Euro vor dem Abrgrund ?

Hier gehören Themen rein die nirgends anderswo reinpassen.

Re: Euro vor dem Abrgrund ?

Beitragvon Mikesch » 05.12.2011 01:47

@Bundesfreiwild
Ich gebe Dir da unbedingt recht, genau so ist auch meine Denke, nur haben wir die Rechnung ohne den Menschen gemacht!! :wink:
Öhm, ich bin in mehrerer Hinsicht falsch gepolt, mir geht das Gruppendenken irgendwie ab...

Aber, mal hobbyspychologisch als Erklärung...
Gruppendenken ist einfach menschlich, es beginnt in der Familie, Schule, Arbeitsstelle, Verein bis hin zum Staat...
Ich wüsste nicht, wie man daran etwas ändern kann, manch Sozialverhalten ist vllt genetisch bedingt?
Eigentlich ist es aber auch nicht gar so schlimm, solange es keine krankhaften Züge annimmt und eine respektvolle Toleranz anderen gegenüber besteht.
Für mich bestehen schon Unterschiede in der Mentalität von Menschen in unterschiedlichen Regionen oder im größeren Rahmen auch Nationen. Ich glaube zwar nicht an genetischen Vorgaben, aber aus der Geschichte und/oder Kultur heraus. Fahre mal nach Ägypten, Asien, Afrika oder selbst in nahe Nachbarländer. Die Menschen sind zumeist anders als hier oder anderswo. Wenn sich Menschen mit ihrem "Kreis" identifizieren, finde ich da nichts schlimmes bei. Wichtig ist alleine wie oben schon gesagt, die respektvolle Toleranz anderen gegenüber.
Auch ich bin der Meinung, dass ein Gruppenzugehörigkeitsgefühl zu Deutschland wie eine Art Gehirnwäsche aberzogen worden ist. Nie wieder sollte hier so etwas wie Nationalstolz entstehen können. Wenn jemand sagt (warum auch immer), dass er Stolz darauf ist, ein Deutscher zu sein, wird er gleich als Nazi abgestempelt...
Gleichzeitig ist man aber von außen betrachtet Deutscher und wird immer mit einer "Erbschuld" belastet. Die Auswüchse muss ich ja nicht im Detail ausführen...
Für mich ist das der falsche Weg gewesen. Weil der Mensch einfach so ist und immer auch eine Identifikation in einer Gruppe, auch Nation sucht, hat IMHO rechtes Gedankengut solch einen Zulauf als einfach ein gesundes Zugehörigkeitsgefühl zu tolerieren.

Um jetzt wieder OnTopic zu werden...
Ebend aus diesen Gründen der Gruppendynamik auf nationaler Ebene geht für mich der Euro mittelfristig den Bach runter. Schon mal warm anziehen...
LG Mikesch
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Re: Euro vor dem Abrgrund ?

Beitragvon Zollkodex-Ritter » 05.12.2011 18:19

Bundesfreiwild hat geschrieben:Tja, das ist ja genau die Einstellung, die einem das Kotzen leicht macht:
Anstand und Gewissen haben bedeutet eben, dass man NICHT alles tut, was man tun KÖNNTE, ohne dafür bestraft zu werden.

Deswegen spekuliere ich z.B. nicht mit Lebensmittel.

Und genau DAS ist ja die Mentalität, die wir den Verursachern der Krise ankreiden: Sie tun alles, was (leider - und oft auf deren Drängen) erlaubt wurde, egal ob dabei ganze Volkswirtschaften und Wirtschaftssyteme den Bach runter gehen, Hauptsache, man konnte einen kurzfristigen Gewinn einstreichen.

Da gehören aber alle dazu: Du willst hohe Guthabenverzinsung. Wo und wie die erwirtschaftet wird, interessiert dich nicht. Die Banken und Versicherungen müssen das aber erwirtschaften. Der Staat verschuldet sich wegen den Bürgern (hierzulande vorallem Sozialleistungen) und leiht sich Geld bei den Banken. Einige Staaten haben sich eben so dermaßen verschuldet, dass sie das Geld nicht zurückzahlen können, also steigen die Zinsen. Ist doch völlig normal, höheres Risiko, höhere Zinsen.

Wenn man doch weiss, dass eben genau der Share-Holder-Value, bzw. die Dividenenzahlung oder auch die exorbitanten Gewinne aus Kursveränderungen, das Grundübel sind, dann kann ich mir doch überlegen, ob ich da mitmache oder nicht.
Und ich kann mir überlegen, von welchen Unternehmen ich -das wäre die traditionelle Form des "Investments"- Aktien kaufe und seriös-langweilig lange halte, um das eigentlichen Unternehmensgeschäft zu stützen und davon über lange Jahre über die Dividende zu profitieren. In dieser Form wären die relativ fiktiven Kursgewinne egal. Und wenn man sieht, wie die Aktienkurse alter Unternehmen aussahen, war da ein seriöses Wachstum, bzw. Gewinnwachstum mal so bei 2-5%. Und da war man begeistert.

Aktien sind eine Form der Geldanlage wie andere auch: Wenn man risikolos 5% Zinsen bekommen kann, warum sollte man sich dann mit einer 2%igen Dividende abspeissen lassen? Und was willst du denn heutzutage so an Aktien kaufen? Daimler hat/te Anteile von EADS, Apple lässt in China produzieren usw.
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Re: Euro vor dem Abrgrund ?

Beitragvon tanjaw » 07.12.2011 18:07

Ein Austritt Deutschlands aus der EU wäre das Ende der EU. Wir alle sollten für den EURO und die EU kämpfen, da die EU das beste und größte Projekt in der europäischen Geschichte ist. Die EU hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir in den letzten Jahrzehnten Frieden in Europa haben (mal von den grauenvollen Kriegen auf dem Balkan abgesehen).
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Re: Euro vor dem Abrgrund ?

Beitragvon Regina » 09.01.2012 12:16

Ist das nicht erschreckend, dass wir vor solchen Problemen stehen und diese für ein paar Wochen total in den Hintergrund rücken, weil alle nur noch über unserern Herrn Bundespräsidenten und seine privaten Verfehlungen reden? Das muss natürlich auch thematisiert werden, aber alles andere rückt aktuell in den Hintergrund und das finde ich katastrophal.
Katzen mit ins Büro nehmen - ich bin dafür :-)
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