, dass kaufen und mieten möglich wäre. Ich muss dann nur mal nachfragen, was die mir final alles zur Verfügung stellen zu dem Preis. Theoretisch gibts noch ne zweite Maske und eigentlich alles Zubehör, also Filter und normalerweise müssten selbst die Reinigungstücher incl. sein. Und warum sollte man sich die 50e Stromkosten nicht erstatten lassen? Zu verschenken habe ich nichts.

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