Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier kann man Fragen stellen die nichts mit Beamten & Co. zu tun haben.

Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Hendrik Mueller » 21.10.2011 16:30

Guten Tag liebe Gemeindenutzer,

nachdem ich das Forum nur mit leicher Kost bereichert habe, wollte ich mal eine ernstere Frage in die Runde stellen...

Wer von Ihnen hat eine Berufunfähigkeitsversicherung abgeschloßen und welche Erfahungen haben Sie und Ihr Bekanntenkreis damit gemacht?

Meine geliebte Frau drängt mich endlich mal eine abzuschließen und wollte Sie als Leidensgenossen fragen, was ich genau beachten sollte?

Im Internet habe ich das ein oder andere Angebot gefunden alledings möchte ich auf kein Fall etwas überhastet abschließen...

Daher bin ich gespannt wie ihre Meinung zu dem Thema Berufsunfähigkeit ist...
Hendrik Mueller
 
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Beitragvon Zollkodex-Ritter » 24.10.2011 18:02

Grundsätzlich sollte man klären, welchen Anspruch man gegenüber dem Dienstherren hat. Einfach mal bei der Personalstelle/Besoldunsstelle anfragen und Versorgungsauskunft einholen.

Dann hat man mal ne Grundlage und eine Hausnummer für die Versorgungslücke.
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Beitragvon Hendrik Mueller » 26.10.2011 15:15

Danke Herr Zollkodex-Ritter für ihren Ratschlag,

Ich werde gleich mal Morgen der Personalstelle einen Besuch abstatten und die Versorungsauskunft einholen!
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Beitragvon Blue Ice Ultra » 26.10.2011 18:22

Also ich sehe das immer in Relation zur beruflichen Tätigkeit und dem damit einhergehenden Risiko dienst- bzw berufsunfähig zu werden.
Berufsunfähigkeit gibt es im ja Beamtenrecht nicht, lediglich die Dienstunfähigkeit. Problematik: Diejenigen die eine entsprechende Versicherung brauchen könnten (Polizisten, Justizvollzug etc.) bekommen zu vernünftigen Tarifen eine solche nicht angeboten. Also erledigt sich das Thema bei diesen Personen von selbst. Dann sind da Schreibtischtäter wie ich, da halte ich weder eine DU- noch BU-Versicherung für notwendig. Denn Du mußt mal überlagen, das habe ich auch schon in einem anderen Thread geschrieben, was muss Dir passieren, das Du Deinen jetzigen Job nicht mehr machen kannst. Ich bin, wie gesagt, Schreibtischtäter. Den Job kann ich selbst dann noch machen, wenn ich im Rollstuhl sitze und mir nicht mal selbst die Nase putzen kann.
Heutzutage gibt es eigentlich kaum noch Diagnosen weswegen man DU geschrieben wird. Psych. Erkrankungen sind dabei und die Krebserkrankungen, das wars dann aber auch schon.
Mittelspurschleicher: Geht gar nicht! http://www.youtube.com/watch?v=w53AaQRn1kE&feature=related
Lahme Enten: Dann besser mit Bus und Bahn http://www.youtube.com/watch?v=7rpDyJ9qS4E&feature=fvwrel
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Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Ossikind » 29.10.2011 14:24

Hendrik Mueller hat geschrieben:Wer von Ihnen hat eine Berufunfähigkeitsversicherung abgeschloßen und welche Erfahungen haben Sie und Ihr Bekanntenkreis damit gemacht?
.


Tja ich würde gerne eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) abschliessen, nur die Versicherungen nehmen mich nicht auf Grund meiner Vorerkrankung.
Und ich musste die schon angeben. was nützt mir das ich verschweige diese, zahle schön meine Beiträge und nach 20 Jahren bekommen die das raus, das ich was verschwiegen habe...
Früher konnten Frauen kochen wie meine Mutter, heute können sie saufen wie mein Vater!
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Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon kalrot » 17.11.2011 18:04

Hendrik Mueller hat geschrieben:Guten Tag liebe Gemeindenutzer,

nachdem ich das Forum nur mit leicher Kost bereichert habe, wollte ich mal eine ernstere Frage in die Runde stellen...

Wer von Ihnen hat eine Berufunfähigkeitsversicherung abgeschloßen und welche Erfahungen haben Sie und Ihr Bekanntenkreis damit gemacht?

Meine geliebte Frau drängt mich endlich mal eine abzuschließen und wollte Sie als Leidensgenossen fragen, was ich genau beachten sollte?

