Beginn des Studiums

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Anwaerter
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Anwaerter » 13.10.2013 21:53

Hi shino,

ja das ist vermutlich schon ein ungutes Gefühl wenn man gleich nach der Schule lange Zeit wo anders untergebracht ist.
Auch ist es ein blödes Gefühl, wenn man die ersten Bezüge erst später bekommt und schon Ausgaben hat.
Dazu kommt ja auch noch, dass die meisten anderen schon älter sind und schon mal was gemacht haben.
Es kommt halt irgendwie alles zusammen. Wie gesagt, mit der Finanzverwaltung hast du dir nicht den einfachsten Weg ausgesucht, aber du wirst das schon irgendwie packen.

Wie ist es denn bei euch geregelt in Sachsen - Anhalt in der Finanzverwaltung.
Seit ihr in Einzelzimmern oder in Doppelzimmern untergebracht?
Müsst ihr für Unterkunft oder Verpflegung bezahlen, oder gar für beides?

Ich frage das nur aus reiner Neugier. :D
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

Carrington
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Carrington » 14.10.2013 00:14

Shino hat geschrieben: Auch der Unterricht macht eigentlich Spaß. Ich habe halt nur hin und wieder diese Zweifel... verstärkt vermutlich, weil es das erste mal ist, dass ich regelmäßig von meinen Eltern jetzt getrennt bin. Obwohl ich natürlich jedes Wochenende zuhause bin. Es ist schon ein komisches und mulmiges Gefühl allein hier zu sein. Ich habe natürlich hier auch 2-3 Freunde denen ich Fragen stellen kann.
Ach da musste dir echt keinen Kopf machen. Das gehört zum Erwachsenwerden dazu und ist völlig normal. Wichtig ist halt, sich nicht in der Fremde zu isolieren, aber Du kennst ja schon welche. Passt also alles. :)

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 14.10.2013 16:46

@ Anwaerter & Carrington:

Ja also wohl fühl ich mich hier auch noch nicht. Aber ich habe immer den Freitag vor Augen und freue mich auf mein Wochenende.
Ich verstehe ja größtenteils was die Dozenten erklären... und die Übungsaufgaben die wir machen sind auch einfach lösbar. Es ist nur soooo viel... grade wenn sie die Paragraphen so einwerfen. Ich weiß, dass man immer sagt "Man muss die Paragraphen nicht auswendig lernen", aber doch muss ich wissen, wo sie stehen usw. ... ich habe nur Angst, dass mich der ganze Stoff überfordert. Mir ist aber auch bewusst, dass es ja fast unmöglich ist das alles zu können (grade in den Klausuren), denn wenn dem so wäre müsste man ja immer 15 Punkte schreiben... und es ist ganz normal so im Mittelfeld bei 8 Punkten zu liegen. Ich habe auch im Moment kein höheres Ziel. Ich hoffe, dass ich auch dort in diesem Feld liegen werde und nicht drunter. Vermutlich resultiert die Angst daraus, dass ich in der Schule eigentlich nie voll versagt habe... Eine Punktzahl unter 10 Punkten war eher eine Seltenheit. Ich war dort nie überfordert, deshalb ist es wohl eine Umstellung das zum ersten mal zu sein.
Es ist ja auch grade mal die 2. Woche ... ich denke und hoffe das mit der Überforderung legt sich mit der Zeit. Ich habe mir so gedacht, dass die ersten 2 Theoriephasen die schlimmsten sind (weil beide so 5-6 Monate dauern), weil sie halt die längsten sind. Denn nach diesem Phasen ist bereits das theoretische Studium zur Hälfte vorbei (insgesamt 21 Monate). Danach sind die Theoriephasen nur 1-2-3 Monate lang. Dann ist die Fülle des neuen Stoffs auch nicht so intensiv. Könnt ihr mich da bestätigen?

Also ich bin zwar in Sachsen-Anhalt angestellt... die Schule ist aber in Brandenburg, bei Berlin (Königs-Wusterhausen). Wir haben Einzelzimmer (zum Glück... nicht dass ich was gegen andere hätte, aber ich will dann doch meine Ruhe) mit einem Bad. Das Bad müssen wir aber mit unserem Zimmernachbarn teilen (da gibt es aber keine Komplikationen). Für die Unterkunft müssen wir 212€ zahlen... Verpflegung gibt es in der Mensa. Da bezahlt man aber mittels Karte (die auch die Türen öffnet), indem man da Geld auflädt. Man entscheidet also letztlich selbst, ob man essen geht (und wie viel Geld davon weggeht). Die Bezüge sind dafür natürlich in Höhe von ungefähr 1050€ (ohne Abzüge wie Lohnsteuer) vollkommen ausreichend.

