Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

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Mineon
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Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Mineon » 25.11.2016 11:19

Hallo, ich bin Ruhestandsbeamter und in der Postbeamtenkrankenkasse versichert. Ab 01.01.2016 wurde eine Änderung bei der Festsetzung der Belastungsgrenze eingeführt. War bis dato die Belastungsgrenze einmalig, das heißt für Beihilfe und Krankenkasse berechnet worden, wird sie nun einmal für die Beihilfe und einmal für die Krankenkasse berechnet. Hatte ich also im Jahr 2015 eine Belastungsgrenze von 200€ (für Beihilfe und KK), habe ich nun im Kalenderjahr 2016 eine Belastungsgrenze von 200€ + 200€ = 400€....... wobei nun die Postbeamtenkrankenkasse "kulanterweise" gem. §30b der Satzung festlegt, dass bei Erreichen der BH-Belastungsgrenze auch bei der PBeakk Schluß ist. Konkret zahlt man bei 200€ Belastungsgrenze (200€ + 85,72€). Also eine Mehrbelastung von 85,72€ - bei den gesetzlichen KK bleibt alles unverändert.....wird eine Belastungsgrenze festgelegt, bekomme ich alle festgesetzen Eigenbehalte abzüglich 200€.

Die KK behauptet, es ist die Beihilfe (§50), die diese Regelung nun "erzwingt". Ich finde dort keinen Hinweis auf die faktische Erhöhung der Belastungsgrenze. Eine zweite Begründung lautet, es sind schließlich zwei Unternehmen ? Für mich wäre dann logisch die Belastungsgrenze für die BH und die KK gemäß dem persönlichen Bemessungssatz zu splitten (beim Beispiel 200€ = 140€ BH und 60€ PBeakk).

Wer hat sich auch schon hierüber geärgert und WIDERSPRUCH eingelegt ?

Torquemada
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Torquemada » 25.11.2016 15:18

http://www.pbeakk.de/fileadmin/redakteu ... grenze.pdf

Zitat:

"Die Belastungsgrenze gibt den Wert an, bis zu welchem Sie innerhalb eines Kalenderjahres Zuzahlungen
und Eigenbehalte bezahlen müssen. Die Belastungsgrenze beträgt 2 % bzw. bei chronisch Kranken 1 %
des jährlichen Einkommens.
Für Mitglieder der PBeaKK ist nach der Satzung eine Belastungsgrenze für Versicherungsleistungen
vorgesehen. Daneben gibt es für Versicherte der Mitgliedergruppen A und B1, die von der PBeaKK
Beihilfe erhalten, eine Belastungsgrenze nach der Bundesbeihilfeverordnung..
Grundsätzlich sind die Belastungsgrenzen für Versicherungsleistungen und Beihilfe getrennt zu errei-
chen. Für Versicherungsleistungen gilt daneben: Wird die Belastungsgrenze nach der Bundesbeihilfe-
verordnung erreicht, so gilt ab diesem Zeitpunkt auch die Belastungsgrenze der Versicherungsleistungen
als erreicht."

Wo ist jetzt das Problem?

Mineon
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Mineon » 25.11.2016 18:22

Das Problem ist schlichtweg, dass Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse doppelt zahlen, sofern sie einen Antrag auf Erstattung der Beitragsgrenze stellen. Bis 31.12.2015 die Postbeamtenkrankenkasse wie die gesetzlichen Krankenkasse nur eine einzige Belastungsgrenze kannte. Dadurch werden Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse bei der Belastungsgrenze ab 01.01.2016 schlechter gestellt. Das Problem ist wohl auch schon bekannt, sonst würden einige keine Klage eingereicht haben.

Herm
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Herm » 25.11.2016 18:51

Typisch PBeaKK..die Bewertungen sind immer intressant:
*** Link gelöscht ***

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zeerookah
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von zeerookah » 25.11.2016 18:51

Ich verstehe nur 'Bahnhof'? Wieso gibt es bei der Beihilfe eine Belastungsgrenze?
Ich denke die Beihilfe übernimmt den Volle Deckung (VD) Satz nach der GOÄ? Und für die anderen 30% sind wir versichert bei der PBeakk zu den geltenden Regeln.

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Torquemada » 25.11.2016 20:59

zeerookah hat geschrieben:Ich verstehe nur 'Bahnhof'? Wieso gibt es bei der Beihilfe eine Belastungsgrenze?
Ich denke die Beihilfe übernimmt den Volle Deckung (VD) Satz nach der GOÄ? Und für die anderen 30% sind wir versichert bei der PBeakk zu den geltenden Regeln.
Stellen wir uns mal vor, dass der Kollege dauernd Medikamente aus der Apotheke braucht. Dann zahlt er eben dauernd einen Selbstbehalt (bei der gesetzlichen Versicherung als "Rezeptgebühr" bekannt).

Bei einem Einkommen von z.b. jährlich 30.000 Euro muss er als "normaler" Kranker 600 Euro, als chronisch Kranker 300 Euro selbst zahlen.
Sobald diese Belastungsgrenze erreicht ist, werden keine "Rezeptgebühren" für den Rest des Kalenderjahres mehr abgezogen.

