"Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

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Bruddler
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"Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Bruddler » 10.01.2018 16:18

Bei der Post gibt es für "aktive" Beamte:
Geregelt wurde auch, dass die Postzulage für aktive Beamte bis zum 31. Januar 2018 weiter gewährt wird. Die monatliche Postzulage – ein Ergebnis voran gegangener Tarifabschlüsse für die Tarifbeschäftigten – wird in Höhe von vier Prozent der individuellen monatlichen Bezüge gezahlt und besteht aus Grundgehalt, Familienzuschlag und persönlicher Amtszulage.
Die Beamtinnen und Beamten der Deutschen Post AG erhalten darüber hinaus zum 1. Oktober eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro, wenn sie sich per 31. August im aktiven Dienstverhältnis zur Deutschen Post AG befinden.
https://psl.verdi.de/themen/nachrichten ... 5400a933ef
Die Telekom erhöhte zum 01.01.2018 die W-Arbeitzeit für "aktive" Beamte in der TD Vertriebs-GmbH auf 38 h.
Zur Erinnerung: im Rahmen des "Beschäftigungspaktes" 2004 wurde T-Beamten Urlaubs- und Sonderzahlung gestrichen und dafür die WAZ auf 34 h gekürzt.

In nicht überraschender und üblicher Einigkeit beim T-Geschäft erklären Dienstherr/Arbeitgeber und "Personalvertretung"/verdi, dass bei der Wiedererhöhung auf 38h ein Bestandsschutz oder Ausgleich für "aktive" Beamte im Gegensatz zu tariflich Beschäftigten aus "rechtlichen Gründen leider nicht möglich" ist.

Weshalb ist beim PNU T-Geschäft rechtlich nicht möglich, was beim PNU Post möglich ist?
Vielleicht können die sich hier tummelnden verdi-Arbeitgebervertreter und verdi-Fans das mal erklären?

Siggi09
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Siggi09 » 10.01.2018 19:07

Das Thema trifft auf die aktiven Beamten bei den Servicegesellschaften schon seit 2007 zu und wurde bereits vor dem 2. Senat des BVG verhandelt und "verloren". Im Kern liegt es daran, dass im Bund inzwischen 40 oder 41 Stunden/Woche gearbeitet wird. Das bedeutet, sollte die Telekom über 38h/Woche hinaus gehen, auch wieder (anteilig?) die Bundesbesoldungstabelle anwenden muss. Also erst dann gibt es wieder mehr Geld. Man darf sich aber dennoch vera... fühlen.

Sei froh, wenn Du noch 10 Jahre länger die 34h/Woche geniessen durftest.

AndyO
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von AndyO » 11.01.2018 11:13

Bruddler hat geschrieben:
10.01.2018 16:18
Zur Erinnerung: im Rahmen des "Beschäftigungspaktes" 2004 wurde T-Beamten Urlaubs- und Sonderzahlung gestrichen und dafür die WAZ auf 34 h gekürzt.
Also ich erinnere mich, dass auch Leistungszulagen und vorgezogene Erfahrungsstufen in diesen Topf fielen. Seitdem haben wir ja unsere eigene Besoldungstabelle. Das zwischen 34h und 38h kein Ausgleich stattfindet, haben wir tarifvertraglichen Vereinbarungen zu verdanken, die die 34h seit Beginn zunehmend unterlaufen.

Bruddler
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Bruddler » 11.01.2018 12:28

Siggi09 hat geschrieben:
10.01.2018 19:07
Das Thema trifft auf die aktiven Beamten bei den Servicegesellschaften schon seit 2007 zu und wurde bereits vor dem 2. Senat des BVG verhandelt und "verloren".
Macht es das besser?
Im übrigen war ich wenigstens an einem der Verfahren dazu am BVG beteiligt und habe das Ganze zumindest nicht einfach hingenommen!
Mir geht es hier v. a. darum, dass die sogenannte Personalvertretung außer etwas blabla nichts unternimmt.
Und fast alle Betroffenen so agieren wie du, sei doch froh ... und alles hinnehmen.

