Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

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Wachmaus
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Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Wachmaus » 10.08.2018 02:13

Hallo zusammen,
ich mochte mich kurz vorstellen :Ich bin 41Jahre alt, verh. 2Kinder derzeitig als Landesbeamter im. JUSTIZVOLLZUG (A8 /Erfahrungsstufe 6 = ca. 3300 Brutto +ca. 120Vollzugszulage +ca 200 Schichtdienst - priv. KV 500).. Nun bietet sich eine Option zum Zoll zu wechseln. Sachgebiet E FKS.. Die Dienstposten sind sind von A6-A8 zu besetzen (lt. Ausschreibung Übernahme nur in A6m BBesO erfolgen) Laut Bundesbesoldungstabelle bekommt man in der A6 3086 Brutto-nun wäre es interessant zu wissen, welche Zulagen man noch bekommt (Polizeizulage in Höhe von 130€?- ich bin auch auf eine Information gestoßen in der eine Zulage als Waffenträger erwähnt wurde oder sollte das mit der Polizeizulage abgegolten sein? )Ebenso würde mich mal interessieren, warum die Ausschreibung A6-A8 aufweist und die Übernahme "nur" A6m benennt (wird man tatsächlich ausschließlich in der A6 eingestellt muss dann auf die Beförderung warten/hoffen) - wenn das so wäre, dann würde man ja ein dickes "minus" machen....
Danke für eure Antworten
(p. s. sicherlich wurde auch schon gegoogelt, aber es wäre schon nett, wenn man evtl. die Aussagen aus erster Hand bekommen könnte.

sdh1807
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von sdh1807 » 10.08.2018 11:24

Am besten wäre hier eine Versetzung, wenn beide Dienstherren mitmachen, dann wird die Besoldungsgruppe übernommen.

Eine Ernennung in A6m riecht nach "Raubernennung".

Gerda Schwäbel
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Gerda Schwäbel » 10.08.2018 14:09

Es handelt sich um einen gebündelten Dienstposten, bei dem die Besoldungsgruppen A 6, A 7 und A 8 möglich sind. Da keine freien Planstellen in A 7 oder A 8 zur Verfügung stehen, die sind nämlich alle an Kollegen vergeben, erfolgt die Übernahme nur in A 6m.
Dass der Bund Raubernennungen durchführt, um seinen Bedarf an Beamten im Eingangsamt des mittleren Dienstes zu decken, glaube ich nicht. Die Versetzung führt hier auch nicht zur Beibehaltung der Besoldungsgruppe, weil Voraussetzung für die Versetzung ihr Einverständnis mit einer Rückernennung sein wird.

Ich würde an Ihrer Stelle Frau H. anrufen. Die kann Ihnen sicher die Fragen zu den Zulagen beantworten, weiß wahrscheinlich auch wie lange Sie voraussichtlich auf A 7 bzw. A 8 warten müssten und wird Ihnen wahrscheinlich auch erklären, dass Sie - im Fall der Rückernennung - zunächst eine (aufzehrbare) Ausgleichszulage (nach § 19 b BBesG) erhalten, sodass Sie zunächst keine finanziellen Einbußen hätten.

Zollkodex-Ritter
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 11.08.2018 15:38

In den Stellenanzeigen sind Ansprechpartner genannt...

Highwayman
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Highwayman » 12.08.2018 22:59

Hallo,

die Ausschreibungen richten sich bewusst an Berufsanfänger, dass heißt eine Einstellung kann nur in A6 erfolgen.
Vorrangig geht es bei den Vorhaben der Generalzolldirektion um eine Strategie, die Personalrekrutierung in den Eingangsämtern der Laufbahnen des mittleren und gehobenen Dienstes zu ergänzen.
Der Hintergrund dürfte auch darin zu finden sein, dass die neuen Kollegen nicht dem bestehenden Personal die Beförderungenchancen verbauen soll.