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zeerookah
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von zeerookah » 26.11.2016 00:10

Torquemada hat geschrieben:
zeerookah hat geschrieben:Ich verstehe nur 'Bahnhof'? Wieso gibt es bei der Beihilfe eine Belastungsgrenze?
Ich denke die Beihilfe übernimmt den Volle Deckung (VD) Satz nach der GOÄ? Und für die anderen 30% sind wir versichert bei der PBeakk zu den geltenden Regeln.
Stellen wir uns mal vor, dass der Kollege dauernd Medikamente aus der Apotheke braucht. Dann zahlt er eben dauernd einen Selbstbehalt (bei der gesetzlichen Versicherung als "Rezeptgebühr" bekannt).

Bei einem Einkommen von z.b. jährlich 30.000 Euro muss er als "normaler" Kranker 600 Euro, als chronisch Kranker 300 Euro selbst zahlen.
Sobald diese Belastungsgrenze erreicht ist, werden keine "Rezeptgebühren" für den Rest des Kalenderjahres mehr abgezogen.
So hätte ich mir das auch gedacht und verstanden. Aber Mineon hat das so verquer ausgedrückt das ich gar nichts mehr verstanden habe.

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Torquemada » 26.11.2016 01:12

Ich verstehe ja Mineon auch nicht.

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Mineon » 28.11.2016 17:32

Ich finde es nicht verquer, die Berechnung bzw. der §30b der Satzung ist verquer.
Das Thema lautet Belastungsgrenze und damit sind dann natürlich die EIGENBEHALTE von Medikamenten gemeint. Macht man keine Eigenbehalte bei Medikamenten geltend, ( Rezeptgebühr, Medikamente die nur apothekenpflichtig sind usw. ) dann kann einem die Änderung vollkommen Schnuppe sein. Es ist nur für die Beamten interessant die in der PBeakk versichert sind und EIGENBEHALTE bei Medikamenten haben. Beim angeführten Beispiel von Torquemada wird der Eigenhalt nun auf 1200 bzw. 600€ verdoppelt....... einfach ausgedrückt.

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Bernhard125 » 21.03.2017 15:20

Hallo
Mir ist es ebenso ergangen.
2015 würde mir noch eine Belastung von 1 Prozent bei chronischer Erkrankung anerkannt bei 23000 Euro somit 230 Euro
In 2016 soll ich nun in der Beihilfe 250 Euro sowie in der KK 250 Euro erreichen.

Wenn in der Beihilfe 250 Euro erreicht sind dann erfolgt Befreiung für den Rest des Jahres??

Mir unverständlich das man mit zweierlei Maß misst.

Das man chronisch krank ist das ist eine Belastung ohnehin.
Dazu nun die Mehrkosten.
Mein Einspruch würde abgelehnt.

Wem ergeht es ebenso.
Mfg
Bernhard 125

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von sdh1807 » 22.03.2017 08:18

So kann das Ganze aber nicht funktionieren.
Wenn die KK nur 30 % erstattet kann sie auch nur 30 % der Belastungsgrenze für sich in Anspruch nehmen.
Anders wäre es nur möglich, wenn die Beihilfe auf die Belastungsgrenze verzichtet.
Aber insgesamt können nicht mehr als 100 der Belastungsgrenze abgezogen werden.

Ggf ist das auf dem Bescheid schwer zu lesen.
Vielleicht steht da:
Medikament A 100 € - Zuzahlung 10 € = 90 € /Erstattung 30 % = 27 €
denn dann sind wirklich nur 30 % der Zuzahlung angesetzt

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Mineon » 22.03.2017 10:11

Hallo Bernhard, es ist so wie Du geschrieben hast, als chronisch Kranker zahlst Du nun statt 1 Prozent von 23000 Euro 2 Prozent. Wenn Du in der PBeaKK versichert bist, hast Du momentan noch den Vorteil, dass der §30B der Satzung greift. Eine Kulanz sozusagen um sich daran zu gewöhnen, dass Du bald doppelt zahlst, denn es ist abzusehen, dass der §30b gestrichen wird. UND DAS GANZE FUNKTIONIERT GENAUSO, die KK erstattet zwar nur 30% nimmt aber die vollen 1% des Einkommes als Berechnungsgrundlage.

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von sdh1807 » 22.03.2017 10:30

Und bei den 30 % Ersattung sind vorher die Eigenbehalte berücksichtigt --> also nur 30% davon

dann kommt man insgesamt KK+Beihilfe auf 1%

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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Mineon » 25.03.2017 10:29

Hallo sdh1807, in meiner Beschreibung vom 25.11.2016 habe ich die Berechnung erläutert. Die Belastungsgrenze hat sich verdoppelt, da für BH und KK nun jeweils die 1% unterstellt werden.

Bernhard125
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Re: Festetzung BELASTUNGSGRENZE Kalenderjahr 2016

Beitrag von Bernhard125 » 25.03.2017 19:25

Mir ist es ja auch gegangen.
Weiß Du was von Klagen??
Würde mich interessieren!!!
Mein Einspruch würde abgelehnt.
Weil ca. 8 Euro fehlten

Obwohl ich mehr als 100 Euro mehr gezahlt hatte als 2015.
Bin enttäuscht die Beihilfe kassiert nun den Überhang ein.

Für Antworten sage ich Danke.
Mfg
Bernhard

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