El Pocho
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von El Pocho » 14.10.2013 20:48

Wie du schon richtig erkannt hast, sind 15 P ohne Vorkenntnisse fast utopisch. Klar es gibt immer Ausnahmen. Dein Anspruch sollte trotzdem bei einer zweistelligen Punktzahl liegen, also 10P. Damit bist du logischerweise über 8P, welche du für die Übernahme brauchst. Zudem kann eine gute Endpunktzahl dafür sorgen, dass du in das FA kommst, wo du auch hinwillst, dass die Probezeit sich verkürzt usw.. Man muss sich wirklich damit abfinden, dass die 1 und eine gute 2 schwer erreichbar sein wird. Selbst wenn du ein 1,0er Abi hast, bringt dir das hier nichts.
Die erste Theoriephase ist in der Tat sehr lang und man hat bereits nach ein bzw. zwei Monaten das Bedürfnis einfach mal zu sehen, wie das im FA abläuft. Gerade für AO sind die ganzen Abläufe schon wichtig um es zu verstehen. Meistens macht es dann aber im zweiten Theorieabschnitt "Klick", sodass man viele Verbindungen sieht.

Zu den vielen Paragraphen kommen auch noch die ganzen Abkürzungen, obwohl die Dozenten versuchen diese immer zu erklären. Auch die Abkürzungen gehen sicherlich bald in deinen üblichen Sprachgebrauch über.

DerHagn
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von DerHagn » 17.10.2013 07:39

[quote="Shino"]Informationen zum Thema Steuern?
Das halte ich für einen großen Fehler, denn da wird man sicher von Informationen überhäuft. Ich habe grade die Schule beendet und es tut mir leid... aber es ist völlig normal NICHTS über Steuern zu wissen. Damit steh ich nicht alleine da.

Tag,

keine Infos zum Thema Steuern, sondern zur Ausbildung, zum Studium an sich.
Dann wäre man ja drauf gekommen, dass es um das Thema "Steuern" geht ;)
Aber eig. schgon bitter, dass man dann zwar ABi macht, aber auf wichtige Themen nicht vorbereitet wird.

Gruß

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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 17.10.2013 09:21

Ja na das weiß ich ja, dass es um Steuern geht.
Ich hab schon ein paar andere Leute kennen gelernt und ich war beruhigt zu hören, dass sie bisher nicht mehr für die Schule machen als ich.
Ich versuche mich jeden Tag auf den nächsten vorzubereiten. Dann wiederhole ich den Stoff so 1,5-2 Stunden. Um dann ruhigen Gewissens zu entspannen, da ich am Wochenende nichts mache. Viele meinten das reicht eigentlich auch absolut aus. Mir ist natürlich klar, dass ich um Lernen vor Klausuren nicht rum komme.

Anwaerter
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Anwaerter » 30.10.2013 17:29

Hi Shino,

schreib doch was die hätten besser machen können.
Ich glaube die wissen gar nicht was die anfordern sollen.

Welche mit Abitur, die intellektuell was drauf ham.

Habe es ja selber nicht, :( nur ne gute Menschenkenntnis.
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 30.10.2013 18:42

Hi Anwaerter,

Ich habe leider jetzt nicht verstanden, auf was sich deine Aussagen beziehen :lol:

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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Anwaerter » 02.11.2013 14:08

Hi Shino,

ist nicht so wichtig. :lol:

Bin hier auch nicht mehr so oft online.
Weiß auch nicht mehr genau was ich damit gemeint habe.

Schreib einfach wie es dir so ergeht.
So was in der Art habe ich vermutlich gemeint.
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 23.12.2013 12:33

Mittlerweile hab ich ja schon ein halbes Semester geschafft (yeey) xD
Unglaublich wie die Zeit vergangen ist... Von den insgesamt 21 Monaten Schule sind bereits 3 vorbei.

Ich habe mich jetzt mittlerweile an alles gewöhnt.
Ich habe jetzt im Dezember meine ersten Klausuren geschrieben.

Wie war es bis jetzt?
ich muss ehrlich sagen, ich hab es mir schlimmer vorgestellt.
Für die Klausuren habe ich mir so 2 Wochen vorher Zusammenfassungen geschrieben und die dann vor den Klausuren mit dem Gesetz zusammen gelernt. Dazu haben wir in jedem Fach Übungsklausuren bekommen, die ich analog dazu gemacht habe.
Dann kamen die Klausuren und die waren alle voll in Ordnung. Die ein oder andere war etwas viel aber ich bin mir wirklich sicher, dass ich von den 5 Klausuren auf jeden Fall 4 mit zweistelligen Punkten abschließen werde. Studenten aus dem höheren Jahrgang sagten auch: so schlecht wie das Gefühl manchmal ist, so fällt es meist gar nicht aus.
Alles also halb so wild. Vielleicht sehe ich das auch nur zu locker und schätze das Ganze total falsch ein... das weiß ich nicht.
Ich bin ehrlich, dass ich mich mit dem Lernen nicht überfordert habe. Ich habe wirklich jeden Tag nur ein bisschen gemacht und dann vor den Klausuren mehrere Stunden ein Fach gepaukt habe. Ich weiß nicht, ob ich da ein komischer Mensch bin, aber es gibt bei uns einige Kandidaten die sitzen wirklich den ganzen Tag vor ihrem Schreibtisch und machen nichts anderes. Da bekommt man schon manchmal ein schlechtes Gewissen, aber ich scheine nicht der einzige zu sein, der so denkt.
Es war nur sehr anstrengend, weil die Klausuren alle hintereinander (jeden Tag eine) geschrieben werden. Wir hatten nur einen Tag mal frei bekommen. Das schlug dann sehr auf die Motivation aus und bei den letzten 2 Klausuren war dann einfach die Luft raus. Dementsprechend war aber auch die Freude auf die Weihnachtsferien :D

