Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

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connigra
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Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

Beitrag von connigra » 22.09.2017 19:16

Hallo zusammen,
Mit der Abrechnungsstelle Unimed ist Ärger vorprogrammiert. Bei jeder Rechnung habe ich Terz ohne Ende, jedesmal schickt die PostB die Rechnung zum Gutachter und jedesmal streicht dieser Ziffer für Ziffer als unbegründet. Es liegt nicht an der Kasse, sondern an den fragwürdigen Praktiken dieser Abrechnungsstelle.Ich frage mich, ob die Mitarbeiter dort so unfähig sind oder ob System dahintersteckt?! Bei meiner Recherche im Internet wurde mir bewusst, dass ich eine unter vielen bin. Ich denke, die Ärzte wissen oft gar nicht was abläuft. Auch bei meiner jetzigen OP Rechnung in Höhe von 2900 € strich der Gutachter 500 €. Diesmal bin ich gewappnet und lasse es auf einen Rechtsstreit ankommen. Unimed zählt auf die Dummheit der Patienten, die oft vorher die Rechnung bezahlen. Telefonisch hängt man bis zu einer Stunde in der Warteschleife, schriftliche Beschwerden werden mit belanglosen und stupiden Standartsätzen beantwortet. Die krasseste Aussage war: Die GOÄ wäre veraltet - so könnte kein Arzt mehr arbeiten. Hä? Warum unterschreibe ich dann einen Behandlungsvertrag, indem sich der Arzt verpflichtet nach der GOÄ abzurechnen? Dieser ständige sinnlose Papierkrieg nervt ohne Ende! Deshalb kann ich nur jedem Betroffenen raten, seine Rechnung und seinen Unmut der zuständigen Ärztekammer mitzuteilen. Viele private Kassen stehen Ihren Versicherten im Gebührenstreit gegen Unimed bei - die Post B lässt uns hängen. Die einzige Alternative: zu keinen Arzt gehen,der mit Unimed abrechnet. Mein jetziger Operateur hatte mir versprochen, bei seiner Rechnung gäbe es keinen Gebührenstreit, ich denke auch er kennt die Praktiken nicht.
Ist hier noch jemand betroffen? v.g. connigra

hudello
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Re: Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

Beitrag von hudello » 27.09.2017 12:25

Hallo connigra

ja, diese Erfahrung musste ich auch machen. Je nach Erkrankung entstehen hier erhebliche Selbstbehalte, die sich schon mal zu einer Jahres-"Rest"-Summe von über 1000 Euro oder mehr aufsummieren können. Bei Mindestpension ist das sehr schmerzlich.

Nach viel investierter Zeit mit Telefonaten, Suche nach Ansprechpartnern bei z.B. Krankenhäusern, Schriftverkehr mit KV/Beihilfe, unimed usw. gehe ich inzwischen wie folgt vor:

- Einreichung der Rechnungen bei PBeaKK (ggf. vorher Beihilfeablöse-Versicherern)
- nach Erhalt des Erstattungsbescheids nur den erstatteten Betrag bezahlen, mit Hinweis auf "mein Brief vom xx.xx.2017"
- unimed schriftlich auffordern, eine ausführliche ärztliche Begründung zuzusenden, damit die KV/Beihilfe den Rest erstatten kann
(plus Hinweis, dass sie die Rechnungen so zu stellen haben, wie es gebührenrechtlich zulässig ist sowie einen Satz zum Aufschub des Zahlungsziels/Vermeidung von Inkassogeschichten usw.)
Dazu auch Kopie des Erstattungsbescheides als Anlage mitschicken (Klarheit was und warum etwas nicht erstattet wurde).

> Du wirst sehen, dass die sich wahrscheinlich nie bei Dir melden und stillschweigend auf ihre Zahlungsdifferenzen verzichten.

