Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Hier kann man Fragen stellen die nichts mit Beamten & Co. zu tun haben.

Würdet Ihr euch wieder für den öffentlichen Dienst entscheiden?

Ja
39
58%
Nein
28
42%
 
Abstimmungen insgesamt: 67

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Mikesch
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Mikesch » 04.10.2012 07:35

Anwaerter hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:
b) Wo liegt der große Vorteil in der GKV?
Dass man sich diese auch leisten kann wenn man beispielsweise Studiert, oder auf ne Fachakademie geht.

Sag mal bist du wirklich so weltfremd?
Du hättest ja auch sagen können, dass Du dein Leben lang nur studieren und unmittelbar in das Rentnerdasein übergehen möchtest.
Jupp, da bin ich wohl weltfremd...
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Steinbock
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Steinbock » 04.10.2012 13:46

Anwaerter hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:
b) Wo liegt der große Vorteil in der GKV?
Dass man sich diese auch leisten kann wenn man beispielsweise Studiert, oder auf ne Fachakademie geht.

Sag mal bist du wirklich so weltfremd?

Wow - keine Ahnung und von anderen behaupten sie sind weltfremd.....

Ein 28 jähriger Student zahlt in der GKV 77,90 € und in der PKV 72,70 €

Gruß vom Steinbock

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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Anwaerter » 04.10.2012 19:53

Man darf nicht alles glauben, was auf schönen Werbelettern im Internet steht.

Zudem bin ich seit meiner zeit als Anwärter bedauerlicherweise etwas angeschlagen, und da werde ich bei einer PKV wohl kaum einen günstigen Tarif bekommen.
Ich brauche nämlich dann einen neuen Vertrag von halb Versicherung zu ganz Versicherung. Selbst wenn da keine erneute Gesundheitsprüfung vorab stattfinden würde, wäre ich ja trotzdem Verpflichtet alle Gesundheitlichen Probleme der Versicherung mitzuteilen. Wenn ich bei meiner alten bleiben würde wüssten die das ja ohnehin, da die Diagnosen ja auf den Rechnungen stehen.

Gut, das mit dem weltfremd war gemein. ich entschuldige mich hiermit dafür.
Es hört sich nicht so schlimm an, wie es ist!

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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Steinbock » 05.10.2012 00:36

Anwaerter hat geschrieben:Man darf nicht alles glauben, was auf schönen Werbelettern im Internet steht.

Zudem bin ich seit meiner zeit als Anwärter bedauerlicherweise etwas angeschlagen, und da werde ich bei einer PKV wohl kaum einen günstigen Tarif bekommen. .
Bist Du in der GKV ?
Dann hast Du bei einem Statuswechsel zum Beamten auf Probe oder zum Beamten auf Lebenszeit, die Möglichkeit in Beihilfetarife reinzukommen mit einem Maximal-Zuschlag von 30 %.
Ich brauche nämlich dann einen neuen Vertrag von halb Versicherung zu ganz Versicherung. Selbst wenn da keine erneute Gesundheitsprüfung vorab stattfinden würde, wäre ich ja trotzdem Verpflichtet alle Gesundheitlichen Probleme der Versicherung mitzuteilen. Wenn ich bei meiner alten bleiben würde wüssten die das ja ohnehin, da die Diagnosen ja auf den Rechnungen stehen. .
Bei einem Wechsel von Beihilfetarifen zu 100 % Tarifen betrachtet man dies bei der PKV als Bedarfsanpassung und somit erfolgt keine erneute Gesundheitsprüfung - also musst Du auch nichts angeben.
Gut, das mit dem weltfremd war gemein. ich entschuldige mich hiermit dafür.
Man sollte zuerst Nachdenken bevor man so etwas schreibt.
Dazu gehört auch, wenn man nichts weiß, besser fragen als unsinnige Dinge schreiben.

Gruß vom Steinbock - den man in punkto Versicherungen immer fragen kann.

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Mikesch
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Mikesch » 05.10.2012 07:58

OT
@Steinbock: Lass man, ich finde es ein Zeichen von Größe, sich für etwas zu entschuldigen, heute nicht mehr selbstverständlich.
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Gerda » 06.10.2012 06:56

Mikesch hat geschrieben:sich für etwas zu entschuldigen, heute nicht mehr selbstverständlich.
Das ist sowas von richtig :wink: traurig, aber wahr....