Im Internet habe ich das ein oder andere Angebot gefunden alledings möchte ich auf kein Fall etwas überhastet abschließen...

Daher bin ich gespannt wie ihre Meinung zu dem Thema Berufsunfähigkeit ist...


Hallo,

wenn sie vorhaben eine BUV abzuschließen, dann erkundigen sie sich auf jeden Fall bezüglich der vertraglichen Bedingungen die dieser zugrunde liegen. Das ist auch bei einer DUV, die in diesem forum eher relevant ist so. Also, zu wieviel Prozent wird die Erwerbsmidnerung ausgeglichen und welche Arten von Tätigkeiten sind genau gemeint. Andernfalls drohen Verweisungen auf ähnlich geartete Tätgikeiten so dass sie zwar faktisch berufsunfähig sind, dies von der Versicherung aber nicht anerkannt wird. Besonders als Beamter kann dies zu sehr unangenehmen Situationen führen.
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Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon BeG. » 19.11.2011 15:34

Hendrik Mueller hat geschrieben:Guten Tag liebe Gemeindenutzer,

nachdem ich das Forum nur mit leicher Kost bereichert habe, wollte ich mal eine ernstere Frage in die Runde stellen...

Wer von Ihnen hat eine Berufunfähigkeitsversicherung abgeschloßen und welche Erfahungen haben Sie und Ihr Bekanntenkreis damit gemacht?

Meine geliebte Frau drängt mich endlich mal eine abzuschließen und wollte Sie als Leidensgenossen fragen, was ich genau beachten sollte?

Im Internet habe ich das ein oder andere Angebot gefunden alledings möchte ich auf kein Fall etwas überhastet abschließen...

Daher bin ich gespannt wie ihre Meinung zu dem Thema Berufsunfähigkeit ist...


Hallo,

wir wurden damals in der Ausbildung vom geldgierigen Ausbilder dazu genötigt eine Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeit abzuschließen, bei der VPV.

Was sagte mir die VPV dann, als ich berufsunfähig wurde?

Beamte werden nicht berufsunfähig und bekommen auch kein Geld.
Ging vor Gericht und ich verlor.

Wozu also braucht ein Beamter eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Genauso wie Riester und Rürup rausgeschmissenes Geld.

Wollte mir mal eine Frau eine Riester-Versicherung andrehen, stundenlang hat sich mich vollgelabert und ich sagte immer, ich bin Beamtin, ich brauche die nicht und ich lasse mich nicht verkohlen, wenn die am Ende doch versteuert wird.
Da habe ich doch lieber ein einfaches Sparbuch.

Das ist die Geldgier der Versicherungsvertreter.
BeG.
 

Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon tanjaw » 08.12.2011 11:01

Wollte mir mal eine Frau eine Riester-Versicherung andrehen, stundenlang hat sich mich vollgelabert und ich sagte immer, ich bin Beamtin, ich brauche die nicht und ich lasse mich nicht verkohlen, wenn die am Ende doch versteuert wird.
Da habe ich doch lieber ein einfaches Sparbuch.

Das ist die Geldgier der Versicherungsvertreter.
So ist es leider bei vielen in der Versicherungsbranche. Man muss gerade als Beamter vorsichtig sein, dass einem nicht alles Mögliche angedreht wird. Manchmal glaube ich, dass einige Versicherungsberater denken, dass wir Beamte soviel Geld verdienen würden und uns jede noch so sinnlose Zusatzversicherung leisten könnten. Mir hat man mal versucht so eine BU mit Verzicht auf konkrete Verweisung schmackhaft zu machen. Und jeder, der sich etwas mit Versicherungen auskennt oder auch im Internet informiert, weiß, dass man gerade auf den Punkt "konkrete Verweisung" achten muss. Bevor man überhaupt zu einem Versicherungsberater gehen sollte, muss man auf jeden Fall gut informiert sein.
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Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon koester » 08.12.2011 19:11

Wozu also braucht ein Beamter eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Genauso wie Riester und Rürup rausgeschmissenes Geld.
So sehe ich das auch. Ich habe mich von dem Gedanken, solche privaten Zusatzversicherungen abzuschließen, schon getrennt. Geldverschwendung hoch zehn!
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Re:

Beitragvon Zollkodex-Ritter » 09.12.2011 20:34

Blue Ice Ultra hat geschrieben: Dann sind da Schreibtischtäter wie ich, da halte ich weder eine DU- noch BU-Versicherung für notwendig. Denn Du mußt mal überlagen, das habe ich auch schon in einem anderen Thread geschrieben, was muss Dir passieren, das Du Deinen jetzigen Job nicht mehr machen kannst. Ich bin, wie gesagt, Schreibtischtäter. Den Job kann ich selbst dann noch machen, wenn ich im Rollstuhl sitze und mir nicht mal selbst die Nase putzen kann. Heutzutage gibt es eigentlich kaum noch Diagnosen weswegen man DU geschrieben wird. Psych. Erkrankungen sind dabei und die Krebserkrankungen, das wars dann aber auch schon.

