Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

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dibedupp
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von dibedupp » 31.07.2017 22:54

Auch auf die Gefahr hin, dass von Rechtlerin wieder unqualifizierte Behauptungen und persönliche Beleidigungen kommen.
Reaktivierungsprüfungen werden seit letzem Jahr von der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation durchgeführt. Diese hat zwar Personal von der Post und der Telekom übernommen, die Vorgaben für Reaktivierungsprüfungen erhält sie aber vom BMF, nicht von Post und nicht von Telekom.
Eine Reaktivierungsprüfung beudete ja nicht auch gleich eine Reaktivierung und natürlich wehren sich die Post und die Telekom gegen jeden, den die BanstPT reaktivieren will.
Und wie ich gehört habe, ist eine Vorgabe die zu überprüfen, die eine Nebentätigkeit ausüben.
Deshalt kann ich auch nur jedem, der im Ruhestand bleiben will und einen Nebenjob hat, regelmäßig zum Arzt zu gehen.

a.no-nym
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von a.no-nym » 31.07.2017 23:08

dibedupp hat geschrieben:
31.07.2017 22:54
Auch auf die Gefahr hin...
@dibedupp
Auch, wenn das jetzt ein bisschen off-topic ist: Ich bin dankbar für Deine Beiträge - ich finde sie oft sehr hilfreich!

Fragero
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Fragero » 31.07.2017 23:54

@dibedupp
Ja ganz genau, aber ich nun einmal seit Jahren zu keinerlei Ärzten mehr gegangen.......
Ganz, ganz herzlichen Dank für Eure Meinungsbildung

Froschlurchschlucker
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Froschlurchschlucker » 02.08.2017 11:18

Anzugeben, dass man einen "Minijob" ausübt, wird doch nur derjenige als eines von mehreren Mitteln anwenden, der unbedingt wieder reaktiviert werden will. Ich kann mir keine Motivation vorstellen, aus der man ansonsten freiwillig solche Angaben macht. :lol:
Bei Kenntnis einer solchen Tätigkeit ist die Bundesanstalt doch geradezu gezwungen, Reaktivierungsuntersuchungen zu veranlassen. Wer einen Minijob ausübt, der kann stattdessen auch stundenweise Tätigkeiten bei den PNU ausüben.
Die Bundesanstalt reagiert übrigens auf jeden ihr zugehenden Hinweis, der auf eine Möglichkeit einer (begrenzten) Dienstfähigkeit hinweist. Dass muss sie (bzw. die betreffenden Sachbearbeiter) schon allein deshalb, um sich nicht angreifbar zu machen.
Die Sachbearbeiter bei der Bundesanstalt lassen sich auch gerne auf ein persönliches "Beratungs- und Informationsgespräch" ein. Dort wird man diese Sachverhalte gerne erläutern.

Torquemada
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Torquemada » 02.08.2017 11:42

Froschlurchschlucker hat geschrieben:
02.08.2017 11:18

Bei Kenntnis einer solchen Tätigkeit ist die Bundesanstalt doch geradezu gezwungen, Reaktivierungsuntersuchungen zu veranlassen. Wer einen Minijob ausübt, der kann stattdessen auch stundenweise Tätigkeiten bei den PNU ausüben.

Das stimmt doch einfach nicht. Wer z.B. aus psychischen Gründen nicht mehr als Beamter des B-Dienstes arbeiten kann, kann im Minijob ein paar Waren im Supermarkt einräumen.
Es kommt auf die Art der Tätigkeit an, wobei ein ärztiches Attest natürlich optimal ist.
Wer bei jedem Brief von der Telekom schwere Rückfälle in seiner Erkrankung hat, kann sehr wohl einen Minijob machen.

Postler63
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Postler63 » 02.08.2017 13:24

Zum Thema "Angabe des Minijobs" gibt es nur soviel zu sagen, dass die Finanzämter Einnahmen aus Minijobs und auch aus Tätigkeiten auf Lohnsteuerkarte sowie Einnahmen (Gewinne) aus Gewerbebetriebe an BanstPT weitermelden. Damit wurde schon der eine oder andere Kollege überrascht, nicht wegen Reaktivierung, aber durch Ankündigung der Pensionskürzung aufgrund der Überschreitung seiner Hinzuverdienstgrenze.
Also vorsichtig sein mit "Nicht-Angabe" von Einkünften egal welcher Art.

Fragero
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Fragero » 02.08.2017 13:26

Das Anzeigen einer Nebentätigkeit an das Bundesamt ist doch in jedem Fall gesetzlich vorgeschrieben; ich gehe jedenfalls keiner Nebentätigkeit nach, welche nicht genehmigt wurde

Froschlurchschlucker
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Froschlurchschlucker » 02.08.2017 14:30

Torquemada hat geschrieben:
02.08.2017 11:42
Froschlurchschlucker hat geschrieben:
02.08.2017 11:18