Ppff, musste mal eben raus....

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beuys64
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von beuys64 » 18.10.2012 19:49

bin eher zufällig hier im Forum und in diesem Thread gelandet:

Bin seit 30 Jahren als Bea im m. D. tätig und resümiere, das ich insgesamt meine damalige Entscheidung nicht bereue.

Durch den öffentlichen Dienst habe ich die sich bietenden Veränderungsmöglichkeiten (damit nicht nur Beförderung, auch mal was anderes und in eine andere Stadt) nutzen können, die ich in der freien Wirtschaft in der Freiwilligkeit ggf. nicht gehabt hätte.


Die Veränderungen hätten auch unangenehm ausfallen können. ich hatte auch Glück, keiner der inzwischen beliebteren Zwangspersonalmaßnahmen anheimzufallen, ich hätte ggf. meine Entscheidung bereuen können.

Zur Beantwortung der Frage, ob man/frau seine Entscheidung für den öffentlichen Dienst bereut, zählen daher gewichtigere Aspekte als der „Charakterfrage“, ob einem der Schreibtischjob gefällt oder nicht…

Habe zig verschiedene Verwendungen hinter mir, dabei völlig unterschiedliche Arbeitsbelastungen (entweder zu heftig, oder total mau; was ausgeglichenes scheint es nicht zugeben), völlig unterschiedliche Kollegenkreise, Vorgesetzte kennengelernt und weiß ob dieser auch z. T. belastenden Erfahrungen meinen derzeitigen ruhigeren Job zu schätzen.

Mit unterschiedlichen Verwendungen wird auch der Mißstand beseitigt, das gewisse Mitzeitgenossen keine Arbeit mehr gewohnt sind, und bei einer Veränderung untergehen würden.

In jüngeren Jahren hätte ich meine Leistungsfähigkeit lieber in anderen Berufen (leistungsangemessene Bezahlung ?!) investieren wollen, aber heute beruhigt mich auch die Sicherheit, die mit meinem Status verbunden ist.

Ich habe einige andere Threads in diesem Forum gelesen und stelle fest, das sich selten allgemeinverbindliche Antworten auf Fragen in diesem Forum finden lassen:

Beförderungschanchen sind unabhängig vom AG (Land, Bund o. Kommune…), es gilt das Glück, zum richtigen Zeitpunkt an richtiger Stelle zu sein (Strukturänderungen bewirken manchmal ungeahne Möglichkeiten). Bei allen Beurteilungsbestimmungen, es ist immer abhängig vom wohlwollenden Vorgesetzten.

Andere berichten von Mobbing, ungerechte Behandlung etc. Diese Schilderungen lassen sich ohne die Meinung der Gegenseite schlecht objektiv beurteilen und ich will auch niemanden zu nahe treten:

Ich habe aber gelernt, das alle was davon haben, wenn jeder das Mögliche zum gemeinsamen Gelingen beiträgt (sich ggf. zurücknimmt, aber auch nach Kräften mit Arbeitsleistung beiträgt). Oft ist es aber so, das sich manche Ausnahmen zugestehen (und auch zugestanden wird) und damit Arbeit liegenbleibt, die andere mitmachen müssen…

…und seien wir mal ehrlich, das Gehalt, die Besoldung ist trotz aller Kürzungen im Vergleich zur freien Wirtschaft immer noch fürstlich, die Arbeitsbedingungen sind überhaupt nicht zu vergleichen. Alles andere ist Motzen auf hohem Niveau

Insgesamt müssten allenfalls die Ungleichheiten in Bezug auf Besoldung, Arbeitszeiten, Beförderungschancen, etc. Innerhalb des öffentlichen Dienstes angeglichen werden

Ploppy
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Ploppy » 08.12.2013 00:59

Von Anfang an wurde die Liberalisierung der Eisenbahn in Deutschland von den
verantwortlichen Politikern ganz bewusst ohne Rücksicht auf Menschen und Verluste
geplant und durchgeprügelt.

Als junger arbeitssuchender Elektriker erschien ich bei der damaligen Bundesbahn und wurde mit der Zusage auch Schichtdienst leisten zu können zur Lokführerausbildung eingestellt.Dass damit auch der Beamtenstatus einhergeht war in den 80ern nichts ungewöhnliches ,denn den hatte damals schliesslich sogar mein Postbote , so habe ich mir (noch) nichts böses dabei gedacht und fleissig alles Eisenbahntechnische und Verwaltungsdienstliche gelernt ,um einen Job zu machen , der mir damals auch noch ganz gut gefiel.