Insgesamt also alles machbar, wenn man sich etwas hinsetzt und den Stoff nochmal wiederholt.
Waren aber auch gerade mal die ersten Klausuren aber ich bin da positiv gestimmt.

El Pocho
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von El Pocho » 23.12.2013 13:58

Ich finde es gut, dass du eine Rückmeldung gibst.
Erstmal Glückwunsch zu den wahrscheinlich guten Klausuren. War das gleichzeitig die Zwischenprüfung oder folgt die erst?
Wichtig ist, dass man weiterhin am Ball bleibt, denn das Grundstudium 2 und 3 sind meines Erachtens "schlimmer".

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 23.12.2013 15:50

Nein die Zwischenprüfung kommt im März.
Aber wenn die Dezemberklausuren gut sind, ist der Druck bei der Zwischenprüfung nicht so groß, weil die da zu 25% mitzählen.
Aber das wird schon =)
Hoffe ich zumindest :lol:

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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 01.05.2014 19:57

Vielleicht mal ein Update.

Die Zwischenprüfung ist mittlerweile vorbei.
Ich hab bestanden. Worüber ich mich sehr gefreut habe. Allerdings bin ich nicht vollkommen zufrieden.
Ich habe mit den Klausuren im Dezember ziemlich genau einen Schnitt von 8 Punkten.
Es ist nur etwas frustrierend genau an dieser 8 Punkte-Marke zu kratzen, weil der Druck damit natürlich enorm hoch ist.
Aber von dem was ich so insgesamt gehört habe, schein ich mich darüber freuen zu können.
Es sollen wohl so 20% - 30% durchgefallen sein.

Nach dem ersten Studienabschnitt war ich schon fast traurig zu gehen, weil ich die ganzen Leute erstmal nicht sehen werde.
Aber die Arbeit im Finanzamt macht sehr viel Spaß. Jedenfalls wenn wir es selber machen dürfen und nicht wie sehr oft immer nur zugucken dürfen.
Ende Mai geht's wieder hoch zur Hochschule. Dann aber bis Ende des Jahres :roll:
Ich denke dieser Abschnitt wird sehr hart.
Aber wenn ich das Jahr 2014 geschafft habe, nimmt die Theorie rapide ab. Ich bin im gesamten Jahr 2015 nur 2 Monate in der Schule.

El Pocho
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von El Pocho » 02.05.2014 10:11

Glückwunsch zur bestandenen Zwischenprüfung. Bei mir war die Durchfallquote ähnlich. Bei mir war das GS2 nochmal ein Stück "härter". Mehr Informationen in kürzerer Zeit. Es kamen neue Fächer hinzu, die nichts bis nicht viel mit dem Steuerrecht zu tun haben. Daher konnte man nicht auf vorhandenes Wissen aufbauen, sondern musste wieder von vorne anfangen.
Genieße die Zeit im FA, denn auch diese ist sehr schnell wieder vorbei.
Mach dir jetzt auch nicht so ein Kopf um die 8 Punkte. Den größten Anteil machen nachher die Prüfungen aus, sodass es fast unerheblich ist ob man jetzt 8 Punkte oder nur 7 Punkte hat.

Shino
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Re: Beginn des Studiums

Beitrag von Shino » 02.05.2014 11:52

El Pocho hat geschrieben:Es kamen neue Fächer hinzu, die nichts bis nicht viel mit dem Steuerrecht zu tun haben. Daher konnte man nicht auf vorhandenes Wissen aufbauen, sondern musste wieder von vorne anfangen.
Soweit ich weiß bekomme ich nur 1 Fach neu dazu. Vielleicht waren es auch 2. Dafür fällt aber auch schon 1 wieder weg.
El Pocho hat geschrieben: Mach dir jetzt auch nicht so ein Kopf um die 8 Punkte. Den größten Anteil machen nachher die Prüfungen aus, sodass es fast unerheblich ist ob man jetzt 8 Punkte oder nur 7 Punkte hat.
Ja die Prüfungen machen ja noch nicht viel aus in der Endnote. Aber es wird ja nicht leichter. Viel besser als 8 Punkte kann es ja theoretisch nicht werden, denke ich mir. Dabei fand ich die Zwischenprüfungen teilweise schon sehr schwierig.
Ich werde das wohl auf mich zukommen lassen müssen :lol:

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