Krankenversicherung etc. beim Zoll

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Rhein-Bahner
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Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Rhein-Bahner » 24.01.2014 11:09

Hallo,
den Überhang-Beamten der Bundeswehr, der Deutschen Bahn, Telekom etc. bietet man z. Zt. verstärkt an zum Zoll zu wechseln. Arbeitsgebiete sind die Festsetzung bzw. Vollstreckung der KFZ-Steuer. Meine Frage: Welcher Krankenkasse (PKV) wird man dort zugeordnet und ist diese "Kundenfreundlich"? Gibt es dort Gleitzeit, wie ist das Arbeitsklima beim Zoll etc. Danke im Voraus.

freshair
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von freshair » 24.01.2014 11:46

...seit wann wird man einer PKV zugeordnet???...
Gruß aus Bochum

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von T-T-Aversion » 24.01.2014 11:53

Kann es sein, dass es Dir um den Arbeitsbereich Beitragsschulden geht? Für die PKV sind auch andere Regelungen gültig, die ein Vollstreckungshemmnis bewirken. Weitere Neuerungen werden da bestimmt noch beschlossen.
Insgesamt geht es um Beitragsschulden von rund 1,5 Milliarden Euro.
http://www.berliner-zeitung.de/wirtscha ... 78912.html

Zunächst einmal wird der Säumniszuschlag in der GKV grundsätzlich von fünf auf ein Prozent pro Monat reduziert, und zwar rückwirkend. Für bisher Unversicherte, die sich bis 31. Dezember 2013 bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden, gilt folgendes: Sowohl Beitragsschulden als auch Säumniszuschläge werden dann vollständig erlassen. Wird diese Frist versäumt, werden Schulden und Zuschläge nur noch ermäßigt, aber nicht erlassen. Der Rabatt liegt im Ermessen der Krankenkasse. Im PKV-Bereich gilt: Wer sich bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 anmeldet, muss keinen Prämienzuschlag zahlen. Danach gelten wieder die vollen Strafen. Durch das neue Gesetz wird aber die Stundung erleichtert.

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von T-T-Aversion » 24.01.2014 12:01

Nachtrag: Die Hauptzollverwaltung betrieb trotzdem die Beitreibung offener Forderungen der Krankenkassen, ohne zu berücksichtgen, dass Säumniszuschläge reduziert werden können.

Wahrscheinlich haben etliche Krankenkassen eine Toschlußpanik bekommen und gedacht, sie könnten noch sämtliche Forderungen eintreiben.

Hat es der Zoll bemerkt, dass da was faul ist?


Haben eigentlich die Schuldner eine Mitteilung bekommen, dass sie die Beitragsschulden per ANTRAG hätten reduziern können.

In Einzelfällen haben die Krankenkassen auch ohne ANTRAG einen teilweisen Schuldenerlass entschieden.

Wissen, will es der Zoll nicht.

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Mikesch » 24.01.2014 14:50

@T-T-Aversion

Möchtest Du bitte beim Thema bleiben? Danke...


@TO
Du suchst Dir eine PV Deines geringsten Misstrauens...
Lese die Versicherungsbedingungen genau durch, befrage Kollegen nach ihren Erfahrungen. Mit Grundwissen ausgestattet lässt Du dich von einem UNABHÄNGIGEN Versicherungsfachmann weiter beraten.

Im Innendienst hast Du Gleitzeit, bist an den Regelungen der Arbeitszeitverordnung gebunden.
Im Außendienst hast Du zwar keine Gleitzeit, kannst Deine Dienstzeit aber über einen von dir selbst erstellten Dienstplan vorplanen.

Betriebsklima? Ist so ne Frage wie: Was kostet ein Auto :-o
Irgendwo ist es gut, anderswo beschissen...
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von jaschatz » 24.01.2014 15:00

nein es geht um die reine Krankenversorgung.
Als Eisenbahner ist man über die KVB versichert. Das ist die Krankenversorung der Bundesbahnbeamten. (Da rutscht man so rein)

Als Beamter bei einer anderen Bundesbehörde hat man doch einen Beihilfeanspruch von z.B. 50 %. Die restlichen 50 % muß man sich bei der großen D**** versichern oder sich einen anderen Anbieter suchen.