Im Eisenbahnverkehr werden rund um die Uhr ,365 Tage im Jahr Güter von hohem Wert , und vor allem Menschen schnell und dennoch sicher transportiert , dazu braucht man natürlich motivierte Mitarbeiter. Leute die im Büro oder anderswo nur Tagsüber arbeiten können sich sowas doch gar nicht vorstellen, haben dafür oft auch kein Verständnis.Wer sich am PC vertippt hat dafür die Backspace-Taste , für den Lokführer gibt’s kein zurück , Fehler müssen von vornherein vermieden werden , auch nachts um 2:00 mit einem 1500 Tonnen Zug auf vereister Schiene.

Nahverkehrsleistungen wurde ausgeschrieben , Ministerpräsident McAllister reiste per Hubschrauber an , um sich feiern zu lassen , die Zeitungen behaupteten , dass so und so viele Menschen neue Arbeit gefunden hätten, teilweise auch mit Umschulungsleistungen der Arge.Nur ich fragte mich , wie soll es mit mir und meiner Familie denn jetzt weitergehen ?

Als Beamter des BEV sind ich und meine Familie zwangsweise privat versichert , leider nur zu
90 %. Den Rest soll man über eine private Krankenversicherung abdecken , jedoch lehnen die wenigen Anbieter bei der geringsten Vorerkrankung ab.Mit jeder so genannten „Kostendämpfung im Gesundheitswesen“ steigen bei uns die unverschämten Rechnungen der Ärzte ins Uferlose.
Zweimal in den Hals gucken und nix finden können 100 Euro bitte und 10%= 10 Euro selber zahlen.Warum die für 100 Euro nix finden können ? Weil sie es nicht wollen , jeder chronisch kranke Beamte bringt Geld auf Jahrzehnte in die Arztkasse. Ich kann keinem Arzt mehr vertrauen.

Geld , das mir und meiner Familie fehlt : Kürzlich musste ich mich vor der Lehrerin meines Sohnes verantworten , weil wir uns Ergotherapie (nur zu 80% Erstattungsfähig) nicht so leisten können wie alle anderen (GKV=100% ,war ja klar) , „KINDESWOHLGEFÄHRDUNG“ wurde mir vorgeworfen.

Ich und meine Familie werden immer kränker.Gerne würde ich noch als Lokführer Züge fahren , kann es aber aus psychischen Gründen nicht mehr , gerne dürft Ihr raten woran es wohl liegt.

Wer sich mal richtig durchrechnet , was sich der Staat eine vierköpfige Familie auf HartzIV im Endeffekt kosten lässt , der kommt auf ganz erstaunliche Zahlen.

Für mich ist schon lange das Ende des Erträglichen erreicht .Die Androhungen (edit by Admin) der böswilligen DB AG mich willkürlich nach Hannover oder München zu versetzen , obwohl dieser armselige „Toparbeitgeber“ niemandem dort oder sonstwo irgendeine Zukunftsperspektive bieten kann , bin ich schon lange leid. Da ich im Fach Verwaltungsrecht aufgepasst habe , weiss ich auch wie man einen HartzIV Antrag richtig ausfüllt.

Den Weg der FranceTelekom Beamten mit Massensuiziden werde ich nicht mitgehen , bitte lest euch das mal durch , die Presse wagt es nicht mal ein Bild dazu zu zeigen , weil das alles viel zu grausam ist : http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 18980.html

Wenn hier irgendwelche Dummköpfe meinen , dass sie sich sowas weiterhin antun sollten , bitte sehr :evil:

Als Lokführer hatte ich kein Verständnis für die junge Frau , die sich vor meinen Zug warf , heute sehe ich vieles anders...

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Hauseltr
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Hauseltr » 08.12.2013 11:58

Lieber Kollege Ploppy.

Ich bin gut 30 Jahre bei der DB/DB AG als Busfahrer und später als Zugführer gefahren. Vorher habe ich 5 Jahre ebenfalls im Schichtdienst gearbeitet. Ich habe also über 35 Jahre im " regelmäßig unregelmäßigen Schichtdienst gearbeitet" und bin mit A7 in den Ruhestand gegangen. Als Lokführer solltest du zumindest in dieser Besoldungstufe sein.