Das kann aber gewaltig nach hinten losgehen. Frag mal einen Postbeamten, wie schnell und gerne die DU geschrieben werden. Man ist schnell mal mit einer Depression oder mit Krebs ein halbes Jahr krank geschrieben und dann kommt die Vorladung vom Amtsarzt schneller als man lauen kann. Da reicht schon ein selbstverschuldeter Verkehrsunfall und man ist ganz schnell bei der Mindestpension angelangt. Wenn man dann noch entsprechende Zeiten nur Teilzeit gearbeitet hat...
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Re: Re:

Beitragvon Blue Ice Ultra » 10.12.2011 17:20

Zollkodex-Ritter hat geschrieben:Das kann aber gewaltig nach hinten losgehen. Frag mal einen Postbeamten, wie schnell und gerne die DU geschrieben werden. Man ist schnell mal mit einer Depression oder mit Krebs ein halbes Jahr krank geschrieben und dann kommt die Vorladung vom Amtsarzt schneller als man lauen kann. Da reicht schon ein selbstverschuldeter Verkehrsunfall und man ist ganz schnell bei der Mindestpension angelangt. Wenn man dann noch entsprechende Zeiten nur Teilzeit gearbeitet hat...


Jein, DU wirst Du ja nur dann geschrieben wenn wirklich dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum keine Dienstfähigkeit mehr besteht. Bei einer Depression oder einer Krebserkrankung sehe ich das nur in wenige Fällen. Bei einer Krebserkrankung wäre das im Prinzip nur dann wenn keine Aussicht auf Heilung besteht, also im Endstadium. Da kann Dir dann aber die Mindestpension egal sein.
Mittelspurschleicher: Geht gar nicht! http://www.youtube.com/watch?v=w53AaQRn1kE&feature=related
Lahme Enten: Dann besser mit Bus und Bahn http://www.youtube.com/watch?v=7rpDyJ9qS4E&feature=fvwrel
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Re: Eure Einstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Zollkodex-Ritter » 10.12.2011 19:48

Die Reglungen dazu kann jeder in §44 Bundesbeamtengesetz finden. Und es kann schneller gehen, als man denkt. Es reicht, wenn man 3 Monate innerhalb von 6 Monaten aufgrund einer Erkrankung keinen Dienst getan hat und keine Aussicht auf Dienstfähigkeit innerhalb von 6 weiteren Monaten besteht. Mit ner Depression ist man schnell mal 6 Monate zuhause, bei Krebs ist man auch mal schnell ein dreiviertel Jahr zuhause.

Ist man Beamter auf Probe/Widerruf, dann ist man ganz schnell draussen und wird in der gesetzlichen RV nachversichert, mit entsprechendem Anspruch.

DU ist eine wichtige Versicherung, die jeder haben sollte, der noch keinen Anspruch auf die Mindestversorgung hat oder dem im Falle eines Falles die Mindestversorgung nicht reicht.
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Re: Re:

Beitragvon Thust » 10.12.2011 20:15

Blue Ice Ultra hat geschrieben:Jein, DU wirst Du ja nur dann geschrieben wenn wirklich dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum keine Dienstfähigkeit mehr besteht. Bei einer Depression oder einer Krebserkrankung sehe ich das nur in wenige Fällen. Bei einer Krebserkrankung wäre das im Prinzip nur dann wenn keine Aussicht auf Heilung besteht, also im Endstadium. Da kann Dir dann aber die Mindestpension egal sein.


Du läßt außer Acht, dass DU-Schreibungen bei Postnachfolgeunternehmen in der Praxis offenbar bevorzugt erfolgen. Die davon abweichende Theorie hast du dagegen korrekt dargestellt. Wer also in einem Bereich arbeitet der privatisiert wird oder in dem stark Stellen abgebaut werden, für den besteht meiner Meinung nach tatsächlich eine potentiell erhöhte Chance DU-geschrieben zu werden, und damit kann sich eine DU-Versicherung lohnen. Ob das tatsächlich der Fall ist, dafür bitte ich eine Glaskugel zu befragen.
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