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Justizwachtmeister Versetzung

Verfasst: 28.09.2017 17:01
von juwa13
Bin derzeit noch Beamter auf Probe und möchte auch oder hauptsächlich aus gesundheitlichen Aspekten versetzt werden.
An diesem Gericht arbeiten 2 Männer und 2 Frauen sowie 2 Securitas (Zivil).
Eine Versetzung ist nicht möglich selbst wenn der Mann geht, da dann Zuviel (3) Frauen da sind. Selbst wenn die Kontrollen immer gleichgeschlechtlich stattfinden müssen, ist dies so richtig ?
Ich kann ja nichts dafür das ich weiblich bin . Was kann ich tun ?

Re: Justizwachtmeister Versetzung

Verfasst: 29.09.2017 06:41
von Hanswurst I.
Bei einer Kontrolle hat - zumindest bei weiblicher Kundschaft - immer eine Frau dabei zu sein bzw. die kontrolliert dann ja.

Daß sich ein Geschäftsleiter eines kleinen Gerichts keine 3 Frauen auf einen Mann antun will ist auch irgendwie verständlich. Es mag zwar Ausnahmen geben, aber gerade in diesem Bereich sind auch mal schwerere Pakete zu heben, ein kleiner Umzug zu machen, diverses Hausmeisterdienste zu leisten etc. Ich seh das ja selbst. Gleichstellung und AGG hin und her, wenn´s um gröbere Arbeiten geht, sind 90% unserer WM-Damen plötzlich nicht mehr AGG-Fan. Soweit das praktische.

Rechtlich ist es eher so, dass Du aufgrund des AGG als Frau nicht benachteiligt werden darfst. Die Frage ist, ob man es gut für die weitere Entwicklung ist, wenn man gleich mit diesem rechtlichen Hammer auf der neuen Dienststelle einschlägt.

Ist eine schwierige Frage, ich denke, mit einem Rechtsbeistand hätte man aufgrund des AGG gute Chancen trotzdem versetzt zu werden sofern dort eine Stelle frei ist und keine (nachweislich!) besser geeigneten Bewerber vorhanden sind. Weil dann hilft auch der Rechtsbeistand nichts. Allerdings ist es auch meiner Erfahrung nach so, dass die Justiz trotz ihrer vielen Volljuristen eine entsprechende Auseinandersetzung vor Gericht scheut wie der Teufel das Weihwasser.

Ich würde auf jeden Fall mal einen Versetzungsantrag schreiben. Evtl "aus gesundheitlichen Gründen" weglassen. Weil aus GL-Sicht will sich keiner einen ins Haus holen der womöglich ständig krankheitsabwesend ist.