Dienstunfähig, was nun?

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Dienstunfähig, was nun?

Beitragvon Chriswie1984 » 31.08.2011 10:50

Hallo zusammen,

Kennt sich jemand mit der Problematik der Dienstunfähigkeit aus?

Ich bin Bundesbeamter einer Sicherheitsbehörde und war von August 2010 bis April 2011 dienstunfähig zu Hause und habe eine Psychotherapie gehabt.

In dieser Zeit war ich auch beim zuständigen Amtsarzt, der meine dauerhafte Dienstunfähigkeit für den Sicherheitsbereich des Bundes festgestellt hat. Ebenfalls hat der Amtsarzt festgestellt, dass auch in den nächsten 6 Monaten keine Besserung zu erwarten sei. Eine Dienstfähigkeit sei nur außerhalb von Behörden des Sicherheitsbereiches gegeben.

Nach eigenen Bewerbungen wurde ich dann am April 2011 für die Dauer eines Jahres zu einer anderen Bundesbehörde abgeordnet, die nicht der Geheimhaltung unterliegt.

Allerdings hatten sich nach kürzester Zeit wieder heftige Probleme eingestellt, u.A. Angststörungen, somatoforme Störungen und wiederkehrende Depressionen.

Seit Anfang August bin ich nun vom Psychiater krank geschrieben worden und habe auch wieder ein Antidepressivum bekommen.

Eine neue Psychotherapie wurde nun bei der Beihilfe beantragt. Heute kam ein ablehnender Bescheid mit der Begründung, dass es sich bei meinen Problemen um äußere Bedinungen/ Einflüsse handelt und eine erneute Psychotherapie nach Auffassung des Gutachters der Beihilfe nicht helfen wird, meine Probleme zu beseitigen.

Was soll mir das nun sagen? Ist mir nicht mehr zu helfen?

Immerhin muss der Beamte doch alle Maßnahmen ergreifen um eine drohende Diensunfähigkeit abzuwenden.

Ich habe nun Angst, dass ich wieder zum Dienst muss. Mein Psychiater will mich nun weiter Dienstunfähig schreiben so dass ich wahrscheinlich dann nach 3 Monaten wieder zum Amtsarzt muss. Droht mir dann die dauerhafte Dienstunfähigkeit? Immerhin hilft mir ja anscheinend keine Psychotherapie.
Chriswie1984
 
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Beitragvon schäferhund » 31.08.2011 12:08

Hallo Chrswie 1984,

deine Geschichte hört sich leider nicht sehr schön an. Ich vermute, dass 1984 dein Geburtsdatum ist und dies ist natürlich dann schon sehr jung für eine Frühpensionierung. Wenn für einen Zeitraum von sechs Monaten keine Genesungsaussichten bestehen, kann dich der Dienstherr tatsächlich in den Ruhestand schicken. Manche Dienstherrn nutzen dies natürlich gerne aus, um "lästige" Beamte auf diese Weise zu "entledigen" - glücklicherweise ist das aber nicht überall so.

Wie sich das so anhört, könnte da bei dir tatsächlich eine DDU vorliegen und dies ist dann mit einem vorzeitigen Ruhestand verbunden. Wie schätzt du deine Lage so ein? Könntest du dir eine spätere Dienstfähigkeit wieder vorstellen? Hast du dir schon mal deine Pensionsansprüche errechnet (ich vermute Mindestpension).

Gruß
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Beitragvon Chriswie1984 » 31.08.2011 16:39

Seltsamerweise hatte mich damals der Amtsarzt gefragt, ob ich ganz zu Hause bleiben möchte. Das hatte ich verneint, ich wollte nur aus der Sicherheitsbehörde weg.

Da war ich meiner Dienststelle glaube ich auch gleich ein Dorn im Auge, da ich in meinem Gutachten stehen hatte, dass eine neue Behörde am selben Dienstort gesucht werden muss.

Hätte ich mich nicht selbst beworben, wäre ich wahscheinlich immernoch daheim.

Leider sind die Probleme schnell wieder aufgetreten und nun bin ich wieder zu Hause.

Ich habe mich schon informiert. Ich würde die Mindestversorgung bekommen, zusätzlich habe ich aber vor einigen Jahren eine Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, die finanziell aufstockt.

Zusätzlich könnte ich ja noch dazuverdienen, da 1984 tatsächlich mein Geburtstjahr ist und ich mich zu jung fühle, um mein Leben lang daheim zu bleiben.

Womit soll mir denn bitte geholfen sein? DDU?. Seltsam wie man mit Personalrecourcen umgeht.

Wenigstens kann ich mit der Ablehnung dem Amtsarzt beweisen, dass ich meiner Beamtenpflicht nachgekommen bin, alles zu unternehmen, damit ich wieder dienstfähig werde. Nur lässt mich der Dienstherr ja leider nicht.
Zuletzt geändert von Chriswie1984 am 01.09.2011 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon abfallteil » 01.09.2011 10:56

hallo,

auf jeden fall mal widerspruch gegen den beihilfebescheid einlegen. hoffe dsa hast du gemacht. ne begründung kannst du immer noch nachreichen. wenn du dich hinreichend informiert hast.

das hatteich bisher noch nicht. vlt muß dein therapeut auch einfach anders begründen. hast du verhaltesntherapie gemacht?
beim wechsel zu tiefenpsychologisch dürfte es keine probleme geben. ich sag mal im normalfall. was ist shcon normal.

die gute besserung

liebe grüße

a-teil
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Beitragvon registerbeamter » 01.09.2011 11:52

Hallo,

zunächst würde ich dir raten - deine Probleme nicht so im Detail hier schreiben.

Das Forum wird doch sehr intensiv genutzt, und an Hand deiner Schilderung können dich schon Kollegen oder Vorgesetzte erkennen. Dein beruflicher Werdegang - ist ja nicht so häufig.

Ich denke, du solltst dich mal vor Ort nach Hilfsgruppen für pshy.Erkrankte erkundigen. Da kannst du deine persönliche Situation offen schildern - und keine Gefahr von stillen Mitlesern.

Zu dem Thema sexuelle Orientierung und Übertragung eines Dienstpostens. Glaube nicht immer dem "Buschfunk", da wird oft manches erzählt...was garnicht so war.

LG und gute Besserung
schnell getippt - Tippfehler schnell überlesen :-)
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Beitragvon Mr. Green » 02.09.2011 18:35

Jahrgang 84? Bist Du überhaupt schon BaL?
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Beitragvon afo1 » 03.09.2011 20:26

Warum nicht, Altersgrenze 27 ist doch gefallen.
Ein guter Tropfen maßvoll genossen, schadet auch in großen Mengen nicht!
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Beitragvon Chriswie1984 » 03.09.2011 21:26

Bin bereits am 1.4.2009 BaL geworden. Da war ich 24.
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Re: Dienstunfähig, was nun?

Beitragvon egyptwoman » 27.12.2011 18:59

Stimmt heute wird jeder nach der 2jährigen Probezeit Beamter auf Lebenszeit (sofern geeignet). AGT lässt grüßen. Gibt ja auch keine Obergrenze mehr für Neueinstellungen (war ja zu meiner Zeit damals 32. Ist auch weggefallen.
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