Der DB Beamte ist normalerweise Mitglied der Krankenversorgung, also der KVB. Die Arztrechnungen werden nach den Vorgaben der GOÄ berechnet, davon tarifmässig werden bis zu 90 % erstattet. Das sollte Dir aber bei der Verbeamtung bekannt gewesen sein. Die GOÄ hat aber mit der Kostendämpfung nichts zu tun. Einige Posten der Kostendämpfung wurden aber in den KVB Tarif übernommen.

Zur Frage: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Dein Dienstherr (Arbeitgeber) ist das Bundeseisenbahnvermögen.
Die hat Dich auf Grund der "Eisenbahnreform" an die DB AG "ausgeliehen". Bei dieser "Firma" würde ich heute als mein Arbeitgeber zu deren Tarifen nicht arbeiten wollen.

Hartz IV für einen Beamten? Die werden Dir mit Hartz IV was husten. Seit wann zahlt ein Beamter Beiträge für das Arbeitslosengeld? Das Einzige was für Dich über bliebe, wäre der vorzeitige Ruhestand.

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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Ploppy » 29.12.2013 02:47

Die Arztrechnungen werden nach den Vorgaben der GOÄ berechnet, davon tarifmässig werden bis zu 90 % erstattet. Das sollte Dir aber bei der Verbeamtung bekannt gewesen sein.
Natürlich hat man mich über GARNICHTS aufgeklärt , sonst wäre ich heute nicht in dieser bescheidenen Situation , vielen Dank für Deine eifrigen Belehrungen , lieber "Kollege".
Hartz IV für einen Beamten? Die werden Dir mit Hartz IV was husten. Seit wann zahlt ein Beamter Beiträge für das Arbeitslosengeld?
Seit wann hat HartzIV etwas mit der Arbeitslosenversicherung zu tun ? Übrigens stehe ich nicht alleine in der Sch..., Nicht nur ich , vor allem meine Frau hat jahrzehntelang in diese und auch in die GKV eingezahlt , nur um jetzt vor dem absoluten nichts zu stehen.
Im Zusammenhang mit dem Koalitionsvertrag plane ich eine Kette von Petitionen an unsere neu gewählte Regierung ,
um endlich mal etwas Gerechtigkeit in die ganze Sache zu bringen , bitte unterstützt mich doch einfach im eigenen Interesse dabei , aber bitte keine unqualifizierten Äusserungen obiger Art mehr . Wer etwas genau wissen will kann alles im Internet erfahren , zum Beispiel mal dies durchlesen : http://www.welt.de/finanzen/verbraucher ... -mehr.html
Soll ich dafür doppelt und dreifach bestraft werden , dass Rumanowskis samt Familie hier reinspazieren und für
Lau mal eben ganz luxuriös in der GKV versichert sind ? An einem Staat , der ein so dramatisches Unrecht
begeht kann ich mich als Beamter nicht mehr identifizieren , für mich ist das Widerstandsrecht nach Artikel 20 des GG in diesem und weiteren Punkten schon seit geraumer Zeit ein ernstes Thema unter Kollegen , die noch nicht ihren gesunden Menschenverstand dem "Dienstrecht" untergeordnet haben.
Hauseltr sollte mal nen Deutschkurs besuchen ist das einzige , was mir noch hinzuzufügen "über bliebe" .
Bitte mal was konstruktives zur Sache , noch leben wir in einem freien Land , für dessen freiheitlich rechtliche
Grundordnung ich mich hier voll einsetze ,auch unter der Gefahr disziplinarrechtlich belangt zu werden , das ist
mir die Meinungsfreiheit allemal Wert.

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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Hauseltr » 30.12.2013 12:22

Auf die Anrede "Kollege" in " " verzichte ich, denn die ist vermutlich abwertend gemeint.
Natürlich hat man mich über GARNICHTS aufgeklärt , sonst wäre ich heute nicht in dieser bescheidenen Situation , vielen Dank für Deine eifrigen Belehrungen , lieber "Kollege". Du hast also einen "Vertrag" geschlossen, der Dich Dein ganzes Leben lang begleitet, aber das "Kleingedruckte" nicht gelesen. Aber für Deine eigenen Fehler Andere verantwortlich machen?

