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telekubbi
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Beitrag von telekubbi » 30.12.2018 16:46

Hallo allerseits,

ich bin seit ca 1,5 Jahren wegen psychischen Problemen krankgeschrieben und war auch schon 3 oder 4 Mal beim medizinischen Dienst.

Gibt es da Erfahrungswerte wie lange es eigentlich dauert bis man dauerhaft dienstunfähig ist?

Ich habe zusätzlich vor 2020 in den Vorruhestand mit 55 Jahren zu gehen. Ist das eigentlich möglich wenn man dauerhaft dienstunfähig ist?

rakamean
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Re: DDU

Beitrag von rakamean » 30.12.2018 19:59

Hallo,
das ist NICHT! möglich. Die T wird soetwas nicht mitmachen!

Torquemada
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Re: DDU

Beitrag von Torquemada » 30.12.2018 20:05

telekubbi hat geschrieben:
30.12.2018 16:46

Ich habe zusätzlich vor 2020 in den Vorruhestand mit 55 Jahren zu gehen. Ist das eigentlich möglich wenn man dauerhaft dienstunfähig ist?
Du bist doch gar nicht "dauerhaft dienstunfähig". Zumindest zur Zeit nicht.

telekubbi
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Re: DDU

Beitrag von telekubbi » 30.12.2018 20:23

Torquemada hat geschrieben:
30.12.2018 20:05
Du bist doch gar nicht "dauerhaft dienstunfähig". Zumindest zur Zeit nicht.
Ja, daher ja meine erste Frage, wielange das eigentlich so dauert bis man als DDU eingestuft wird. Ich bin wie geschrieben schon seit einiger Zeit krank geschrieben und war schon mehrmals beim medizinischen Dienst, der meine Krankheit im Prinzip bestätigt hat. Logo ist eine psychiche Krankheit auch heilbar, aber wenn sie seit ca 1,5 Jahren besteht und ursächlich mit dem Job zu tun hat, wird es schwer mit Heilung.

telekubbi
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Re: DDU

Beitrag von telekubbi » 30.12.2018 20:27

rakamean hat geschrieben:
30.12.2018 19:59
Hallo,
das ist NICHT! möglich. Die T wird soetwas nicht mitmachen!
Ok, also du meinst DDU (was ich ja noch nicht bin) und Vorruhestand mit 55 Jahren ist nicht möglich?

rakamean
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Re: DDU

Beitrag von rakamean » 30.12.2018 20:39

Wenn du schon so lange krank bist - erhälst du definitiv nicht die Möglichkeit die 55er Regelung in Anspruch zu nehmen.
Mein Rat die Zeit (NUR WENN DU ES GESUNDHEITLICH KANNST) wieder in Arbeit zu gehen. Mit DDU erhält man immerhin etliche 100 Euro's weniger als mit der 55er Regelung, durch die 10,8% Abzug.

AndyO
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Re: DDU

Beitrag von AndyO » 30.12.2018 20:48

rakamean hat geschrieben:
30.12.2018 20:39
Mit DDU erhält man immerhin etliche 100 Euro's weniger als mit der 55er Regelung, durch die 10,8% Abzug.
Es sind ~50-80 Euro und nur dann, wenn man keine zusätzlichen Rentenansprüche erworben hat. Bei mir amortisiert sich das erst mit 84 Jahren.

telekubbi
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Re: DDU

Beitrag von telekubbi » 30.12.2018 20:54

rakamean hat geschrieben:
30.12.2018 20:39
Mit DDU erhält man immerhin etliche 100 Euro's weniger als mit der 55er Regelung, durch die 10,8% Abzug.
Ich hab nur eine Teilzeitstelle (17 Stunden Woche) und soweit wie ich das verstanden habe gibt es wohl eine Mindest-Allimentierung, die man nach soundsovielen Dienstjahren erhält (ich hab da jetzt über 25 Dienstjahre als Beamter).

AndyO
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Re: DDU

Beitrag von AndyO » 30.12.2018 21:46

telekubbi hat geschrieben:
30.12.2018 20:54
Ich hab nur eine Teilzeitstelle (17 Stunden Woche) und soweit wie ich das verstanden habe gibt es wohl eine Mindest-Allimentierung, die man nach soundsovielen Dienstjahren erhält (ich hab da jetzt über 25 Dienstjahre als Beamter).
-0,8% je Jahr * 25 = 20%. Damit kommst du von der Mindestversorgung so oder so nicht weg.

Lieschenmüller
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Re: DDU

Beitrag von Lieschenmüller » 31.12.2018 23:52

Was da mit Prozenten usw zu rechnen ist finde ich auch total kompliziert. Gibt es denn nicht eine "Hausnummer" für die Mindestpension? Was ist denn das Mindeste"? 1400. 1600, 1700 Brutto? ich habe 4 Berechnungen vorliegen und jede sagt etwas anderes.

Herm
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Re: DDU

Beitrag von Herm » 01.01.2019 01:16

Mindest-Versorgungsbezüge ab April 2019 Bundesbeamter Ledig
A4
2688,23 Eur x 0,99010 = 2661,62 :100 x 65 = 1730,05 + 30,68
= 1760,73 Euro minus 1,525 % Pflege §50 f = 1733,88 Euro Brutto

<Was ist denn das Mindeste
1733,88 Euro Brutto minus Steuer minus Krankenkasse

AndyO
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Re: DDU

Beitrag von AndyO » 01.01.2019 07:39

Bei einem A8, 17h, stehst du heute etwa hier:

3200 Euro* 17/40 = 1360 Euro

Auf Deutsch: Du hast dann mehr.

7up
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Re: DDU

Beitrag von 7up » 24.01.2019 10:57

Moin!