Ich mache dies inzwischen wirklich bei jeder Abweichung so, weil ich es nach der ganzen Erfahrung leid bin, dass die Rechnungen nicht so gestellt werden, wie es sein müsste (Erziehungseffekt). Das ganze natürlich nur bei Punkten, die nicht aus Selbsthehalten Medikamente / KH-Aufenthalt / Heilmittel / Hilfsmittel usw. entstehen, die musst Du tragen.
Bevor ich so vorging hatte ich auch einige hundert Euro Lehrgeld bezahlt.

Mit der PBeaKK halte ich es ähnlich, bei jeder Unstimmigkeit Widerspruch einlegen, wirst sehen, dass sich die erläuternden Texte bald ändern (in Richtung "reichen Sie dies oder das nach, dann erstatten wir nach, Sie brauchen keinen Widerspruch einzulegen). Die wollen auch nicht ständig Widersprüche bearbeiten (vielleicht zielerelevant, wer weiß?)

Falls Du immer mit denselben Rechungsstellern Probleme hast lohnt es sich, dort einen verlässlichen Ansprechpartner zu finden, mit dem man strittige Punkte telefonisch klären kann. Ist ein lohnender Weg, denn keiner möchte ständig mit diesem bürokratischen Wahnsinn beschäftigt sein.

Grundsätzlich empfehle ich Dir, Dich im Netz schlau zu machen
a) wegen der verschiedenen GOÄn usw.
b) ergänzend dazu gibt es auch sogenannte A-Nummern, die dafür eingeführt wurden, Behandlungen, die noch nicht in der offiziellen GOÖ enthalten sind abrechenbar zu machen.
Genau dieser Punkt wird oft von unimed genützt.
Außerdem ist es Pflicht, jede Rechnung bzgl. der berechneten Leistungen detailliert zu prüfen, ob die Leistung auch erbracht wurde.

Meiner Meinung nach hat das ganze Abrechnungsprozedere bei PKV'n extrem viel Spielraum, den die Abrechner schamlos ausnützen. Habe in nun 1,5 Jahren hier die tollsten Dinge erlebt, von doppelt gestellten Rechnungen, GOÖ-Nummern die nicht zusammen verrechnet werden dürfen, bis GOÖ's, die überhaupt nicht erbracht wurden uvm.

Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt, hier bewahrheitet es sich mal wieder voll. Also immer schön schriftlich durchexerzieren, irgendwann wird's besser.

Falls Du weitere Fragen hast kannst Du Dich gerne via PN melden.

Lieben Gruß
Hudello

hudello
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Re: Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

Beitrag von hudello » 27.09.2017 12:34

...Ergänzung: auch in Richtung "Beihilfe" schlau machen, vor allen die entsprechenden Anlagen...

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Hauseltr
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Re: Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

Beitrag von Hauseltr » 27.09.2017 17:38

Wenn auch nicht mit Abrechnungsstellen, so habe ich ähnliches schon mit Ärzten durchgezogen. Bezahlt habe ich nach den Erstattungsmitteilungen der KVB, Mitteilung an den Arzt und Widerspruch habe ich bisher noch nie erhalten.

Die letzte Rechnung, die ich von einer Abrechnungsstelle erhalten habe, habe ich in Bezug auf das Zahlungsziel moniert. Als KVB Mitglied habe ich ein Zahlungsziel von 6 Wochen, das Zahlungsziel von 30 Tagen betrachte ich bei 42 Tagen als nicht geschrieben. Allerdings soll die derzeitge Bearbeitungszeit der Anträge bei 23 Tagen liegen.

Trotzdem bestehe ich auf der richtigen Angabe des Zahlungsziels.

connigra
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Re: Abrechnungsstelle der Ärzte: hier Unimed

Beitrag von connigra » 01.10.2017 22:24

Halo,
mein Doc pfiff die Abrechnungsstelle zurück - leider macht das nicht jeder Doc. Dann kannst du kämpfen - welcher Kranker hat die Nerven? deshalb nie zahlen, ehe man weiß was man bekommt......v.g.

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