Auch Dein Hinweis auf einen Schreibfehler halte ich für einen Schlag unter die Gürtellinie. Du solltest aber nicht mit den berühmten Steinen werfen ....!
O.K. Hartz 4 war jetzt mein Fehler! Aber den Anspruch darauf erwirbst Du nur, wenn aus dem Beamtenverhältnis entlassen wirst, also goldene Löffel klaust und unehrenhaft entlassen wirst. Damit ist dann auch Dein Pensionsanspruch futsch und Du bekommst eine Minimalrente. Viel Spaß dabei!

aber bitte keine unqualifizierten Äusserungen obiger Art mehr
Geh du mal mit leuchtendem Vorbild voran: Soll ich dafür doppelt und dreifach bestraft werden , dass Rumanowskis samt Familie hier reinspazieren und für Lau mal eben ganz luxuriös in der GKV versichert sind ? Luxuriös? Da habe ich aber Anderes gehört. Du jammerst auf ziemlich hohem Niveau!

Mir Schreibfehler vorwerfen und selber: Übrigens stehe ich nicht alleine in der Sch..., Nicht nur ich = Was sucht das Komma hinter .... ? Oder für Lau! = für lau!

Was soll der Hinweis (Link) auf die PKV, wenn Du davon überhaupt nicht betroffen bist. Die KVB ist keine Krankenversicherung! Du beschwerst dich über die Mitversicherung Deiner Ehefrau in der KVB, obwohl sie in der GKV ist? Über den Familienzuschlag beschwerst du dich aber nicht? Dass Deine Frau aber auch einige Vorteile von der KVB Mitgliedsschaft hat, zum Beispiel für Leistungen, die eine GKV nicht übernimmt, verschweigst Du oder Du weißt es nicht.

Du siehst nur den Splitter in den Augen der Anderen, aber nicht den Balken vor den eigenen Augen!

Da ich genug Erfahrungen mit solchen Typen wie Dich habe, die nur jammern, aber nie ihre eigenen Fehler sehen, kann ich nur sagen: Ende der Fahnenstange mit der Diskussion für mich! Eine Unterstützung für Deine verqueren Ansichten wirst Du wohl kaum erhalten.

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Beitrag von Ploppy » 31.12.2013 13:06

Lieber Hauseltr ,
Das kann ja wohl alles nicht wahr sein : Du hast doch sicher zu Deiner KVB auch eine Restkostenversicherung ?
Ist Dir schon einmal aufgefallen , das die Beiträge dafü in letzter Zeit exorbitant gestiegen sind ? Du fragst mich
warum ich auf den Artikel in der „Welt“ hinweise ? Natürlich hat das was damit zu tun , ich erkläre es gerne :
Die PKVen haben lange Zeit neue Mitglieder mit günstigen Tarifen geködert , manch einer von denen kann jetzt
die gestiegenen Beiträge nicht mehr zahlen und auch nicht zurück in die gesetzliche , rutscht damit in den Nicht-
zahler Tarif . Die Kosten hierfür werden ganz einfach auf die restlichen Beitragszahler umgelegt , das sind
statistisch grösstenteils Beamte. Übrigens vielen Dank dafür nochmals an Frau Ulla Schmidt.

Ich kann einen Vetrag nur nach bestem Wissen und Gewissen unterschreiben , etwas „Kleingedrucktes“ habe ich
nie vorgelegt bekommen , war das vielleicht auch so beabsichtigt ? Ich denke das hat schon Methode.

Zum Familienzuschlag , der so soft zitiert wird : Jeder sollte schon einmal mitbekommen haben, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland in letzter Zeit etwas zugenommen haben , mit 10 Euro Kaltmiete Qm sind wir in Europa echt Spitze , von den Spielchen mit Strom , Gas und vor allem Benzinpreistreiberei mal ganz zu schweigen , da geht ganz viel wieder flöten , vor allem im mittleren Dienst.

Meine Frau ist beispielsweise chronisch krank , kann deshalb zur Zeit nicht zurück in den alten Beruf. KVB zahlt
nur 90% , Restkostenversicherung abgelehnt wegen „Vorerkrankung“.Alles was auf dem Papier steht kann nicht in Anspruch genommen werden , wegen der Zuzahlungen. Fazit : Kassenbeitrag über 10 % bei schlechtesten Leistungen unter der ständigen Gefahr der Erstattungsverweigerung aus fadenscheinigsten Gründen.