Eigentlich war ich bisher zu gut für diese Berufswelt als Beamter bei der DTAG.
Nun aber werde ich Ende dieses Jahres 62 Jahre alt und bin müde und habe die Nase voll.
Eine Berechnung meiner Pension liegt mir bereits vor. Am 01.08.2023 bei 71,75 % mit 41 Jahren Dienstangehörigkeit darf ich dann auch gehen. Das ist mir aber zu spät.
Nun überlege ich aus gesundheitlichen Gründen jetzt schon die Weichen für einen vorzeitigen Abgang zu schaffen.
Ziel wäre spätestens mit 64 Jahren also ca. 2 Jahre vorher zum 01.08.2021 auszuscheiden.
Dazu folgende Fragen:
1. Wie lange kann ich mich durchgehend krank schreiben lassen, ohne dass ich gleich zum BAD geschickt werde?
Nach meinen Infos:
Max. 6 Monate, wobei ich vor Ablauf dieser Zeitspanne einmal zu Dienst erscheinen müsste. Danach ist es möglich wieder 6 Monate auszufallen. Dieses Spiel ist insgesamt über 1,5 Jahre möglich bis man endgültig ausgesteuert wird.
Ist der Sachverhalt richtig?
2. Muss es sich dabei um die gleiche Krankheit handeln oder muss es sich um unabhängige Krankheitsbilder handeln?
3.Wie klug und sinnvoll wäre es sich für diese Vorgehensweise aufzustellen.

Ich hoffe, es bleiben mir Antworten erspart, die mit Kritik verbunden sind. Diese werden mich mit Sicherheit nicht berühren.
Denn in meinen Pflicht bewussten über 35 Jahren Beamtentum bin ich so gut wie nie krank gewesen. Das deutet sich aber jetzt an und da möchte ich bestimmte Dinge in dem Zusammenhang selbst beinflussen und vor allem selbst bestimmen.

Nun bin ich gespannt auf die Antwort/en....

Gruß
7up

dibedupp
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Re: DDU

Beitrag von dibedupp » 24.01.2019 11:59

Zu 1. Dieser Sachverhalt ist falsch.
Wer länger als 3 Monate innerhalb der letzten 6 Monate erkrankt ist, kann zum BAD geschickt werden. Mit guter Begründung des DH kannst du jederzeit zum BAD geschickt werden.
Zu 2. ist vollkommen egal
Zu 3. musst du selber wissen.

Denk dran, wenn du 2 Jahre früher gehst, werden dir 7,8 % von der Pension abgezogen.

Mach doch ATZ.

AndyO
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Re: DDU

Beitrag von AndyO » 24.01.2019 12:31

7up hat geschrieben:
24.01.2019 10:57
Ist der Sachverhalt richtig?
2. Muss es sich dabei um die gleiche Krankheit handeln oder muss es sich um unabhängige Krankheitsbilder handeln?
3.Wie klug und sinnvoll wäre es sich für diese Vorgehensweise aufzustellen.

Ich hoffe, es bleiben mir Antworten erspart, die mit Kritik verbunden sind. Diese werden mich mit Sicherheit nicht berühren.
Denn in meinen Pflicht bewussten über 35 Jahren Beamtentum bin ich so gut wie nie krank gewesen. Das deutet sich aber jetzt an und da möchte ich bestimmte Dinge in dem Zusammenhang selbst beinflussen und vor allem selbst bestimmen.

Nun bin ich gespannt auf die Antwort/en....

Gruß
7up


55er ist nicht? Wenn du einen GdB von 50% bekommst, kannst du mit ~64 ohne Abzüge gehen. Kerngesund geht das natürlich schlecht. Pensionskürzung stehen natürlich hoch im Kurs und unser Arbeitgeber macht da als Handlanger gerne mit. Ich geh davon aus, die managen dich ab, bevor du überhaupt einen Antrag auf GdB durchbekommst, was ja ohnehin erst mal eine schlagartige massive Verschlechterung deines Gesundheitszustandes erfordern würde. Irgendwas gesundheitliches musst du ja vorweisen. Und bei den psychischen Nummer werden die wirklich Kranken gerne mit den Simulanten in eine Kiste geworfen. Mit Anwalt ist das maximal auf 2 Jahre zu strecken. Da liegst du mit deinen 18 Monaten gut. Aber die Ärzte warten nicht darauf, dir gesundheitliche Mängel zu bescheinigen, die nicht nachweisbar sind. Und die, die nachweisbar sind, werden als marginal abgetan. Jemand mit ne chronischen Fettleber sagt man dann "altersbedingt" und solange sich die Augen nicht verfärben, der Patient noch ansprechbar ist und auf Fragen noch rational antworten kann ist bzgl. Arbeitsfähigkeit doch alles bestens... Danach beginnt die Versetzungs-Mühle unseres Brötchengebers. Da gibt's dann nur noch arbeiten JWD oder freiwillig DDU. Auch hier drücken sich die Ärzte selbst bei Rollstuhlfahrern drum, Mobilitätseinschränkungen zu bescheinigen. Immer nur minimal zu hinreichend ist deren Motto. Das hilft nem Kranken wenig. Das wird deine Lebenserfahrung sicherlich noch bereichern. Bei dir kann der Pensionsanspruch nämlich nur noch durch vorzeigten Eintritt gekürzt werden. Und das System ist genau darauf geil. Da kannst du dir sicher sein. Lief ja gerade ein Urteil bzgl. eines Polizisten mit vergleichbarem Alter durch die Presse. Der wurde als fauler Sack dargestellt, der doch ohnehin überversorgt sei und sich deshalb mit den Pensionskürzungen gefälligst zufrieden zu geben hat. Für die Nummer brauchst du neben einer Rechtschutzversicherung auch gute Nerven...

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