Das ist eigentlich die Frage

Rhein-Bahner
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Rhein-Bahner » 24.01.2014 18:39

@jaschatz
Danke für die Erläuterung, genau so war die Frage. Also, wir Beamte der Eisenbahn sind in der KVB (Krankenversorung der Bundesbahnbeamten) und damit privat versichert.
Die KVB wickelt beide Ansprüche (Beihilfe+Ergänzungsbetrag) für den Beamten ab.
In welcher Krankenversicherung sind die Zollbeamten, oder gibt es hier nicht DIE Einheitskrankenversicherung sondern man kann frei wählen?

Ich hoffe man versteht meine Frage bzgl. Krankenversicherung Zollbeamten jetzt?

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Mikesch » 24.01.2014 19:22

Rhein-Bahner hat geschrieben:In welcher Krankenversicherung sind die Zollbeamten, oder gibt es hier nicht DIE Einheitskrankenversicherung sondern man kann frei wählen?
Warum liest Du mein Posting nicht? Oder verstehst Du es nicht?
Wenn ja, was verstehst Du an meinem Satz nicht?
Ein Zollbeamter...
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Rhein-Bahner » 24.01.2014 19:53

Mikesch hat geschrieben: Warum liest Du mein Posting nicht? Oder verstehst Du es nicht?
Ein Zollbeamter...
O.k., o.k.
es gibt also mehrere Kranken-Versicherungen, aus denen ein Zollbeamter auswählen kann........

Danke für deine ausführliche Antwort, auch zu den anderen Themen. :D

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Mikesch » 25.01.2014 00:13

Rhein-Bahner hat geschrieben:es gibt also mehrere Kranken-Versicherungen, aus denen ein Zollbeamter auswählen kann........
Wichtig ist, dass Du im Vorfeld genau vergleichst! Das ist eine Entscheidung fürs leben! Ein Wechsel ist zwar immer möglich, hast aber Nachteile bezüglich Altersrücklage. Die muss zwar auch wechseln, meinem Eindruck nach ist hier das Papier aber recht geduldig ;-)

Meine war am Anfang teurer als einige Andere. Dafür war die Altersrücklage wohl höher, jetzt mit fast 60 wird sie sogar billiger!
Es gab nie Gezicke mit Erstattungen und nach ein paar Tagen hatte ich das Geld auf dem Konto.
Seit nahezu 20 Jahren reiche ich keine Rechnungen mehr ein und profitiere von fetten Beitragsrückerstattungen. Wobei Krankenhaus und Zahnarzt nicht schädlich für eine Erstattung ist!

Bei anderen Versicherungen zahlst Du monatlich evtl. weniger, aber nichts ist umsonst auf der Welt ;-)

Darum die Leistungen genau abwägen und entscheiden, was Dir wichtig ist!

Ebenso zu entscheiden die Zusatzversicherungen, auch hier, was ist Dir wichtig.
Mir war z.B. wichtig, dass ich bei den Zähnen nicht endlos drauf zahlen muss, man wird ja auch mal alt...
Je nach Gesundheitslage kann auch eine Zusatzversicherung sinnvoll sein, die abdeckt, was die Beihilfe nicht zahlt.
Wichtig war mir ein 2-Bett-Zimmer im KH, das hat sich für mich für die 4 mal KH voll gelohnt, ich hasse es, mit einer Meute im Zimmer zu liegen. Drei sind mindestens einer zuviel ;-)

Kostet natürlich alles, drüber nachdenken, was man will, dann vergleichen. Das Lesen der Versicherungsbedingungen kostet zwar Mühe und Zeit, aber besser, als sich irgendwelchen Versicherungsheinis auszuliefern, die haben eh nur das Eine im Kopf... ;-)
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von arme Sau » 27.01.2014 18:57

Rhein-Bahner hat geschrieben: . . .
Meine Frage: Welcher Krankenkasse (PKV) wird man dort zugeordnet und ist diese "Kundenfreundlich"? Gibt es dort Gleitzeit, wie ist das Arbeitsklima beim Zoll etc. Danke im Voraus.
- Die PKV kannst du dir selbst aussuchen (Bitte nicht hier danach fragen, es gibt sicher hunderte, und alle haben Ihre guten Produkte! Ist halt eine Frage was für dich wichtig ist!).