Der GKV Versicherte hat einen festen Beitragssatz , geht zum Arzt wenn er krank ist , wird auch zielorientiert behandelt,da sich unnötige Untersuchungen für den Arzt nicht rentieren. Hat die Kasse was auszusetzen ,setzt sie sich mit dem Arzt auseinander , nimmt nicht wie bei uns den Versicherten in teuren Regress. Das nenne ich eben Luxus , wie sollte man aus unserer Sicht sowas sonst betiteln ? Ihr wisst auch , dass die gesetzlichen Kassen aus Steuermitteln über den Gesundheitsfond bezuschusst werden ???

Jetzt kommt der schönste Teil : Post und Telekom Beamte der gleichen Besoldungsstufe haben nicht unseren Selbstbehalt, dafür bekommt der Arzt eben statt GOÄ 2,2 einfach GOÄ 1,9 , womit er aber immer noch zufrieden ist , da es mehr als das Kassenpatienten-RLV ist. Kein T-Beamter muss hinter einer Restkostenversicherung herbetteln. Mein Versuch von der KVB in die PBeaKK zu wechseln wurde leider abgelehnt , wäre das schön wenn ich mir wie jeder andere in Deutschland meine Krankenkasse auch selber aussuchen könnte und es den gesunden Wettbewerb auch bei uns Gäbe.

Warum sollte ich mit meinen „verqueren Ansichten“ nicht auch mal solche einfachen Rechte auf Gleichbehandlung einfordern können , statt immer nur auf „höchstem Niveau rumzujammern“ ?

Siedler
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Siedler » 31.12.2013 18:05

Würdet Ihr euch wieder für den öffentlichen Dienst entscheiden?

"Nein"

Ich mache seit 45 Jahren Schichtdienst. Sonn-und Feiertags. Bei jeden Wetter.
Früher wurde ich ausgelacht, weil ich meine Arbeit für einen Hungerlohn gemacht habe.
Heute sind viele neidisch. Wo rauf?

Viele Kollegen, mit denen ich angefangen habe liegen schon in der Kiste oder haben gesundheitliche Probleme.
Was nützt da die "gute" Pension.

Beamter ist nicht gleich Beamter.
Es gibt viele unterschiedliche Tätigkeiten.

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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Mikesch » 01.01.2014 03:16

Siedler hat geschrieben:Heute sind viele neidisch. Wo rauf?
Weil es in der Freien größtenteils viel schlimmer ist. Die mussten in den letzten Jahren deutlich mehr Federn lassen als wir, wenn man nicht gerade zu den Managern gehört ;-)

Richtig, der ÖD hat viele Facetten, von daher ist die Frage so eigentlich viel zu oberflächlich. Würdet ihr das wieder machen wollen, was ihr jetzt im ÖD macht, wäre etwas ganz anderes.
Eine Antwort sollte man also weniger daran festmachen, welches Los einen selber ereilt hat...

Einen guten Rutsch gehabt zu haben! :-)
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Re: Öffentlicher Dienst: Würdet ihr es wieder tun?

Beitrag von Hauseltr » 01.01.2014 10:24

Jeder Beamte kann sich seine „eigene Krankenkasse“ aussuchen. Dabei laufen dann ca. 50 % - 80 % der Krankenkosten über die Beihilfe, der Rest über eine KV.
Ich muss als DB-Beamter nicht Mitglied in der KVB sein, muss aber meinen Beihilfeanspruch über sie abrechnen!

Die Postbeamtenkrankenkasse ist in ihrem Bestand geschlossen; d.h. sie nimmt keine weiteren Mitglieder auf.
Die Postbeamtenkrankenkasse ist keine gesetzliche Krankenkasse im Sinne des Sozialgesetzbuches, Fünftes Buch. Das Sozialgericht Kassel konkretisiert sogar, "dass es sich bei der PBeaKK weder um eine gesetzliche noch um eine private Krankenkasse handelt". (Wikipedia)

Auch die KVB ist in ihrem Bestand geschlossen. Sie ist ebenfalls keine Krankenkasse.

Was die Abdeckung der 10 – 25 % Restkosten bei der KVB angeht: das kann jeder machen, wie er will. Wer keine Restkostenversicherung abgeschlossen hat, soll sich aber später nicht über die auf ihn zukommenden Kosten beschweren.

Weder Post noch Bahn zahlen in so einem Fall einen Arbeitgeberanteil zu den Kosten der PKV. Das ist bei anderen Beamten ,soweit es mit bekannt ist, ebenso!

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