Bei Kenntnis einer solchen Tätigkeit ist die Bundesanstalt doch geradezu gezwungen, Reaktivierungsuntersuchungen zu veranlassen. Wer einen Minijob ausübt, der kann stattdessen auch stundenweise Tätigkeiten bei den PNU ausüben.
Das stimmt doch einfach nicht. Wer z.B. aus psychischen Gründen nicht mehr als Beamter des B-Dienstes arbeiten kann, kann im Minijob ein paar Waren im Supermarkt einräumen.
Es kommt auf die Art der Tätigkeit an, wobei ein ärztiches Attest natürlich optimal ist.
Wer bei jedem Brief von der Telekom schwere Rückfälle in seiner Erkrankung hat, kann sehr wohl einen Minijob machen.
Die von Dir aufgeworfene Frage ist doch gerade eine medizinische Frage, welche die Bundesanstalt garnicht beantworten kann, gar nicht beantworten darf (!), sondern nur ein medizinischer Gutachter. Wenn die Bundesanstalt also Hinweise erhält, dass jemand - wie auch immer - tätig ist (selbst wenn er nur "im Minijob ein paar Waren im Supermarkt einräumen" können will), dann ist Sie von Gesetzes wegen verpflichtet, feststellen zu lassen, ob der Beamte wieder dienstfähig oder teildienstfähig ist oder damit in absehbarer Zeit gerechnet werden kann. Sie muss zunächst davon ausgehen - so wie ich es oben beschrieben habe - dass der Beamte dienstfähig ist, denn jede andere Vermutung liegt ferner. Es ist der Bundesanstalt untersagt, selbst medizinische Mutmaßungen anzustellen. Darum muss der Sachbearbeiter die Untersuchung veranlassen.
Das ist auch der Grund, warum die Bundesanstalt so auffällig und mit Nachdruck Auskunft zu Nebentätigkeiten und anderen Tätigkeiten fordert. Darum bitte einfach dort anrufen, dann können wir uns die überflüssigen Diskussionen sparen.
Allein der medizinische Gutachter kann und darf feststellen, ob der Beamte zu irgendeinem Grad dienstfähig ist oder in absehbarer Zeit mit einer (Teil-)Dienstfähigkeit gerechnet werden kann. Nur der Gutachter kann entscheiden (ggf unter Mithilfe eines gutachterlich tätigen Psychiaters), ob der Beamte unter Psychosen leidet, wenn er mit der Telekom in Berührung kommt, wie es hier witzigerweise oft vermittelt wird. Der Beamte muss damit rechnen, gegebenenfalls auch unterwertig eingesetzt zu werden.

Yogini
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Yogini » 03.08.2017 13:53

Ist es nicht auch so, dass man eine Nebentätigkeit egal in welcher Form nur ausüben darf, wenn diese vom Dienstherren genehmigt wurde?


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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Postler63 » 03.08.2017 18:50

Nur zur Info:
Der o.g. Link ist veraltet;
Anbei der aktuelle §53 BeamtVG - Stand Jan. 2017.

Gesetz über die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes (Beamtenversorgungsgesetz - BeamtVG)
§ 53 Zusammentreffen von Versorgungsbezügen mit Erwerbs- und Erwerbsersatzeinkommen
(1) Bezieht ein Versorgungsberechtigter Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen (Absatz 7), erhält er daneben seine Versorgungsbezüge nur bis zum Erreichen der in Absatz 2 bezeichneten Höchstgrenze. Satz 1 ist nicht auf Empfänger von Waisengeld anzuwenden.
(2) Als Höchstgrenze gelten
1.
für Ruhestandsbeamte und Witwen die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich das Ruhegehalt berechnet, mindestens ein Betrag in Höhe des Eineinhalbfachen der jeweils ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4, zuzüglich des jeweils zustehenden Unterschiedsbetrages nach § 50 Abs. 1,
2.
(weggefallen)
3.
für Ruhestandsbeamte, die wegen Dienstunfähigkeit, die nicht auf einem Dienstunfall beruht, oder nach § 52 Abs. 1 und 2 des Bundesbeamtengesetzes in den Ruhestand getreten sind, bis zum Ablauf des Monats, in dem die Regelaltersgrenze nach § 51 Abs. 1 und 2 des Bundesbeamtengesetzes erreicht wird, 71,75 vom Hundert der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich das Ruhegehalt berechnet, mindestens ein Betrag in Höhe von 71,75 vom Hundert des Eineinhalbfachen der jeweils ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4, zuzüglich des jeweils zustehenden Unterschiedsbetrages nach § 50 Abs. 1 sowie eines Betrages von monatlich 525 Euro.

Yogini
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Yogini » 03.08.2017 23:15

Sind das Brutto oder Netto-Angaben?

MfG

Torquemada
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Torquemada » 04.08.2017 09:05

Brutto

Fragero
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Fragero » 04.08.2017 14:55

Interessant ist, das meine nun anstehende Untersuchung nicht mehr, wie ansonsten früher immer, von der BAD GmbH durchgeführt wird, sondern nunmehr von einem Betriebsarzt der Deutschen Post AG .....!

Torquemada
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Re: Reaktivierung wegen Ausübung eines Minijobs?

Beitrag von Torquemada » 04.08.2017 15:31

Fragero hat geschrieben:
04.08.2017 14:55
Interessant ist, das meine nun anstehende Untersuchung nicht mehr, wie ansonsten früher immer, von der BAD GmbH durchgeführt wird, sondern nunmehr von einem Betriebsarzt der Deutschen Post AG .....!
Der hat dann wenigstens Erfahrung mit in die Dienstunfähigkeit gemobbten Kräften des mittleren und gehobenen Dienstes: Briefkästen zählen, Scheren zählen.....und das immer ganz weit weg.....

Die Telekom freut sich als erfahrener Beamtenentsorgungsbetrieb sicherlich auf wieder voll dienstfähige Beamte für ihre Großraumcallcenter im Schichtdienst. Vor allem, wenn dieser Unfug von unqualifizierten Betriebsärzten der Deutschen Post AG verbockt wird, die sicherlich die "Besonderheiten der Telekom im internationalen Wettbewerb" nicht würdigen können....

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