Die Polizeizulage ist die Zulage für Waffenträger. Gegenüber eurer Gitterzulage schenkt sie sich nicht viel.
Die FKS arbeitet meines Wissens keine Vollschichten, insofern würde sich deine Schichtzulage und dein DuZ reduzieren.
Insofern kann es sich für dich kaum lohnen sich dort zu bewerben. Zusätzlich müsstest du noch den Sporttest bestehen.
Eine Versetzung mit einer Rückernennung ist in meinen Augen vom Gesetz her nicht vorgesehen. Es müsste somit eine erneute Ernennung im Eingangsamt in A6 erfolgen (hier als Raubernennung bezeichnet).

Nach Angaben der BDZ fehlen bundesweit 3500 Stellen. Bei einem Personalstand von aktuell 39 000 Beschäftigten bedeutet dies eine Unterdeckung von rund neun Prozent – und dies nicht nur in der FKS mit derzeit rund 6900 Beamtinnen und Beamten, sondern in praktisch allen Bereichen. Der Zoll könne seinen Aufgaben kaum mehr nachkommen, sagte der BDZ-Chef Dieter Dewes dem „Handelsblatt“.

Dort ist gewissermaßen Land unter, eine Personalplanung fand oder findet überhaupt nicht statt (dies ist nicht das erste Mal, wo Externe eingestellt werden). Und Tatsache ist auch, dass die Demografie noch gar nicht zum tragen kommt.
Wenn die Babyboomer - die geburtenstarken Jahrgänge von (1955 bis 1969) das Renten/Pensionsalter erreichen, wird es dort erst richtig eng.
Die ersten der geburtenstarken Jahrgänge (jedenfalls die Beschäftigten) haben dieses Jahr die Chance mit 63 Jahren und 6 Monaten in Rente zu gehen, eigentlich kommt das, was nun in den nächsten 10 Jahren passiert mit Ansage. :roll:

Der Zoll hat es versäumt seine Ausbildungszahlen anzuheben und fleißig weiter am Personal gespart.
Leider kann der Zoll neben einer vernünftiger Personalplanung auch etwas anderes nicht, nämlich Personal abwerben.
Um Personal bei anderen Verwaltungen abzuwerben, muss ich nämlich eins sein, "Attraktiv"!
Das ist der Zoll leider nicht, sprich er hat unatraktive Beföderungszeiten.

Es gibt eigentlich keinen Grund, warum ein gerade frisch ausgebildeter Kommunal- oder Landesbeamter, ob er nun im mittleren oder gehobenen Dienst ist, beim Zoll anfangen sollte (außer seine Verwaltung würde ihn ausnahmsweise nicht übernehmen und sich zudem keine andere Stelle finden ließe).
Derzeit ist nicht nur beim Zoll die Personalwerbung ein Problem, so dass man durchaus Chancen hat bei einem anderen Dienstherren unterzukommen.

Weiter verschenkt der Zoll wiederum seine Chance Mitarbeiter bei anderen Verwaltungen abzuwerben, in dem er nur im Eingangsamt übernimmt.
Das beste ist, wenn man den Polizei und Justizvollzugsdienst explizit in der Ausschreibung erwähnt, aber scheinbar überhaupt nicht weiß, dass diese im Eingangsamt bereits in A7 anfangen.

Besonders schlimm ist wiederum, dass der Zoll zudem (wie bei der letzten externen Ausschreibung) vergisst, die Stellen erst intern auszuschreiben um den Versetzungswünschen der Kollegen die bereits beim Zoll sind, entgegenzukommen und erst im Anschluss extern ausschreibt. Das ist der Personalstelle schon wieder zuviel Arbeit und warum soll man sich um das bestehende Personal kümmern, schließlich hat man es ja! ;)

Diese "Einstellungsinitative" des Zoll´s wird nicht von Erfolg gekrönt sein, eigentlich ist sie bereits jetzt die "Lachplatte" des Jahres. :lol:
Es werden sich wohl nur Anwärter bewerben, welche aufgrund ihrer "mangelhaften" Leistungen von ihrem Dienstherren nicht übernommen werden.
Oder noch schlimmer, ehemalige Beamte, welche wegen "Nichteignung" bereits bei anderen Dienstherren in der Probezeit entlassen wurden. :(