- In der Regel gibt es Gleitzeit während der "Kernzeit". Aber das entscheidet das jeweilige HZA.

- Arbeitsklima ? Zoll ! Schau mal im Alphabet nach, Z steht glaub ich gaaanz am Ende! Nee Spaß beiseite, kommt auf deinen Zimmergenossen oder deine Arbeitsgruppe drauf an. Wie überall halt!
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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Steinbock » 28.01.2014 01:06

jaschatz hat geschrieben:nein es geht um die reine Krankenversorgung.
Als Eisenbahner ist man über die KVB versichert. Das ist die Krankenversorung der Bundesbahnbeamten. (Da rutscht man so rein)
Nein - auch als ehemaliger Bundesbahn-Beamter konnte man sich ganz normal über die Beihilfe Bund bei einer PKV krankenversichern. Nur den meisten Bahnbeamten war der niedrige Beitrag bei der KVB wichtiger.
Als Beamter bei einer anderen Bundesbehörde hat man doch einen Beihilfeanspruch von z.B. 50 %. Die restlichen 50 % muß man sich bei der großen D**** versichern oder sich einen anderen Anbieter suchen.
Auch dies ist nicht so richtig, denn unter Umständen erhält man sogar 70 % Beihilfe als Bundesbeamter ( 2 Kinder)

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Steinbock » 28.01.2014 01:14

Rhein-Bahner hat geschrieben: Danke für die Erläuterung, genau so war die Frage. Also, wir Beamte der Eisenbahn sind in der KVB (Krankenversorung der Bundesbahnbeamten) und damit privat versichert.
Die KVB wickelt beide Ansprüche (Beihilfe+Ergänzungsbetrag) für den Beamten ab.
Diese Möglichkeit bestand um zusätzlich noch eine Ergänzungsversicherung über eine PKV abzuschließen.

Allerdings bestand auch die Möglichkeit, wie bei einem Bundesbeamten eine Restkostenversicherung über 50/70 % über die PKV abzuschließen (ohne KVB).
In welcher Krankenversicherung sind die Zollbeamten, oder gibt es hier nicht DIE Einheitskrankenversicherung sondern man kann frei wählen?
Richtig man muss den Versicherer frei wählen, entsprechend des Beihilferechtes.
Nur hat man als ehemaliger Bahnbeamte mit Absicherung über die KVB das Problem, dass man nur mit entsprechenden Gesundheitsfragen in eine PKV rein kommen kann.
Und dies ist nicht immer so einfach möglich. Oft bleibt beim Wechsel in die PKV dann nur der Basis-Tarif.

Gruß vom Steinbock

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Rhein-Bahner » 28.01.2014 10:33

Nur hat man als ehemaliger Bahnbeamte mit Absicherung über die KVB das Problem, dass man nur mit entsprechenden Gesundheitsfragen in eine PKV rein kommen kann.
Und dies ist nicht immer so einfach möglich. Oft bleibt beim Wechsel in die PKV dann nur der Basis-Tarif.

Gruß vom Steinbock
Danke für diese Erläuterung. Das ist ja ein wichtiger Hinweis für ältere Beamte und spricht ja schon für sich.....

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Re: Krankenversicherung etc. beim Zoll

Beitrag von Steinbock » 28.01.2014 15:35

Hallo Rhein-Bahner,

solche Probleme treten nicht nur bei älteren Beamten auf, sondern auch schon bei Kindern.

z.B. Der Bahn Beamte (KVB-versichert) verstirbt. Die Ehefrau selbst Beamtin des Bundes muss die Kinder dann über ihr eigenes Beihilferecht weiterversichern. Ist nur mit Gesundheitsprüfung möglich.

Lt. Auskunft der zuständigen Beihilfestelle der Bundesbahn (Bahn-AG) in Kassel ist die Weiterversicherung der Kinder über die KVB nicht mehr möglich.

Traurig aber wahr.

Gruß vom Steinbock

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