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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Telekommi » 11.01.2018 13:11

AndyO hat geschrieben:
11.01.2018 11:13
Also ich erinnere mich, dass auch Leistungszulagen und vorgezogene Erfahrungsstufen in diesen Topf fielen. Seitdem haben wir ja unsere eigene Besoldungstabelle. Das zwischen 34h und 38h kein Ausgleich stattfindet, haben wir tarifvertraglichen Vereinbarungen zu verdanken, die die 34h seit Beginn zunehmend unterlaufen.
Und was damals meines Wissens noch gar nicht möglich war, das Instrument der "Zuweisung" mit allen Konsequenzen.
Beispiel: ich war als Beamter bei GHS mit 34 Stunden. Dann wurde ich die TelIT gegründet, weiterhin 34 Stunden.
Dann wurden wir an die TSI gehängt. Ich bekam ein Schreiben nach dem Motto: entweder hier unterschreiben für die ISB mit gleichem Gehalt oder Zuweisung auf gleichen Posten als Beamter, nur dann mit den Stunden die in dem aufnehmenden Unternehmen gearbeitet wird. TSI= Grundarbeitszeit 38 Stunden.
Mein Glück war nun das Alter, da TSI die altersgerechte Arbeitszeit hat, d.h. ab 50 noch 36 Stunden und ab 53 noch 35 Stunden.
Anfänglich hatte ich dann 36 Stunden, heute arbeite ich 35 Stunden, mein gegenüber arbeitet 34 Stunden, da Angestellter.

Siggi09
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Siggi09 » 11.01.2018 15:04

Bruddler hat geschrieben:
11.01.2018 12:28
Macht es das besser?
Im übrigen war ich wenigstens an einem der Verfahren dazu am BVG beteiligt und habe das Ganze zumindest nicht einfach hingenommen!
Mir geht es hier v. a. darum, dass die sogenannte Personalvertretung außer etwas blabla nichts unternimmt.
Und fast alle Betroffenen so agieren wie du, sei doch froh ... und alles hinnehmen.
Nein, das macht es nicht besser. "Man" vergisst auch nicht! Die 2007er Aktion war allerdings vom AG veranlasst und nicht die Idee der Gewerkschaft. Man sollte hier nicht die Verursacher verwechseln. Als nächstes ist da der Gesetzgeber, der solche Aktionen (Betriebsübergang nach §613a) nicht wirksam verhindert, dass Unternehmen einfach neue Gesellschaften gründen, dort ein paar Mitarbeiter mit den schlechtest möglichen TV parkt und dann den gesamten Betrieb dorthin übergibt und damit der schlechte TV den guten TV ersetzt (statt anders rum). Dass die Gewerkschaft dann einen schlechten Stand hat und trotz wochenlanger Streiks nur Schadensbegrenzung erreichen kann ist doch klar. Wie mächtig Gewerkschaften am Ende wirklich sind, kann man in Englands Geschichte studieren, Stichwort Murdoch. Was also sollen Gewerkschaften noch mehr machen, zumal ihnen seitens der Belegschaften der Rückhalt immer mehr fehlt? Siehe Amazon. Und dazu trägt auch dieses Gewerkschaft-Bashing bei und nützt am Ende nur den Unternehmen.

So wenig wie ich Dir vorwerfen würde den Prozess am BVG verpatzt zu haben, sollte man den Gewerkschaften vorwerfen bei den Tarifverhandlungen 2007 nicht mehr erreicht zu haben.

Und: Ich bin in einer Gewerkschaft und nehme nicht alles hin. Aber auch das muss man sich leisten können und die Möglichkeiten sind begrenzt! Auf jeden Fall hast Du offenbar die letzten 10 Jahre rund ein Jahr weniger gearbeitet als ich aber den gleichen Pensionsanspruch. Darüber könnte man sich auch freuen ... 8-)

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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von psi » 11.01.2018 18:42

Hallo Zusammen
Nur um es richtig zu stellen
Die T-Systems und ein paar andere Einheiten haben ARAZ (Altersreduzuerte Arbeitszeit)
Ab 50zigsten Lebensjahr 38 Stunden Wochenarbeitszeit (interessant für Kollegen die 40 Stunden haben)
Ab 53zigsten Lebensjahr 36 Stunden Wochenarbeitszeit und mit 55 Jahre kommt man auf 35 Stunden.....

Telekommi
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von Telekommi » 11.01.2018 23:21

Hm,
bin ich schon so alt?
Ich weiss nur noch, ich habe anfänglich 36 gearbeitet, heute sinds 35....dachte, dass wäre schon mit 53 so gewesen.....

dibedupp
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Re: "Aktive" Beamte - Postzulage und Einmalzahlung

Beitrag von dibedupp » 12.01.2018 09:45

Psi hat die ARAZ korrekt beschrieben.

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