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Ruheständler
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Ruheständler » 13.08.2018 09:29

@ Highwayman
es ist schön wenn ein Neuer User nach so kurzer Mitgliedschaft hier im Forum ein so umfangreiches, fundiertes Wissen mitzuteilen hat :mrgreen: ,eine kurze Vorstellung im Vorstellungsthread würde das Bild noch abrunden...
Gruß vom Ruheständler
meine Eltern sagten damals immer wieder:Junge mach aus Deinem Leben was anständiges, Ergebniss : Feinmechaniker, Soldat,Arbeiter,Angestellter,Beamter,Pensionär,was soll ich noch vollbringen ?...

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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 13.08.2018 10:17

Highwayman hat geschrieben:
12.08.2018 22:59
Es gibt eigentlich keinen Grund, warum ein gerade frisch ausgebildeter Kommunal- oder Landesbeamter, ob er nun im mittleren oder gehobenen Dienst ist, beim Zoll anfangen sollte (außer seine Verwaltung würde ihn ausnahmsweise nicht übernehmen und sich zudem keine andere Stelle finden ließe).
Derzeit ist nicht nur beim Zoll die Personalwerbung ein Problem, so dass man durchaus Chancen hat bei einem anderen Dienstherren unterzukommen.
Oh doch. Mal die Besoldungstabellen verglichen? Beamter Bund, A6 1. Stufe 2.320,67 Euro, Beamter Land Berlin A6 1. Stufe 2.063,55. Land Bayern A6 1. Stufe 2.288,10. A9 kannst dir selbst anschauen.

Für Bundesbeamte ist der Zoll attraktiv, weil der Zoll im Gegensatz zu anderen Bundesbehörden noch breit in der Fläche aufgestellt ist, eine heimatnahe Verwendung damit weit wahrscheinlicher ist als es in den anderen Bundesverwaltungen der Fall ist.
Weiter verschenkt der Zoll wiederum seine Chance Mitarbeiter bei anderen Verwaltungen abzuwerben, in dem er nur im Eingangsamt übernimmt.
Das beste ist, wenn man den Polizei und Justizvollzugsdienst explizit in der Ausschreibung erwähnt, aber scheinbar überhaupt nicht weiß, dass diese im Eingangsamt bereits in A7 anfangen.
Zum Teil ist die Besoldung beim Bund mit A6 höher als die beim Land mit A7. Der Zoll hat keine Einsatzhundertschaften und kein Zöllner, der z.B. in Rheinland-Pfalz zuhause ist, muss seine Wochenenden im Ruhrgebiet verbringen, um Fußballspiele oder G20-Gipfel in Hamburg auf dem Dienstplan stehen. Es kann durchaus den einen oder anderen Bewerber geben, den diese Dinge interessieren.
Besonders schlimm ist wiederum, dass der Zoll zudem (wie bei der letzten externen Ausschreibung) vergisst, die Stellen erst intern auszuschreiben um den Versetzungswünschen der Kollegen die bereits beim Zoll sind, entgegenzukommen und erst im Anschluss extern ausschreibt. Das ist der Personalstelle schon wieder zuviel Arbeit und warum soll man sich um das bestehende Personal kümmern, schließlich hat man es ja! ;)
Welche Stellen? Diese Stellen gibt es ja noch gar nicht in den örtlichen Behörden, sie sind denen noch gar nicht zugewiesen.
Diese "Einstellungsinitative" des Zoll´s wird nicht von Erfolg gekrönt sein, eigentlich ist sie bereits jetzt die "Lachplatte" des Jahres. :lol:
Es werden sich wohl nur Anwärter bewerben, welche aufgrund ihrer "mangelhaften" Leistungen von ihrem Dienstherren nicht übernommen werden.
Oder noch schlimmer, ehemalige Beamte, welche wegen "Nichteignung" bereits bei anderen Dienstherren in der Probezeit entlassen wurden. :(
Jaja, Kristallkugel? Nichtstun ist besser oder was? Kanns ja auch nicht sein.

Wenn du wissen willst, wie man die Stammbelegschaft mal so richtig vor den Karren fährt, dann kannst dir ja mal bestimmte Regelungen im Bundeswehrattraktivitätssteigerungsgesetz anschauen...

Der ganze Beitrag hat gewaltig etwas von einer gewissen "Wasch mich aber mach mich blos nicht nass"-Mentalität.

Highwayman
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Highwayman » 14.08.2018 00:14

Hallo Zollkodex-Ritter,

dann waschen wir dich und machen dich auch einfach mal ein wenig "Nass"! :lol:

Ich arbeite deine Punkte einfach mal so nach und nach ab:
1. Ich habe explizit nur von "Kommunal- und Landesbeamten" geschrieben, dass das für manche Bundesbeamte (ob BAMF u.ä.) interessant ist, ist unstrittig und wurde von mir nie bestritten. Allerdings ist die Anzahl der Bewerber auch hier überschaubar, da auch hier nur Dienstanfänger abgeworben werden sollen.
2. Natürlich habe ich die Besoldungstabellen verglichen und wenn man das hier aufzeigen möchte, dann macht man das richtig:
http://oeffentlicher-dienst.info/beamte ... d/a_6.html
Es mag ja sein, dass Berlin schlecht bezahlt, aber das interessiert mich einfach nicht, da ich aus dem Süden komme und in Bayern, Baden-Württemberg schenkt sich das nicht viel und ist zum Teil besser. Beim Endgrundgehalt eines Beamten in A6 in RLP reden wir von -9 Euro im Jahr. Bestimmt kein Anreiz zum Zoll zu gehen.
3. Die Aussage das ein A7er beim Land weniger bekommt wie ein Bundesbeamter in A6 dürfte (außer in so tollen Bundesländern wie Berlin) kaum zutreffen.
4. Das aufgeführte Beispiel des Polizeibeamten in RLP ist ein ganz schlechtes, da das Eingangsamt bei der Polizei dort (wie in Hessen) zwischenzeitlich A9 ist. Zudem weiß jeder Polizeibeamte, dass er nicht ewig bei der Bepo ist, die Verweildauer ist im Schnitt zwischen 5-10 Jahren (außer er macht dort Karriere und will dort bleiben).
5. Du behauptest, die Zuweisung der Stellen an die örtlichen Behörden sei noch nicht erfolgt. Warum wird dann, hier am Beispiel HZA Karlsruhe:
http://www.zoll.de/DE/Der-Zoll/Beruf-un ... ?nn=199142
explizit Mitarbeiter ganz genau für das Zollamt in Mannheim und Heidelberg gesucht. Das HZA Karlsruhe schreibt bei der FKS explizit an den Standorten Karlsruhe, Heidelberg, Rastatt, Ludwigshafen aus. Und das ist bei den HZA in Bayern und Baden-Württemberg generell so.
6. Es ist ja nicht so, dass man bei den Personalstellen jetzt den falschen Weg geht, in dem man extern ausschreibt, aber eigentlich hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt. Das Problem der Personalknappheit kommt nicht von ungefähr. Man legt sich neue Aufgaben zu, vergisst aber Personal nachzuziehen. Dies ist ja nicht die erste Externe Ausschreibung !!!
Das ganze hat mit übernahme der FKS Aufgabe von der Arbeitsagentur und der BillBZ begonnen und mündete in die Übernahme des Überhangpersonals von Post Bahn und Telekom.
Warum macht man den Beruf nicht attraktiver? Warum gibt es Bundesbereiche die besser befördern? Dann klappt es auch besser mit dem Nachwuchs. Soweit ich verstanden habe, bleibt es nicht bei den 1500 Stellen, ich habe etwas von 6.000 Stellen gelesen, die in den nächsten Jahren besetzt werden sollen.
Ich kann jetzt nur für Baden-Württemberg und RLP reden. In Baden-Württemberg gibt es jedes Jahr ca. 700 und in RLP ca. 300 Abgänger im gehobenen Dienst bei den Kommunalverwaltungen. Die Anwärter finden "Alle" vor ihrem Studienabschluss eine Stelle. Wir sind jetzt soweit, dass viele Kommunen ihre Stellen nicht mehr besetzt bekommen. Die Anzahl der Beamtenanwärter im mittleren Dienst bewegen sich in RLP und Ba-Wü so bei je ca. 120 Anwärtern. Das liegt daran, dass die Kommunen zwischenzeitlich mehrheitlich VfA ausbilden. Bei den Verwaltungsfachwirten (II. Prüfung) bewegt sich die Zahl auch auf diesem Nivau. Allerdings sind das meistens schon Kollegen, die eine entsprechende Stelle in Aussicht haben.
Die Berufsaussichten, sind auch vor dem Hinsicht der in den nächsten Jahren ausscheidenden Kollegen "Top"!
Die Beförderungszeiten sind zwar von Kommune zu Kommune recht unterschiedlich, allerdings immer besser wie beim Zoll.
Also von den Kommunen wird nicht viel kommen. Beim Land sieht es derzeit auch nicht besser aus. Auch dort läuft die Pensionierungswelle demnächst an. Bei den Finanzämtern ist derzeit jede 9.Stelle unbesetzt. Im Schnitt ist man z.B. im mittleren Dienst bei der Steuerverwaltung nach 25-30 Dienstjahren in A9 (kann da der Zoll mit?). Derzeit wird schon eine generelle Anhebung des Eingangsamtes in der Verwaltung nach A7 diskutiert.
Ich sehe da keinen "logischen" Gründe warum ein Landes- oder Kommunalbeamter sich auf den Weg zum Zoll macht.
Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. ;)

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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von Zollkodex-Ritter » 14.08.2018 01:48

Highwayman hat geschrieben:
14.08.2018 00:14
Allerdings ist die Anzahl der Bewerber auch hier überschaubar, da auch hier nur Dienstanfänger abgeworben werden sollen.
Nein, das ist eben nicht der Fall. Du stellst hier lediglich Vermutungen an.
2. Natürlich habe ich die Besoldungstabellen verglichen und wenn man das hier aufzeigen möchte, dann macht man das richtig:
http://oeffentlicher-dienst.info/beamte ... d/a_6.html
Es mag ja sein, dass Berlin schlecht bezahlt, aber das interessiert mich einfach nicht, da ich aus dem Süden komme und in Bayern, Baden-Württemberg schenkt sich das nicht viel und ist zum Teil besser. Beim Endgrundgehalt eines Beamten in A6 in RLP reden wir von -9 Euro im Jahr. Bestimmt kein Anreiz zum Zoll zu gehen.
Mich interessiert die Besoldung in Berlin auch nicht. Frag aber mal die Berliner Beamten. Die sehen das sicher etwas anderes als wir beiden. Du hast ein sehr selbstbezogenes Weltbild und verfügst meiner Einschätzung nach über sehr wenig Empathie.

Das Argument mit dem Endgrundgehalt A6 kannst du wirklich nicht ernsthaft als Argument anführen? :lol:

Klar, ich weiß, wie man in den Kommunen in Bayern oder im Ländle Karriere macht: Persönliche Beziehungen und richtiges Parteibuch. Da sind Karrieren möglich, davon träumen Zöllner^^
3. Die Aussage das ein A7er beim Land weniger bekommt wie ein Bundesbeamter in A6 dürfte (außer in so tollen Bundesländern wie Berlin) kaum zutreffen.
Schau dir die Tabellen selbst an und stiehl mir nicht meine Zeit mit Vermutungen.
4. Das aufgeführte Beispiel des Polizeibeamten in RLP ist ein ganz schlechtes, da das Eingangsamt bei der Polizei dort (wie in Hessen) zwischenzeitlich A9 ist. Zudem weiß jeder Polizeibeamte, dass er nicht ewig bei der Bepo ist, die Verweildauer ist im Schnitt zwischen 5-10 Jahren (außer er macht dort Karriere und will dort bleiben).
Und das ändert was an meiner Aussage? Nichts. Der Landesbeamte mit A7 in Rheinland-Pfalz hat weniger als der Bundesbeamte mit A6. Übrigens hat der A9er Bund auch mehr als der A9er Rheinland-Pfalz.
5. Du behauptest, die Zuweisung der Stellen an die örtlichen Behörden sei noch nicht erfolgt. Warum wird dann, hier am Beispiel HZA Karlsruhe:
http://www.zoll.de/DE/Der-Zoll/Beruf-un ... ?nn=199142
explizit Mitarbeiter ganz genau für das Zollamt in Mannheim und Heidelberg gesucht. Das HZA Karlsruhe schreibt bei der FKS explizit an den Standorten Karlsruhe, Heidelberg, Rastatt, Ludwigshafen aus. Und das ist bei den HZA in Bayern und Baden-Württemberg generell so.
Was hat das jetzt mit meiner Aussage zu tun? Nichts. Google doch mal, wo die FKS im Bezirk des HZA Karlsruhe überall ihre Standorte hat. Oder im Bezirk des HZA Ulm. Überraschung!
6. Es ist ja nicht so, dass man bei den Personalstellen jetzt den falschen Weg geht, in dem man extern ausschreibt, aber eigentlich hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt. Das Problem der Personalknappheit kommt nicht von ungefähr. Man legt sich neue Aufgaben zu, vergisst aber Personal nachzuziehen. Dies ist ja nicht die erste Externe Ausschreibung !!!
Was soll man denn aus der Vergangenheit denn lernen? Was soll da so exorbitant schlecht gelaufen sein, was man auf Teufel komm raus künftig vermeiden soll? Dass sich "gelernte" Zöllner zurückgesetzt fühlen, weil da "neue" kommen? :lol: Hat da jemand persönliche Frusterlebnisse in der Vergangenheit gehabt? Ich habe so eine Stellenausschreibung in dieser Form noch nie seit ich in der Zollverwaltung bin erlebt.

Man darf auch nicht vergessen, dass es bei der Zollverwaltung auch Zeiten gab, in denen es viel zu viel Personal gab.
...
Ich sehe da keinen "logischen" Gründe warum ein Landes- oder Kommunalbeamter sich auf den Weg zum Zoll macht.
...
Kann sein, dass du für dich keine Gründe sehen magst. Heißt aber nicht, dass andere keine haben.
Das ganze hat mit übernahme der FKS Aufgabe von der Arbeitsagentur und der BillBZ begonnen und mündete in die Übernahme des Überhangpersonals von Post Bahn und Telekom.
Falsch. Das erste Personal der PNVU kam schon bevor die AMI zur FKS wurde.
Das liegt daran, dass die Kommunen zwischenzeitlich mehrheitlich VfA ausbilden. Bei den Verwaltungsfachwirten (II. Prüfung) bewegt sich die Zahl auch auf diesem Nivau. Allerdings sind das meistens schon Kollegen, die eine entsprechende Stelle in Aussicht haben.
Und genau deshalb sucht der Zoll nicht nur Beamte, sondern auch Angestellte.

Übrigens suchte die Bundeswehrverwaltung immer mal wieder Beamte anderer Verwaltungen für den Direkteinstieg.

Der Zoll hat kein Bewerbermangel, das bedeutet also, dass der Job schon nachgefragt ist. So unattraktiv kann der Beruf also gar nicht sein.

Als Zöllner bin ich froh, dass es diese Ausschreibungen gibt, denn so wird versucht, etwas an der Personalsituation zu verändern.

GenFaktor
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Re: Verdienst Zoll - Wechsel vom Land zum Bund?

Beitrag von GenFaktor » 17.08.2018 17:14

Hallo Highwayman,
dem ist leider nicht mehr zu helfen - musste ich auch schon leidvoll erfahren...der weiß alles besser und fordert einen noch zum Betrug auf, damit Kosten von der KK/Beihilfe erstattet werden. Da wird mal schnell aus einem gesunden Kind ein krankes Kind...

Wobei die vom Zoll doch eigentlich einen Betrug aufdecken sollen - halt nicht bei den Krankenkassen aber z. B. bei der Schwarzarbeit !

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